{"id":7167,"date":"2019-10-09T00:00:00","date_gmt":"2019-10-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/befruchtung\/"},"modified":"2025-04-08T17:14:09","modified_gmt":"2025-04-08T15:14:09","slug":"befruchtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/befruchtung\/","title":{"rendered":"Befruchtung"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>'Der Umstand, da\u00df das Ich durch Freiheit sich in T\u00e4tigkeit versetzen kann, macht es ihm m\u00f6glich, aus sich heraus durch Selbstbestimmung die Kategorie des Erkennens zu realisieren, w\u00e4hrend in der \u00fcbrigen Welt die Kategorien sich durch objektive Notwendigkeit mit dem ihnen kor-respondierenden Gegebenen verkn\u00fcpft erweisen. Das Wesen der freien Selbstbestimmung zu untersuchen, wird die Aufgabe einer auf unsere Erkenntnistheorie gest\u00fctzten Ethik und Metaphysik sein. Diese werden auch die Frage zu er\u00f6rtern haben, ob das Ich auch noch andere Ideen au\u00dfer der Erkenntnis zu realisieren vermag. Da\u00df die Realisierung des Erkennens durch Freiheit geschieht, geht aber aus den oben gemachten Anmerkungen bereits klar hervor. Denn wenn das unmittelbar Gegebene und die dazugeh\u00f6rige Form des Denkens durch das Ich im Erkenntnisproze\u00df vereinigt werden, so kann die Vereinigung der sonst immer getrennt im Bewu\u00dftsein verbleibenden zwei E<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/1f72783aef3531325de07d6841296d34.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nRudolf Steiner:<br \/>\n&#8218;Der Umstand, da\u00df das Ich durch Freiheit sich in T\u00e4tigkeit versetzen kann, macht es ihm m\u00f6glich, aus sich heraus durch Selbstbestimmung die Kategorie des Erkennens zu realisieren, w\u00e4hrend in der \u00fcbrigen Welt die Kategorien sich durch objektive Notwendigkeit mit dem ihnen kor-respondierenden Gegebenen verkn\u00fcpft erweisen. Das Wesen der freien Selbstbestimmung zu untersuchen, wird die Aufgabe einer auf unsere Erkenntnistheorie gest\u00fctzten Ethik und Metaphysik sein. Diese werden auch die Frage zu er\u00f6rtern haben, ob das Ich auch noch andere Ideen au\u00dfer der Erkenntnis zu realisieren vermag. Da\u00df die Realisierung des Erkennens durch Freiheit geschieht, geht aber aus den oben gemachten Anmerkungen bereits klar hervor. Denn wenn das unmittelbar Gegebene und die dazugeh\u00f6rige Form des Denkens durch das Ich im Erkenntnisproze\u00df vereinigt werden, so kann die Vereinigung der sonst immer getrennt im Bewu\u00dftsein verbleibenden zwei Elemente der Wirklichkeit nur durch einen Akt der Freiheit geschehen.&#8216; (GA3)<\/p>\n<p>Hier wird ein anderer Weg, um zu einer Substanz, zur Materie des Denkens zu gelangen, beschrieben. Es ist nicht eine Beschreibung einer bereits vollendeten Tat, es ist die Beschreibung einer Aufgabe, die jeder Mensch selbst erf\u00fcllen k\u00f6nnte. Was ist mit dieser freien Selbstbestimmung gemeint? Hier folgt der Anfang einer Antwort, in der Form eines Zitats von Rudolf Steiner:<br \/>\n&#8218;Aus einer Weisheit heraus, die nicht in ihm ist, arbeitet der Mensch an sich. Diese Weisheit ist m\u00e4chtiger, umfassender als alle sp\u00e4tere bewu\u00dfte Weisheit. Diese h\u00f6here Weisheit verdunkelt sich f\u00fcr die menschliche Seele, welche dann daf\u00fcr die Bewu\u00dftheit eintauscht. Sie wirkt aus der geistigen Welt heraus tief in die K\u00f6rperlichkeit herein, so da\u00df der Mensch durch sie sein Gehirn aus dem Geiste heraus formen kann. Nicht mit Unrecht darf gesagt werden, von einem Kinde kann auch der Weiseste lernen. Denn was an dem Kinde arbeitet, ist die Weisheit, die dann sp\u00e4ter nicht in das Bewu\u00dftsein eintritt, und durch welche der Mensch etwas wie einen \u00abTelephonanschlu\u00df\u00bb nach den geistigen Wesenheiten hat, in deren Welt er sich zwischen dem Tode und einer neuen Geburt befindet. Von dieser Welt str\u00f6mt noch etwas ein in die kindliche Aura, und der Mensch ist da unmittelbar als einzelnes Wesen unterstehend der F\u00fchrung der ganzen geistigen Welt, zu welcher er geh\u00f6rt. Die geistigen Kr\u00e4fte aus dieser Welt str\u00f6men in das Kind noch ein. Sie h\u00f6ren auf einzustr\u00f6men in dem Zeitpunkte, bis zu dem die normale R\u00fcckerinnerung geht. Diese Kr\u00e4fte sind es, die den Menschen f\u00e4hig machen, sich in ein bestimmtes Verh\u00e4ltnis zur Schwerkraft zu bringen. Sie sind es auch, die seinen Kehlkopf formen, die sein Gehirn so bilden, da\u00df es ein lebendiges Werkzeug f\u00fcr Gedanken-, Empfindungs- und Willensausdruck wird.<\/p>\n<p>Was nun in allerh\u00f6chstem Ma\u00dfe in der Kindheit vorhanden ist, da\u00df der Mensch aus einem Selbst heraus arbeitet, das noch mit h\u00f6heren Welten in unmittelbarem Zusammen-hange steht, das bleibt bis zu einem gewissen Grade doch im sp\u00e4teren Leben bestehen, trotzdem sich die Verh\u00e4ltnisse im angegebenen Sinne \u00e4ndern. Wenn man in einem sp\u00e4teren Lebensabschnitt f\u00fchlt: man habe dies oder jenes vor Jahren getan oder gesagt, was man erst jetzt verstehen lernt, so hat man eben fr\u00fcher aus einer h\u00f6heren Weisheit heraus sich f\u00fchren lassen. Und erst nach Jahren ist man dazu gelangt, die Einsicht in die Gr\u00fcnde zu besitzen, nach denen man sich verhalten hat. Aus all dem kann man f\u00fchlen, wie man unmittelbar nach der Geburt noch nicht so ganz entlaufen war der Welt, in welcher man vor dem Eintreten in das physische Dasein war, und wie man ihr ganz eigentlich niemals entlaufen kann. Es tritt das, was man als seinen Anteil an h\u00f6herer Geistigkeit hat, in das physische Leben herein und folgt einem. Oft ist es so, da\u00df man f\u00fchlt: Was in einem gelegen ist, ist nicht nur ein h\u00f6heres Selbst, das nach und nach ausgebildet werden soll, sondern es ist etwas, was schon da ist und einen dazu bringt, da\u00df man so oft \u00fcber sich selber hinausw\u00e4chst.<\/p>\n<p>Alles was der Mensch hervorbringen kann an Idealen, an k\u00fcnstlerischem Schaffen, aber auch alles, was er hervorbringen kann an naturgem\u00e4\u00dfen Heilkr\u00e4ften im eigenen Leibe, durch die ein fortw\u00e4hrendes Ausgleichen der Sch\u00e4digungen des Lebens eintritt, alles das kommt nicht von dem gew\u00f6hnlichen Verstande, sondern von den tieferen Kr\u00e4ften, die in den ersten Jahren arbeiten an unserer Orientierung im Raum, an der Pr\u00e4gung des Kehlkopfes und am Gehirn. Denn es sind dieselben Kr\u00e4fte sp\u00e4ter noch im Menschen. Wenn oftmals bei Lebenssch\u00e4digungen gesagt wird, \u00e4u\u00dfere Kr\u00e4fte k\u00f6nnen uns nicht helfen, es mu\u00df unser Organismus die in ihm liegenden Heilkr\u00e4fte aus sich entwickeln, so hat man ja auch eine im Menschen vorhandene weisheitsvolle Wirkung im Auge. Und weiter kommen aus derselben Quelle auch die besten Kr\u00e4fte, durch welche man zur Er-kenntnis der geistigen Welt gelangt, das hei\u00dft zu einem wahren Hellsehertum.&#8216; (GA 15)<br \/>\nWir k\u00f6nnen ahnen, dass die freie Selbstbestimmung des Ich die Ber\u00fchrung, die Befruchtung des Ego-Ich durch die tieferen Kr\u00e4ften ist, die hier beschrieben werden; dass das Ich ber\u00fchrt wird durch das wahre Wesen des Ich, das in das Erdenleben nicht mitkommen kann, das als ein Zuschauer stehen bleibt von demjenigen Augenblick an, in dem wir anfangen, &#8218;ich&#8216; zu uns zu sagen.<\/p>\n<p>Jeder Akt der Erkenntnis ist ein Schritt in dieser Ber\u00fchrung. Aber der Begriff, die Kategorie der Erkenntnis und der Begriff der freien moralischen Ideale sind die heilige Realisierung dieser Ber\u00fchrung der beiden Seiten des Ich.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Zoekhetlicht.jpg\" alt=\"Mieke Mosmuller\" width=\"350\" height=\"236\" \/><em><strong>Befruchtung Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was nun in allerh\u00f6chstem Ma\u00dfe in der Kindheit vorhanden ist, da\u00df der Mensch aus einem Selbst heraus arbeitet, das noch mit h\u00f6heren Welten in unmittelbarem Zusammen-hange steht, das bleibt bis zu einem gewissen Grade doch im sp\u00e4teren Leben bestehen, trotzdem sich die Verh\u00e4ltnisse im angegebenen Sinne \u00e4ndern. Wenn man in einem sp\u00e4teren Lebensabschnitt f\u00fchlt: man habe dies oder jenes vor Jahren getan oder gesagt, was man erst jetzt verstehen lernt, so hat man eben fr\u00fcher aus einer h\u00f6heren Weisheit heraus sich f\u00fchren lassen. Und erst nach Jahren ist man dazu gelangt, die Einsicht in die Gr\u00fcnde zu besitzen, nach denen man sich verhalten hat. Aus all dem kann man f\u00fchlen, wie man unmittelbar nach der Geburt noch nicht so ganz entlaufen war der Welt, in welcher man vor dem Eintreten in das physische Dasein war, und wie man ihr ganz eigentlich niemals entlaufen kann. Es tritt das, was man als seinen Anteil an h\u00f6herer Geistigkeit hat, in das physische Leben herein und folgt einem. Oft ist es so, da\u00df man f\u00fchlt: Was in einem gelegen ist, ist nicht nur ein h\u00f6heres Selbst, das nach und nach ausgebildet werden soll, sondern es ist etwas, was schon da ist und einen dazu bringt, da\u00df man so oft \u00fcber sich selber hinausw\u00e4chst.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4947,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7167","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7167"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7167\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7823,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7167\/revisions\/7823"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4947"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}