{"id":7098,"date":"2014-09-03T00:00:00","date_gmt":"2014-09-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/schoepferische-weisheit\/"},"modified":"2025-04-22T14:31:31","modified_gmt":"2025-04-22T12:31:31","slug":"schoepferische-weisheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/schoepferische-weisheit\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6pferische Weisheit"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2><span style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" data-mce-type=\"bookmark\" class=\"mce_SELRES_start\"><\/span>In der Bhagavad Gita, diesem altindischen, hinduistischen spirituellen Text, finden wir die vollkommene Verwirklichung des \u201czweiten sapiens\u201d, des weisen inneren Sinns, der ver\u00e4u\u00dferlicht als spirituelle Kraft \u2013 unsichtbar f\u00fcr physische Augen \u2013 hinter Krishna lebt. Krishna erscheint hier als eine Inkorpration oder m\u00f6glicherweise sogar Inkarnation der v\u00f6llig verwirklichten Kraft der sch\u00f6pferischen Weisheit, der menschlichen Weisheit, die einen g\u00f6ttlichen Ursprung hat. \u201cGottmensch\u201d wird er genannt, und wir k\u00f6nnen ihn als eine Imagination des universellen Menschen betrachten, der schon am Anfang da war.  In meiner Anschauung ist Krishna die Imagination des Verm\u00f6gens, weise zu werden, eine Weisheit, die sch\u00f6pferische Kraft hat. Ich sehe diese Weisheit als eine Gabe, die in der alten, vorchristlichen Zeit noch eine unpers\u00f6nliche g\u00f6ttliche Gabe war, als Gottmensch Arjuna, dem Krieger, ers<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/43aa1b6655fd32bada68ea0f440a71f0.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nIn der Bhagavad Gita, diesem altindischen, hinduistischen spirituellen Text, finden wir die vollkommene Verwirklichung des \u201czweiten sapiens\u201d, des weisen inneren Sinns, der ver\u00e4u\u00dferlicht als spirituelle Kraft \u2013 unsichtbar f\u00fcr physische Augen \u2013 hinter Krishna lebt. Krishna erscheint hier als eine Inkorpration oder m\u00f6glicherweise sogar Inkarnation der v\u00f6llig verwirklichten Kraft der sch\u00f6pferischen Weisheit, der menschlichen Weisheit, die einen g\u00f6ttlichen Ursprung hat. \u201cGottmensch\u201d wird er genannt, und wir k\u00f6nnen ihn als eine Imagination des universellen Menschen betrachten, der schon am Anfang da war.<\/p>\n<p>In meiner Anschauung ist Krishna die Imagination des Verm\u00f6gens, weise zu werden, eine <strong><em>Weisheit<\/em><\/strong>, die <em><strong>sch\u00f6pferische<\/strong><\/em> Kraft hat. Ich sehe diese Weisheit als eine Gabe, die in der alten, vorchristlichen Zeit noch eine unpers\u00f6nliche g\u00f6ttliche Gabe war, als Gottmensch Arjuna, dem Krieger, erscheinend. Durch die Gabe von Christus, dem \u201cMenschensohn\u201d, der auf die Erde kam, durch den Tod und die Auferstehung ging, ist diese Gabe nun pers\u00f6nlich zu erwerben. In Krishna sehen wir diese Gabe, dieses Verm\u00f6gen, in einem menschlichen Wesen, das sich als ein \u00fcbermenschliches Wesen erweist, dem Menschen gegen\u00fcbergestellt. In diesem Bild steht Krishna Arjuna gegen\u00fcber, er ist kein eigenes Verm\u00f6gen von Arjuna, sondern steht ihm in seiner ganzen Glorie gegen\u00fcber. Arjuna kennt Krishna im gew\u00f6hnlichen Leben als seinen Freund und Lehrer, nun wird ihm sein wahres Wesen offenbart. Was wir hier als Offenbarung kennen lernen, k\u00f6nnen wir als eine M\u00f6glichkeit ansehen lernen, die in jedem Menschen schlummert. Diese M\u00f6glichkeit kann in jedem zur Verwirklichung kommen, der aus Freiheit die ersten Schritte auf dem Weg zu ihrer k\u00fcnftigen Verwirklichung setzt. Arjuna hat sich selbst gegen\u00fcber dasjenige, was wir in uns als schlummernde Kapazit\u00e4t haben.<\/p>\n<p>Kapitel 11<\/p>\n<p>&#8218;Arjuna sagte:<\/p>\n<p>Da mir zu Liebe du das Wort, das h\u00f6chst geheimnisvolle, sprachst,<br \/>\nDas h\u00f6chsten Geistes Siegel tr\u00e4gt, bin ich von allem Irrtum frei.<br \/>\nDer Wesen Werden und Vergehn hab&#8216; ich ausf\u00fchrlich nun geh\u00f6rt,<br \/>\nVon dir, du Lotus\u00e4ugiger, \u2013 und deine ew&#8217;ge Herrlichkeit.<br \/>\nSo wie du hier geschildert hast dich selbst, du h\u00f6chster aller Herrn,<br \/>\nSo m\u00f6cht&#8216; ich schaun deine Gestalt, die g\u00f6ttliche, du h\u00f6chster Geist!<br \/>\nWenn du&#8217;s f\u00fcr m\u00f6glich h\u00e4ltst, da\u00df ich dies schauen kann, du M\u00e4chtiger,<br \/>\nDann, Herr der Andacht, zeige mir dich selber als den Ewigen!<\/p>\n<p>Krishna antwortete:<\/p>\n<p>So schau denn die Gestalten mein hundert- und tausendf\u00e4ltig hier,<br \/>\nDie mannigfalt&#8217;gen, himmlischen, in Farb&#8216; und Form verschiedenen.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nIn Einem schau die ganze Welt, was sich bewegt und nicht bewegt,<br \/>\nIn meinem Leibe sieh das hier, und was du sonst noch sehen magst.<br \/>\nDoch wirst du mich nicht k\u00f6nnen sehn mit diesem deinem eignen Aug&#8216;, &#8211;<br \/>\nEin himmlisch Auge geb&#8216; ich dir, \u2013 schau mein, des Herren, Wundermacht!<br \/>\n&#8230;<br \/>\nAus Gnaden hab&#8216; ich dir nun offenbaret<br \/>\nMein h\u00f6chstes Wesen hier, kraft meiner Allmacht, &#8211;<br \/>\nStrahlend, unendlich, ganz und uranf\u00e4nglich, &#8211;<br \/>\nKein andrer hat vor dir sie je gesehen.\u2019<\/p>\n<p>Und am Ende sagt Krishna nochmals:<\/p>\n<p>\u2018Die schwer zu schauende Gestalt, die du von mir gesehen hast,<br \/>\nNach deren Anblick sehnen sich sogar die G\u00f6tter immerfort.<br \/>\nDurch Veden nicht, durch Bu\u00dfe nicht, durch Spenden und durch Opfer nicht<br \/>\nBin ich in dieser Form zu schaun, wie du mich jetzt gesehen hast.<br \/>\nNur wer mich ganz allein verehrt, der kann mich schaun in solcher Form,<br \/>\nKann mich erkennen ganz und gar und endlich eingehn auch in mir.<br \/>\nWer handelt so, wie&#8217;s mir gef\u00e4llt, mich ehrt, mich liebt, die Welt verschm\u00e4ht,<br \/>\nUnd allen Wesen freundlich ist, der kommt zu mir, o P\u00e2ndu-Sohn!\u2019<\/p>\n<p><a class=\"IMAGE\" title=\"Sch\u00f6pferische Weisheit\" href=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/images\/Krishna.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Krishna_SMALL.jpg\" alt=\"Sch\u00f6pferische Weisheit\" \/><\/a><br \/>\n<span class=\"P\">Krishna offenbart Arjuna sein wahres Wesen.<\/span><em><strong>Sch\u00f6pferische Weisheit Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meiner Anschauung ist Krishna die Imagination des Verm\u00f6gens, weise zu werden, eine Weisheit, die sch\u00f6pferische Kraft hat. Ich sehe diese Weisheit als eine Gabe, die in der alten, vorchristlichen Zeit noch eine unpers\u00f6nliche g\u00f6ttliche Gabe war, als Gottmensch Arjuna, dem Krieger, erscheinend. Durch die Gabe von Christus, dem \u201cMenschensohn\u201d, der auf die Erde kam, durch den Tod und die Auferstehung ging, ist diese Gabe nun pers\u00f6nlich zu erwerben. In Krishna sehen wir diese Gabe, dieses Verm\u00f6gen, in einem menschlichen Wesen, das sich als ein \u00fcbermenschliches Wesen erweist, dem Menschen gegen\u00fcbergestellt. In diesem Bild steht Krishna Arjuna gegen\u00fcber, er ist kein eigenes Verm\u00f6gen von Arjuna, sondern steht ihm in seiner ganzen Glorie gegen\u00fcber. Arjuna kennt Krishna im gew\u00f6hnlichen Leben als seinen Freund und Lehrer, nun wird ihm sein wahres Wesen offenbart. Was wir hier als Offenbarung kennen lernen, k\u00f6nnen wir als eine M\u00f6glichkeit ansehen lernen, die in jedem Menschen schlummert. 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