{"id":7126,"date":"2020-09-05T00:00:00","date_gmt":"2020-09-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/wahrnemung-und-wahrheit\/"},"modified":"2025-04-07T10:49:34","modified_gmt":"2025-04-07T08:49:34","slug":"wahrnemung-und-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/wahrnemung-und-wahrheit\/","title":{"rendered":"Wahrnemung und Wahrheit"},"content":{"rendered":"<p><em class=\"EMPH_BOX\">Der folgende Text ist eine w\u00f6rtliche Transkription des gesprochenen Videotextes.<\/em><br \/>\n<!--\n\n\n<h2>Welche Rolle spielt die Wahrnehmung mit den Sinnen, um die Bedeutung eines Mikroorganismus zu finden? Wahrnehmung eines Bakteriums und Wahrnehmung eines Virus. Die Definition des Menschen bei Platon. Dem Volk das Gef\u00fchl geben, wie ernst die Lage ist, durch Auferlegen von schweren Massnahmen - oder die Kommunikationstechnologie.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/nhroDj3UZX4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/nhroDj3UZX4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/1f96ae12ec8e4d31a9806896185e8e78.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Welche Rolle spielt die Wahrnehmung mit den Sinnen, um die Bedeutung eines Mikroorganismus zu finden? Wahrnehmung eines Bakteriums und Wahrnehmung eines Virus. Die Definition des Menschen bei Platon. Dem Volk das Gef\u00fchl geben, wie ernst die Lage ist, durch Auferlegen von schweren Massnahmen &#8211; oder die Kommunikationstechnologie.<u><\/u><\/p>\n<p>Ja, f\u00fcr mich ist es eine ganz neue Weise mich zu \u00e4u\u00dfern und ich bin nat\u00fcrlich daran gewohnt eine Stunde zu sprechen bei einem Vortrag, und dann gelingt es wohl, um einen umfassenden Inhalt zu bringen. Aber ich wei\u00df aus Erfahrung, dass beim Scheuen eines Videos in dieser Form, wenn man eigentlich nicht so sehr Lust hat, um eine Stunde zu schauen, also mache ich diese Aufnahmen k\u00fcrzer. Aber das hat dann auch zur Folge, dass ich nachher immer ein Gef\u00fchl habe, dass ich nicht gesagt habe, was ich eigentlich sagen wollte. Also jetzt m\u00f6chte ich hinzuf\u00fcgen, was ich das vorige Mal nicht sagen konnte.<\/p>\n<p>Und das ist die Frage die wir haben, was ist nun eigentlich wirklich der Fall mit diesem Virus, nat\u00fcrlich nicht so einfach zu beatworten ist. Ich m\u00f6chte auch gar nicht sagen, dieses Virus ist wirklich schlimm, oder es ist wirklich nicht schlimm. Ich habe den Eindruck, dass wir zuerst noch etwas weiter zur\u00fcckgehen m\u00fcssen zur Frage, was ist \u00fcberhaupt ein Virus.<\/p>\n<p>Ich habe f\u00fcr viele Jahre als Allgemeinarzt gearbeitet und da war es so, dass wenn ein Patient kam mit Symptomen, die darauf hinwiesen, dass vielleicht eine Harnwegentz\u00fcndung da war, dann hatten wir gelernt, dass man dann ein bisschen Urin untersucht, nachdem es in einer Zentrifuge gedreht worden ist, dann bekommt man ein Sediment, das Sediment geht unter einem Gl\u00e4schen, auf einem Gl\u00e4schen und dann unter das Lichtmikroskop. Und wenn der Patient gesund ist, dann sieht man eigentlich nur Wasser, vielleicht noch mit etwas Kristallformen darin und vielleicht auch noch hier und dort eine Zelle. Aber wenn da eine Infektion ist, dann findet man viele wei\u00dfe Blutk\u00f6rperchen, Leukozyten. Und dazwischen befinden sich dann gro\u00dfe Anzahlen von sich bewegenden kleinen Wesenchen, St\u00e4bchen meistens. Und das sind dann die Bakterien, die sieht man wirklich. Und wenn man sie weiter entwickelt, dann werden sie immer mehr und mehr, wenn man zum Beispiel den Urin aufbewahrt, dann werden es immer mehr und mehr und dann kann es, wenn man es dann noch mal untersucht ganz voll damit sein. Aber man sieht die Bakterien. Und das ist eine klare und deutliche Diagnose, die man dann hat<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter ist es so geworden, dass die Untersuchung mit einem Sediment eigentlich zu viel Arbeit war und man fand, dass diese Bakterien auch Stoffe abscheiden und die kann man dann mit einem einfachen Stick auch finden. Die Bakterien die scheiden Nitrit aus und das kann man dann einfach durch etwas in den Urin einzutauchen finden, dass das da ist, und dann wei\u00df man, h\u00f6chst wahrscheinlich ist hier eine Harnweginfektion, aber es ist nicht mehr so sicher selbstverst\u00e4ndlich, als wenn man mit eigenen Augen sieht, dass die Bakterien da sind. Es ist schon eine Stufe weiter.<\/p>\n<p>Und es war immer so, dass, wir haben nat\u00fcrlich schon immer viel mit Infektionen durch Viren zu tun gehabt, aber wir hatten den Eindruck bekommen, so wurde es uns gelernt, man kann ein Virus nicht sichtbar machen, nicht so wie eine Bakterie. Man muss, wenn man eine Virusinfektion diagnostiziert, das eigentlich mehr oder weniger auf dem Symptomkomplex tun und nicht so sehr auf, dass man die Vieren wirklich sieht.<\/p>\n<p>Manchmal ist es dann doch m\u00f6glich, dass man die Antik\u00f6rper, dass man die anzeigt, und dann wei\u00df man, die Abwehr ist aktiv, und man wei\u00df dieses Virus hat bei diesem Patient eine Infektion verursacht. Also so ungef\u00e4hr ist dies bei \u00e4lteren \u00c4rzten in der Erinnerung da. Bakterien sind mit dem Auge sichtbar, Viren nicht.<\/p>\n<p>Aber es gibt nat\u00fcrlich moderne Techniken und dadurch kann man die Viren jetzt wohl sichtbar machen und das geht dann mit einem Elektronenmikroskop.<\/p>\n<p>Aber es ist wichtig, und deshalb erz\u00e4hle ich diese ganze Geschichte, es ist wichtig, dass wir uns bewusst sind, dass ein Elektronenmikroskop nicht direkt sichtbar macht, so wie ein Lichtmikroskop das tut. Das Lichtmikroskop vergr\u00f6\u00dfert und wir k\u00f6nnen mit dem Auge dann anschauen, was wir mit dem blo\u00dfen Auge nicht k\u00f6nnen. Aber ein Elektronenmikroskop vergr\u00f6\u00dfert viel viel viel viel mehr, aber das Bild, was dann erscheint, das ist nicht ein direktes Bild, das ist ein Bild, das entsteht durch Ma\u00dfnahmen, die genommen worden sind, wodurch etwas, was ganz klein ist, dann doch abgebildet werden kann und es ist eigentlich eine Art von \u00dcbersetzung. Und dasjenige, was man dann sieht, ist also nicht dasjenige was urspr\u00fcnglich da ist, denn das kann man wirklich nicht sehen, aber man sieht etwas, was eine \u00dcbersetzung davon ist. Und obwohl man nat\u00fcrlich dann darauf vertrauen muss, dass diese \u00dcbersetzung eine wahrhaftige, eine richtige ist, bleibt doch eine Art von finsterem Abgrund, zwischen der Wirklichkeit und zwischen demjenigen, was wir dann letztendlich anschauen.<\/p>\n<p>Ich habe dabei immer den Eindruck, dass wir als Menschen uns selbst dann doch einigerma\u00dfen \u00fcbersch\u00e4tzen. Das wurde in dem Altertum eigentlich in einer ganz komischen Weise deutlich und das wird beschrieben von Diogenes Laertios. Der beschreibt eine Vorlesung von Plato, der in dieser Vorlesung dazu kommt, eine Definition zu geben, von demjenigen, was ein Mensch eigentlich ist. Und da kamen sie dazu zu sagen, ein Mensch geht auf zwei Beinen und hat keine Feder. Und die Zuh\u00f6rer waren dar\u00fcber ganz enthusiastisch, die haben sogar applaudiert. Und ja, damit war eigentlich der Mensch definiert. Aber am n\u00e4chsten Tag kam ein Student, der auch Diogenes hie\u00df, aber das ist nicht der selbe, als derjenige, der es sp\u00e4ter geschrieben hat, Diogenes kam und der sagte, schau mal was ich hier habe! Und er zeigte ein gerupftes Huhn und sagte, dies ist der Mensch.<\/p>\n<p>Ja, so kann man sich irren, wenn man etwas sehr kompliziertes in zwei Merkmalen darstellen m\u00f6chte. Und was haben sie dann gemacht? Diogenes Laertios schreibt, sie haben dann hinzugef\u00fcgt: Und hat breite N\u00e4gel. Und damit ist dann die Definition komplett.<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich hilarisch. Aber ich denke, dass unsere Wissenschaft solche Vergleiche auch macht, es aber nicht bemerkt, es kommt nicht ein schlauer Diogenes hinein und zeigt, sieh mal wie ihr euch geirrt habt. Die Definition bliebt bestehen. Und wir sind nat\u00fcrlich als Menschen dann so gutgl\u00e4ubig, dass wir das \u00fcbernehmen. Nur kann man manchmal so eine \u00c4hnlichkeit sp\u00fcren mit der Definition vom Menschen durch Plato, der doch auch nicht der erste, der Beste ist.<\/p>\n<p>Das ist also, was f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Frage ist, was ist eigentlich ein Virus? Und wenn wir in die Geisteswissenschaft hinein versuchen zu untersuchen, ob da vielleicht Aussagen sind, was ein Virus ist, dann finden wir diese Aussage nicht, wir finden nur bestimmte Einsichten in das Wesen der Bakterien und man kann sich vorstellen, dass manche \u00dcbereinstimmung da ist, aber ein Virus ist doch noch etwas ganz anderes, als eine Bakterie, das ist wohl deutlich.<\/p>\n<p>Und ich glaube, dass wenn man gerne etwas tiefere Einsicht bekommen m\u00f6chte in diese Problematik, in die wir jetzt verwickelt sind, mit diesem COVID-19-Virus, dass es wichtig ist, dass wir uns noch einmal sehr intensiv die Frage stellen, was ist ein Virus \u00fcberhaupt. Denn, wenn wir verstehen wollen, was ein Virus uns tun kann, dann m\u00fcssen wir das doch verstehen. Und ich bin nat\u00fcrlich kein Virologe, die kann man viel sprechen h\u00f6ren, aber ich meine etwas anderes. Ich meine nicht die \u00e4u\u00dferliche Wissenschaft \u00fcber Viren, aber ich meine die Essenz einer Virus-Infektion, womit hat man es dann eigentlich zu tun. Das ist eigentlich meine erste Frage. Und eine Antwort ist nat\u00fcrlich dann nicht so leicht zu finden. Aber ich m\u00f6chte so gerne, dass viele Menschen die Idee bekommen, dass wir eigentlich gar nicht wissen, wor\u00fcber wir sprechen. Das m\u00fcsste doch eigentlich ein Bewusstsein sein, dass man \u00fcber diese erste Frage hin\u00fcber geht. Man kann sagen, ja, ein Virus existiert gar nicht, es ist alles Unsinn, das lese ich in bestimmten Artikel. Das ist die eine Seite. Und die andere Seite ist, dass man sagen kann, dieses Virus ist wirklich ein sehr gef\u00e4hrliches Virus. Beide Ansichten gehen davon aus, dass man wei\u00df, womit man es eigentlich zu tun hat. Und auch bei der World Health Organization hat immer wieder geklungen, wir wissen es eigentlich nicht. Aber dann geht es dar\u00fcber, dass man nicht wirklich wei\u00df, was dieses Virus wirklich ist. Aber die erste Frage ist doch, was sind eigentlich Viren.<\/p>\n<p>Das ist das eine, was das vorige Mal mehr oder weniger stecken geblieben ist. Und das andere, das ist dann dass man nat\u00fcrlich viel Videos schaut und Interviews h\u00f6rt, und Zeitungen liest und versucht so ein wenig auf der H\u00f6he der Information zu bleiben, von allen Seiten, was nicht immer so erfreulich ist, um zu tun, und ab und zu kommt dann etwas, was wirklich frappiert.<\/p>\n<p>Das vorige Mal habe ich gesprochen \u00fcber die Zahlen und die Voraussagen f\u00fcr den Herbst. Dieses Mal m\u00f6chte ich sagen, dass ich ein Radiointervieuw geh\u00f6rt habe mit einem Gelehrten, und diese Gelehrte, es war eine Dame und die sprach \u00fcber Kommunikationstechnik. Sie advisiert den Minister der Gesundheit in den Niederlanden \u00fcber die Ma\u00dfnahmen, ist eine der vielen Adviseure. Und sie kam mit einer f\u00fcr mich ganz neuen Methode. Man w\u00fcrde sagen, wenn man in einer Krise ist, mit einer ernsten Situation zu tun hat, was noch die Frage ist, aber da gehen wir davon aus, sie geht davon aus, dann muss man eigentlich daf\u00fcr sorgen, dass die B\u00fcrger, das Volk versteht, wie ernst die Situation ist. Und durch dieses Verst\u00e4ndnis dann dazu bereit ist die Ma\u00dfnahmen, die dann streng sind auch zu akzeptieren und zu befolgen. Das w\u00fcrde ich sagen ist eine redliche Aufforderung.<\/p>\n<p>Aber nun kam sie mit einer ganz anderen Ann\u00e4herung der Situation und sagte, die Menschen m\u00fcssen auch fazilitiert<u><\/u>werden, sie m\u00fcssen dazu gebracht werden, dass sie einsehen, dass die Lage ernst ist. Und wie tut man das, nicht dadurch, dass man auseinandersetzt, wie ernst es ist, aber man tut das dadurch, dass man die strengsten Ma\u00dfnahmen verk\u00fcndet, darauf besteht, dass sie ausgef\u00fchrt werden und dann darf man erwarten, dass dadurch die B\u00fcrger letztendlich einsehen, dass die Lage ernst ist.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wie das Ihnen geht, wenn man so etwas h\u00f6rt. Da ist die menschliche Einsicht eigentlich ganz ausgeschaltet und man ist kein m\u00fcndiger B\u00fcrger mehr, sondern ein Kind geworden, dass zu Gehorsam erzogen werden muss, dadurch, dass es die strengsten Ma\u00dfnahmen auferlegt bekommt und dadurch einfach lernt, wie ernst die Situation ist. Praktisch bedeutet das, und das haben wir nat\u00fcrlich in den vergangenen Monaten auch viel geh\u00f6rt, die Maskenpflicht ist auch brauchbar, wenn man wei\u00df, dass es kein Sinn hat, denn dadurch, dass man die Maskenpflicht einf\u00fchrt, erzieht man das Volk dazu, dass es endlich mal einsieht, wie ernst die Situation ist.<\/p>\n<p>Mich emp\u00f6rt so etwas wirklich. Wir sind dann nicht mehr m\u00fcndige B\u00fcrger, aber wir sind Kinder geworden und in den Niederlanden sagt man, wer nicht h\u00f6ren will, muss f\u00fchlen.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Mal weiter.<\/p>\n<p><em><strong>Wahrnemung und Wahrheit Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Rolle spielt die Wahrnehmung mit den Sinnen, um die Bedeutung eines Mikroorganismus zu finden? Wahrnehmung eines Bakteriums und Wahrnehmung eines Virus. Die Definition des Menschen bei Platon. 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