{"id":7102,"date":"2015-02-04T00:00:00","date_gmt":"2015-02-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/moderne-spirituelle-selbsterkenntnis\/"},"modified":"2025-04-22T13:39:48","modified_gmt":"2025-04-22T11:39:48","slug":"moderne-spirituelle-selbsterkenntnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/moderne-spirituelle-selbsterkenntnis\/","title":{"rendered":"Moderne spirituelle Selbsterkenntnis"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>In der Divina Commedia, dem mittelalterlichen Gedicht von Dante, finden  wir eine Form von Selbsterkenntnis, die auf einer gewissen  Hellsichtigkeit basiert. Dantes Lehrer war Brunetto Latini. Dante  beschreibt seine Begegnung mit seinem Lehrer im Inferno, wo er brennt...  Rudolf  Steiner hat \u00fcber Brunetto Latini auf eine ganz andere Weise gesprochen.  Seine okkulten Forschungen zeigen, wie Brunetto Latini einen  Sonnenstich bekam, als er nach Florenz zur\u00fcckkehrte. Dies brachte ihn in  einen Zustand, in dem er eine Vision hatte, eine tief spirituelle  Einsicht in die Welt hinter der Natur. Er empfing die Unterweisung eines  g\u00f6ttlichen Wesens, von \u201eNatura\u201c. Sie lehrte ihn den Weg zur  Hellsichtigkeit in der Natur.  <u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/8f17cd869a4d3ec93a86b01202abcd4d.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>In der Divina Commedia, dem mittelalterlichen Gedicht von Dante, finden wir eine Form von Selbsterkenntnis, die auf einer gewissen Hellsichtigkeit basiert. Dantes Lehrer war Brunetto Latini. Dante beschreibt seine Begegnung mit seinem Lehrer im Inferno, wo er brennt&#8230;<\/p>\n<p>Rudolf Steiner hat \u00fcber Brunetto Latini auf eine ganz andere Weise gesprochen. Seine okkulten Forschungen zeigen, wie Brunetto Latini einen Sonnenstich bekam, als er nach Florenz zur\u00fcckkehrte. Dies brachte ihn in einen Zustand, in dem er eine Vision hatte, eine tief spirituelle Einsicht in die Welt hinter der Natur. Er empfing die Unterweisung eines g\u00f6ttlichen Wesens, von \u201eNatura\u201c. Sie lehrte ihn den Weg zur Hellsichtigkeit in der Natur.<\/p>\n<p>Vor dieser Zeit hatte es in Chartres eine spirituelle Bewegung gegeben, die \u201eSchule von Chartres\u201c, die mit der Kathedrale verbunden war. Die gro\u00dfen Lehrer dort (Alanus ab Insulis ist der bekannteste) erlebten gerade, wie Natura langsam aus dem Bewusstsein des Menschen entschwand. Das bedeutete, dass es allm\u00e4hlich unm\u00f6glich wurde, das wahre Wesen der Natur zu schauen. Brunetto Latini fing einen letzten Schimmer der Natura auf und unterwies Dante darin. In der Divina Commedia k\u00f6nnen wir eine Beschreibung der geistigen Welt sehen, wie sie in einem letzten Schimmer vom Menschen noch aufgefangen werden konnte. Es war die Zeit der Scholastik, und wenig sp\u00e4ter brach die Zeit der Naturwissenschaft an. In der Wissenschaft gibt es keinen Geist mehr, hier sammelt der Intellekt Wissen, durch Wahrnehmung und Experiment.<\/p>\n<p>In den Bilden von Latini und Dante finden wir Selbsterkenntnis, die in Imaginationen geschildert wird. Sie kommen in gewissem Sinne von au\u00dferhalb des Forschers. Dieser sieht die Bilder wie in einem Traum. Wenn wir die sieben Haupts\u00fcnden studieren, dann finden wir Selbsterkenntnis, indem wir diese S\u00fcnden als Teil unserer selbst wiedererkennen. Wir k\u00f6nnen sie nat\u00fcrlich auch verneinen und behaupten, dass wir sie \u00fcberhaupt nicht h\u00e4tten&#8230;<\/p>\n<p>In der modernen Zeit muss die Selbsterkenntnis eine andere Form bekommen. Die Position des Selbst in Bezug auf die Erkenntnis muss ganz umgekehrt werden. Der Geist schaut nicht mehr von sich selbst aus in eine spirituelle Umgebung. Das Selbst muss lernen, sich \u201eau\u00dferhalb von sich selbst\u201c aufzustellen und gleichsam auf sich selbst zur\u00fcckzuschauen. In diesem Selbst wird sich dann die geistige Welt offenbaren. Im gew\u00f6hnlichen Bewusstsein ist dies nicht so. Hier finden wir uns selbst im Mittelpunkt und die Welt um uns herum.\u00a0 In der modernen Einweihung ist es umgekehrt: Die Umgebung schaut auf den Mittelpunkt, und der Mittelpunkt ist von der geistigen Welt durchwoben.<\/p>\n<p>Doch bevor dies m\u00f6glich wird, muss das Selbst sich von aller Selbstsucht im Denken, F\u00fchlen und Wollen reinigen. Hier m\u00fcsste eine moderne \u201eS\u00fcndenlehre\u201c beginnen. Der Unterricht w\u00fcrde nicht durch einen Lehrer oder einen Priester oder einen Eingeweihten gegeben werden. Die Lehre w\u00fcrde sich selbst im wahrhaftigen Gewahrwerden des Selbst durch das Selbst offenbaren.<\/p>\n<p>Die klassische Frage von Sokrates: Ist die Tugend lehrbar? findet hier ihre Antwort. Ja, die Tugend ist lehrbar: Durch die wahrhaftige Wahrnehmung des Selbst durch das Selbst wird die Tugend gelehrt, entwickelt. Diese Selbsterkenntnis ist so real, dass sie den Keim einer Selbst-Verwandlung in sich tr\u00e4gt. Diese Verwandlung des Selbst beruht nicht auf einer Lehre, sondern ist ein lebendiger verwandelnder Prozess.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Brunetto_Latini-Inferno.jpg\" alt=\"Moderne spirituelle Selbsterkenntnis\" \/><br \/>\nDivina Commedia, Inferno, 15. Gesang, Begegnung mit Brunetto Latini (Holzschnitt von Gustav Dor\u00e9, 1861).<em><strong>Moderne spirituelle Selbsterkenntnis Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Divina Commedia, dem mittelalterlichen Gedicht von Dante, finden wir eine Form von Selbsterkenntnis, die auf einer gewissen Hellsichtigkeit basiert. Dantes Lehrer war Brunetto Latini. Dante beschreibt seine Begegnung mit seinem Lehrer im Inferno, wo er brennt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4851,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7102","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7102"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7102\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8161,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7102\/revisions\/8161"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4851"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}