{"id":7086,"date":"2020-09-02T00:00:00","date_gmt":"2020-09-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/das-wesen-des-menschen-und-seine-dna\/"},"modified":"2025-04-07T10:50:49","modified_gmt":"2025-04-07T08:50:49","slug":"das-wesen-des-menschen-und-seine-dna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/das-wesen-des-menschen-und-seine-dna\/","title":{"rendered":"Das Wesen des Menschen und seine DNA"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Als Arzt verstehe ich etwas von DNA, und es ist ein Thema, das inzwischen so bekannt geworden ist, dass uns das Wort DNA so leicht in den Mund f\u00e4llt, dass wir sehr dankbar sind, dass wir heute die M\u00f6glichkeit haben, uns weiter damit zu besch\u00e4ftigen und miteinander dar\u00fcber reden zu k\u00f6nnen. Ich habe in den siebziger Jahren in Amsterdam Medizin studiert, und zu dieser Zeit war die DNA in den Studienb\u00fcchern als Doppelhelix-Figur bekannt. Aber es waren 'Urzeiten', verglichen mit dem, wie es heute ist.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/cdf900e9c41f33992f5609f038526cec.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Da ich einen Eindruck davon geben m\u00f6chte, was ein Virus angeblich ist, folgen hier einige Episoden meines Vortrags in Arnheim (NL) vom 20. November 2018, \u00fcber<\/p>\n<p>\u201cDas Wesen des Menschen und seine DNA\u201d.<\/p>\n<p>Als Arzt verstehe ich etwas von DNA, und es ist ein Thema, das inzwischen so bekannt geworden ist, dass uns das Wort DNA so leicht in den Mund f\u00e4llt, dass wir sehr dankbar sind, dass wir heute die M\u00f6glichkeit haben, uns weiter damit zu besch\u00e4ftigen und miteinander dar\u00fcber reden zu k\u00f6nnen. Ich habe in den siebziger Jahren in Amsterdam Medizin studiert, und zu dieser Zeit war die DNA in den Studienb\u00fcchern als Doppelhelix-Figur bekannt. Aber es waren &#8218;Urzeiten&#8216;, verglichen mit dem, wie es heute ist.<\/p>\n<p>Wenn man dann versucht, das, wie es jetzt ist, in den Griff zu bekommen, ist das ein ziemliches Unterfangen.<\/p>\n<p>Ich habe die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet, und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir, wenn wir uns mit der DNA befassen, nicht so leicht auf die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners verweisen, wir werden die Sache selbst in die Hand nehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im Jahre 1869 untersuchte der Schweizer Biochemiker Johann Friedrich Miescher Eiter aus dem Spital und entdeckte durch Forschung (wie genau, habe ich nicht herausgefunden) an den Leukozyten \u2013 das sind die wei\u00dfen Blutk\u00f6rperchen, die in diesem Eiter vorhanden sind \u2013, dass der Zellkern dieser Leukozyten eine phosphorhaltige Substanz enth\u00e4lt, und er nannte diese Substanz \u201cNuclein\u201d, Kernsubstanz.<\/p>\n<p>1909 entstand vor allem durch die Arbeit eines gewissen Phoebus Levene eine Theorie \u2013 das muss man immer wieder feststellen, es ist eine Theorie, die durch die Forschung nicht best\u00e4tigt ist \u2013; er hatte den Eindruck, dass vier Nukleotiden zu Nukleins\u00e4ure verschaltet sind. Aber es war eine Idee.<\/p>\n<p>1928 wurde eine interessante Forschung von einem gewissen Frederick Griffith durchgef\u00fchrt. Er verwendete die Bakterie Streptococcus pneumoniae, eine Bakterie, die eine Lungenentz\u00fcndung verursacht, und es gab offenbar zwei St\u00e4mme. Wenn eine Maus mit dem einem Stamm infiziert wurde, stellte sich heraus, dass er f\u00fcr diese Maus t\u00f6dlich war, und wenn eine andere Maus mit dem anderen Stamm infiziert wurde, stellte sich heraus, dass dieser nicht t\u00f6dlich war. Es erwies sich, dass die Konfiguration dieser Bakterie eine andere war. Die gesamte Bakteriengemeinschaft befand sich in einem weichen Zuckermantel und war t\u00f6dlich, der andere Stamm nicht. Was er tat: Er kochte dann die St\u00e4mme mit dem weichen Zuckermantel, die t\u00f6dlichen, so dass alles Leben raus war, und vermischte sie mit den nicht-t\u00f6dlichen St\u00e4mmen. Zu seiner gro\u00dfen \u00dcberraschung stellte sich heraus, dass die Mischung zu einer t\u00f6dlichen Bakterienmischung geworden war. Eine nicht lebende Substanz, die eigentlich durch Kochen zerst\u00f6rt worden war, verwandelte die unschuldigere Art von Bakterien in eine t\u00f6dliche Form. Das warf eine Menge Fragen auf. Die Frage war nat\u00fcrlich: Offenbar ist in dieser gekochten Substanz etwas enthalten, das in der Lage ist, die unschuldigen Bakterienst\u00e4mme umzuwandeln. Wie ist das m\u00f6glich? Es wird demnach eine Veranlagung \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Dieses R\u00e4tsel wurde erst 1944 gel\u00f6st. Im Laufe der Jahre wurde nach der Substanz gesucht, die den Wandel herbeif\u00fchrt. Die Frage war: Welches Element im toten Zellmaterial kann noch umwandeln? Anscheinend ist es eine tote Substanz, aber sie hat immer noch das Potenzial, zu verwandeln. Die Polysaccharide wurden untersucht, sie waren es nicht. Die Fette wurden untersucht, sie waren es nicht, die Proteine waren es auch nicht, schlie\u00dflich die RNA, sie war es auch nicht. Am Ende blieb nur eine Substanz \u00fcbrig, und das war die DNA. Ein Experiment mit einem Enzym, das die DNA abbaut, zeigte, dass es dann keine Transformation mehr gibt. -Auf diese Weise erhalten Sie einen Eindruck von der Art und Weise der Forschung. Es ist also nicht so, dass die Zelle als sichtbares Element auf dem Tisch und m\u00f6glicherweise unter dem Mikroskop liegt, und dass man sehen kann, was man dort tut. So ist es nicht. Es sind vor allem die logisch-rationalen Gedanken und Schlussfolgerungen, die zu bestimmten Untersuchungen anregen, und dann wird durch Ausschluss gefunden, was gesucht wird.<\/p>\n<p>Im Jahr 1952 wurde dies durch die Markierung der DNA mit Radioisotopen erneut best\u00e4tigt, und dann stellte sich erneut heraus, dass es die DNA ist, die die Transformation bewirkt.<\/p>\n<p>-Wir sind jetzt in den f\u00fcnfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Damals haben wir eine Situation, in der bereits bekannt war, dass Gene existieren, wir hatten die Gesetze von Mendel, und so war bereits bekannt, dass bestimmte Erbmerkmale \u00fcbertragen werden. Mendel hatte alle m\u00f6glichen Schemata daf\u00fcr, und hatte auch die \u00dcberzeugung, dass auf einem Gen ein bestimmtes Protein hergestellt wird, und man wusste, dass die Gene auf den Chromosomen und die Chromosomen im Zellkern zu finden sind. Das war die Denkweise. Eine Zelle konnte zwar immer noch sichtbar gemacht werden, aber das Wichtigste konnte nicht sichtbar gemacht werden, n\u00e4mlich die Gene selbst und die Zusammensetzung der Gene.<\/p>\n<p>Diese Art der Forschung hat dies dann mehr und mehr bekannt gemacht. 1953 wurde eine neue Technik angewandt; neu war, dass diese Technik auf dieses Thema angewandt wurde. Das war die R\u00f6ntgenbeugungstechnik. Dabei schie\u00dft man sozusagen mit R\u00f6ntgenstrahlen auf die DNA, und indem man die Winkel registriert, in denen die Strahlen reflektiert oder abgelenkt werden, kann man nach und nach, durch viel Forschung, herausfinden, was das Modell dieses Molek\u00fcls eigentlich ist. Wenn man versucht, sich ein lebendiges Bild von dem zu machen, wor\u00fcber wir eigentlich sprechen, ist es gut zu wissen, dass es sich nicht um eine direkte Beobachtung handelt, sondern dass jedes Mal durch etwas Anderes \u2013 mit Hilfe einer bestimmten Technik \u2013 geschlossen wird.<\/p>\n<p>Damals kamen Watson und Crick zu dem Schluss, dass das DNA-Molek\u00fcl aus einer Doppelhelix besteht, in der diese beiden Str\u00e4nge durch Wasserstoffbr\u00fcckenbindungen zusammengehalten werden. \u00dcbereinstimmende Stoffpaare sind immer auf der einen Helix und auf der anderen Helix vorhanden. Auf diese Weise kamen sie zu der Einsicht, dass die Desoxyribonukleins\u00e4ure, also die DNA, aus Desoxyribose, also einem Zucker, der an Phosphat gebunden ist, und einer Stickstoffbase, also einer Substanz, die als organische Substanz auch Stickstoff enth\u00e4lt, besteht. Und davon sind vier verschiedene Basen bekannt, n\u00e4mlich das Adenin, das Guanin, das Cytosin und das Thymin, und sie stehen sich in dieser Helix immer gegen\u00fcber und sind immer paarweise miteinander fixiert, n\u00e4mlich Thymin mit Adenin und Cytosin mit Guanin.<\/p>\n<p>Das bringt die M\u00f6glichkeit f\u00fcr weitere Forschung. Dann kam es, genau wie in der Computertechnik, zu einem enormen H\u00f6henflug, zu einem Zuwachs an Wissen und Forschung. So sehen Sie das in der DNA-Forschung auch. Die grosse Frage ist nat\u00fcrlich: Wie \u00fcbersetzt die DNA ihre Information in die Eigenschaften, wie werden bestimmte Proteine von der DNA gebildet, und wenn man davon ausgeht, dass das gesamte Erbgut eines Lebewesens in der gesamten DNA-Struktur vorhanden ist, wie kann man deren Struktur bestimmen?<\/p>\n<p>Wenn man anf\u00e4ngt zu lesen, mit welcher Art von Zahlen der Molek\u00fcle man es zu tun hat, wird einem schwindelig. Ich habe mir nicht alles gemerkt und kann es nicht behalten. Aber ich habe Zehntausende, Hunderttausende, Millionen und Milliarden an Zahlen gesehen.<\/p>\n<p>In den siebziger Jahren begann also die gro\u00dfe Frage: Wie ist die Konfiguration des menschlichen Genoms? Das Genom ist die gesamte erbliche Struktur. Wie sieht es beim Menschen aus? Ja, wie eine Doppelhelix, bei der Wasserstoffbr\u00fcckenbindungen die Basenpaare zusammenhalten. Aber in welcher Reihenfolge? Gibt es eine M\u00f6glichkeit, das festzustellen?<\/p>\n<p>Wir schreiben 1975. Es war Frederick Sanger, der mit der Sequenzierung begann, so dass er es tats\u00e4chlich f\u00fcr m\u00f6glich hielt, das gesamte menschliche Genom zu kartieren.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Mal weiter&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/images\/Blog328.jpg\" alt=\"Mieke Mosmuller\" \/><\/p>\n<p><em><strong>Das Wesen des Menschen und seine DNA Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Arzt verstehe ich etwas von DNA, und es ist ein Thema, das inzwischen so bekannt geworden ist, dass uns das Wort DNA so leicht in den Mund f\u00e4llt, dass wir sehr dankbar sind, dass wir heute die M\u00f6glichkeit haben, uns weiter damit zu besch\u00e4ftigen und miteinander dar\u00fcber reden zu k\u00f6nnen. Ich habe in den siebziger Jahren in Amsterdam Medizin studiert, und zu dieser Zeit war die DNA in den Studienb\u00fcchern als Doppelhelix-Figur bekannt. Aber es waren &#8218;Urzeiten&#8216;, verglichen mit dem, wie es heute ist.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4387,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7086"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7086\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7746,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7086\/revisions\/7746"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}