{"id":7171,"date":"2016-02-10T00:00:00","date_gmt":"2016-02-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/der-zusammenschluss-in-der-unendlichkeit\/"},"modified":"2025-04-14T12:20:33","modified_gmt":"2025-04-14T10:20:33","slug":"der-zusammenschluss-in-der-unendlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/der-zusammenschluss-in-der-unendlichkeit\/","title":{"rendered":"Der Zusammenschluss in der Unendlichkeit"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Ich zitiere Rudolf Steiner, \u00fcber die Lehre des Zarathustra: 'Nun  blieb aber diese Lehre durchaus nicht etwas Abstraktes, im Gegenteil,  sie wurde etwas ganz Konkretes. Es ist f\u00fcr das heutige Zeitalter, selbst  wenn die Menschen ein gewisses Gef\u00fchl f\u00fcr das Geistige haben, das  hinter dem Sinnlichen steht, schon recht schwer begreiflich zu machen,  wie eine wirklich geisteswissenschaftliche Weltanschauung nicht nur eine  einheitliche zentrale Geistesmacht braucht. Wie wir aber die einzelnen  Naturkr\u00e4fte unterscheiden m\u00fcssen - W\u00e4rme, Licht, chemische Kr\u00e4fte und so  weiter -, so m\u00fcssen wir auch in der Welt des Geistigen nicht blo\u00df einen  einheitlichen Geist unterscheiden, der wahrhaftig dadurch nicht  geleugnet wird, sondern geistige Unterkr\u00e4fte, geistige \u00abHilfskr\u00e4fte\u00bb,  deren Gebiet dann enger umgrenzt ist als das Gebiet des allumfassenden  Geistes. So unterschied denn auch Zarathustra von diesem allumfassend<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/73c9a01b63d4c448a11bc64b09dbdd34.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nIch zitiere Rudolf Steiner, \u00fcber die Lehre des Zarathustra:<\/p>\n<p>&#8218;Nun blieb aber diese Lehre durchaus nicht etwas Abstraktes, im Gegenteil, sie wurde etwas ganz Konkretes. Es ist f\u00fcr das heutige Zeitalter, selbst wenn die Menschen ein gewisses Gef\u00fchl f\u00fcr das Geistige haben, das hinter dem Sinnlichen steht, schon recht schwer begreiflich zu machen, wie eine wirklich geisteswissenschaftliche Weltanschauung nicht nur eine einheitliche zentrale Geistesmacht braucht. Wie wir aber die einzelnen Naturkr\u00e4fte unterscheiden m\u00fcssen &#8211; W\u00e4rme, Licht, chemische Kr\u00e4fte und so weiter -, so m\u00fcssen wir auch in der Welt des Geistigen nicht blo\u00df einen einheitlichen Geist unterscheiden, der wahrhaftig dadurch nicht geleugnet wird, sondern geistige Unterkr\u00e4fte, geistige \u00abHilfskr\u00e4fte\u00bb, deren Gebiet dann enger umgrenzt ist als das Gebiet des allumfassenden Geistes. So unterschied denn auch Zarathustra von diesem allumfassenden Ormuzd sozusagen die Diener, die dienenden geistigen Wesenheiten des Ormuzd. Bevor wir aber zu diesen dienenden geistigen Wesenheiten heruntersteigen, wollen wir noch auf eines aufmerksam machen, darauf n\u00e4mlich, da\u00df diese Zarathustra-Anschauung nicht etwa ein blo\u00dfer Dualismus ist, eine blo\u00dfe Zwei-Welten-Lehre, eine Lehre von der Welt des Ormuzd und der Welt des Ahriman; sondern sie ist schon eine Lehre davon, da\u00df diesen zwei Weltenstr\u00f6mungen etwas Einheitliches zugrunde liegt, eine einheitliche Macht, aus der wieder hervorgeht sowohl das Reich des Lichtes wie das Reich des Schattens, das Reich des Ormuzd wie das des Ahriman. Es ist nun sehr schwierig, einen Begriff davon hervorzurufen, was Zarathustra als das Einheitliche hinter Ormuzd und Ahriman ansah, von dem uns schon die griechischen Schriftsteller sagten, da\u00df die alten Perser es als das in Einheitlichkeit Lebende verehrten, und was Zarathustra nannte \u00abZeruane akarene\u00bb, das ist, was hinter dem Licht steht. Wodurch k\u00f6nnen wir uns einen Begriff f\u00fcr das schaffen, was Zarathustra und die Zarathustra-Lehre unter \u00abZeruane akarene\u00bb oder \u00abZaruana akarana\u00bb versteht?<\/p>\n<p>Denken wir uns einmal den Verlauf der Entwickelung. Wir m\u00fcssen uns vorstellen, da\u00df die Entwickelung gegen die Zukunft hin so verl\u00e4uft, da\u00df die Wesen immer vollkommener und vollkommener werden, so da\u00df wir, wenn wir in die Zukunft blicken, immer mehr und mehr den Schein des Lichtreiches, des Ormuzd, sehen. Wenn wir in die Vergangenheit den Blick richten, sehen wir, wie da die Kr\u00e4fte liegen, welche mit der Zeit v\u00f6llig aufh\u00f6ren m\u00fcssen, die besiegt werden m\u00fcssen, so da\u00df wir da in die dem Ormuzd gegnerischen Kr\u00e4fte, in die ahrimanischen Kr\u00e4fte herein-blicken. Nun hat man sich vorzustellen, da\u00df dieser Blick sowohl in die Zukunft wie in die Vergangenheit zu demselben Punkte f\u00fchrt. Das ist eine Vorstellung, die f\u00fcr den heutigen Menschen au\u00dferordentlich schwer zu vollziehen ist. Denken wir uns dazu einen Kreis: wenn wir von dem untersten Punkte nach der einen Seite gehen, kommen wir zu dem gegen\u00fcberliegenden Punkte oben; wenn wir nach der andern Seite gehen, kommen wir ebenfalls zu demselben Punkte. Nehmen wir den Kreis gr\u00f6\u00dfer, so m\u00fcssen wir einen weiteren Weg machen, und der Bogen wird dadurch flacher und flacher. Nun k\u00f6nnen wir den Kreis immer gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer machen, dann ist das Ende, da\u00df die Kreislinie zuletzt eine Gerade wird: dann geht der Weg nach der einen Seite in die Unendlichkeit und nach der anderen Seite auch. Aber kurz vorher, wenn wir nicht so weit gehen, wenn wir den Kreis nicht so gro\u00df machten, dann w\u00fcrden wir, wenn wir nach der einen Seite wie nach der andern Seite gingen, zu einem und demselben Punkte kommen. Warum sollte nun, wenn der Kreis so flach wird, da\u00df seine Linie eine Gerade wird, nicht dasselbe gelten? Dann mu\u00df der eine Punkt in der Unendlichkeit der gleiche sein wie der auf der anderen Seite. Und wenn man nur lange genug den Atem halten k\u00f6nnte, m\u00fc\u00dfte man nach der einen Seite gehen k\u00f6nnen und auf der andern Seite zur\u00fcckkommen. Das hei\u00dft: es liegt f\u00fcr eine die Unendlichkeit ergreifende Vorstellung eine Linie zugrunde, die nach beiden Seiten ins Unendliche verl\u00e4uft, die aber eigentlich eine Kreislinie ist.<\/p>\n<p>Was ich Ihnen jetzt als eine Abstraktion vor Augen gef\u00fchrt habe, das liegt in der Zarathustra-Anschauung dem zugrunde, was er mit Zaruana akarana meinte. Wir blicken auf der einen Seite &#8211; der Zeit nach &#8211; in die Zukunft hinein, auf der andern Seite in die Vergangenheit; aber die Zeit schlie\u00dft sich zum Kreise, nur liegt dieser Zusammenschlu\u00df erst in der Unendlichkeit. Und dieser sich selbst findenden Schlange der Ewigkeit &#8211; die dargestellt werden kann durch die Schlange, die sich selbst in ihren Schwanz bei\u00dft &#8211; ist sowohl die Kraft des Lichtes einverwoben, die uns immer heller und heller leuchtet, wenn wir nach der einen Seite blicken, wie auch die Kraft der Finsternis, die uns nach der andern Seite immer dunkler und dunkler scheint. Und wenn wir selbst mitten drinnen stehen, haben wir selbst Licht und Schatten &#8211; Ormuzd und Ahriman &#8211; durcheinandergemischt. Alles ist einverwoben dem sich selbst findenden, unendlichen Strome der Zeit: Zaruana akarana.<\/p>\n<p>&#8230;<br \/>\nNun sah Zarathustra hinter dem, was in der Sinneswelt ist, besonders in der Art, wie sich die Sterne innerhalb des Weltenraumes zu Gruppen zusammenf\u00fcgen, eine solche Zeichenschrift. Wie wir auf dem Papier die Buchstaben haben, so sah er in dem, was uns als die Sternenwelt im Raume umgibt, etwas wie die Buchstaben von den geistigen Welten, die zu uns sprechen. Und es bestand die Kunst, einzudringen in die geistige Welt und die Zeichen, die uns durch die Anordnung der Sterne gegeben sind, zu lesen, zu deuten, an der Bewegung und Anordnung der Sternenwelten die Art zu entziffern, wie die Geister drau\u00dfen ihre Taten des GeistErschaffens in den Raum schreiben. Das wurde f\u00fcr Zarathustra und seine Sch\u00fcler dasjenige, worauf es ihnen ankam.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEs ist der Tierkreis, der Zodiakus, eine in sich selbst zur\u00fcckkehrende Linie, ein Ausdruck f\u00fcr die in sich selbst zur\u00fcckkehrende Zeit. Im h\u00f6chsten Sinne des Wortes geht der eine Ast der Zeit nach der Zukunft, nach vorw\u00e4rts, der andere in die Vergangenheit, nach r\u00fcckw\u00e4rts. Was sp\u00e4ter der Tierkreis wurde, ist Zaruana akarana: die in sich selbst sich findende Zeitlinie, welche Ormuzd beschreibt, der Geist des Lichtes. Das ist der Ausdruck f\u00fcr die geistige T\u00e4tigkeit des Ormuzd. Die Bahn der Sonne durch die Tierkreisbilder ist der Ausdruck der T\u00e4tigkeit des Ormuzd, und Zaruana akarana hat sein Symbol im Tierkreis. Im Grunde genommen sind \u00abZaruana akarana\u00bb und \u00abZodiakus\u00bb dasselbe Wort so wie \u00abOrmuzd\u00bb und \u00abAhura Mazdao\u00bb. Einverwoben ist zweierlei in dem \u00abGehen durch den Tierkreis\u00bb: einmal ein gewisser Gang der Sonne im Hellen, wo sie im Sommer ihre vollen Kr\u00e4fte als Lichtkr\u00e4fte auf die Erde sendet, &#8211; aber auch ihre geistigen Kr\u00e4fte schickt sie uns aus dem Lichtreich des Ormuzd. Derjenige Teil des Tierkreises also, den Ormuzd w\u00e4hrend des Tages oder w\u00e4hrend des Sommers durchl\u00e4uft, zeigt uns, wie Ormuzd unbehindert von Ahriman wirkt; diejenigen Tierkreisbilder dagegen, die unter dem Horizont liegen, symbolisieren das Reich des Schattens das sozusagen Ahriman durchl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Wodurch dr\u00fcckt nun sowohl Ormuzd, der gedacht ist als der helle Teil des Tierkreises, des Zaruana akarana, und wodurch dr\u00fcckt Ahriman, der dunkle Teil des Tierkreises, die Art aus, wie sie auf die Erde wirken?<\/p>\n<p>Anders wirkt die Sonne des Morgens, anders am Mittag. Indem sie hinaufsteigt vom Widder bis zum Stier, indem sie wieder hinuntersteigt, wirken ihre Strahlen immer anders; anders wirken sie im Winter, anders im Sommer, von jedem Sternbild aus verschieden. So werden f\u00fcr Zarathustra die Wirkungen des Ormuzd von den verschiedenen Richtungen, die symbolisiert werden durch das Stehen der Sonne in den verschiedenen Sternbildern, das hei\u00dft die verschiedenen Richtungen der Ormuzd-Wirkungen, zum Ausdruck derjenigen geistigen Wesenheiten, die gleichsam die Diener, die S\u00f6hne des Ormuzd sind, die das ausf\u00fchren, was er anordnet: das sind die \u00abAmshaspands\u00bb oder \u00abAmesha-Spentas\u00bb, die gleichsam unterhalb des Ormuzd stehen und ihre Spezialt\u00e4tigkeit haben. W\u00e4hrend Ormuzd die ganze T\u00e4tigkeit des Lichtreiches hat, haben die Amshaspands die Spezialt\u00e4tigkeiten, die ausgedr\u00fcckt werden durch das Herleuchten der Sonne aus dem Widder, aus dem Stier, dem Krebs und so weiter. Die Ormuzd-Wirksamkeit kommt durch das volle Leuchten der Sonne durch alle hellen Tierkreisbilder &#8211; vom Widder bis zur Waage oder zum Skorpion &#8211; zum Ausdruck. So k\u00f6nnen wir weiter im Sinne des Zarathustra sagen: Ahriman wirkt gleichsam wie durch die Erde hindurch aus dem Finstern und hat da seine Diener, seine Amshaspands, die Gegner sind der guten Genien, welche dem Ormuzd zur Seite stehen. Zarathustra hat so in der Tat zw\u00f6lf verschiedene geistige Wesenheiten unterschieden, welche die Diener sind &#8211; auf der einen Seite sechs beziehungsweise sieben des Ormuzd, auf der andern Seite sechs beziehungsweise f\u00fcnf des Ahriman, die dann symbolisiert werden als gute oder b\u00f6se Genien oder Unter-geister, Amesha-Spentas, je nachdem die Sonne von den hellen oder von den dunklen Tierkreisbildern strahlt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nWas Zarathustra so &#8211; nicht in einer allgemeinen, abstrakten Weise, sondern ganz konkret &#8211; als die Welt durchorganisierend denkt: Ormuzd und Ahriman, hinter ihnen Zaruana akarana, dann die Amsbaspands, die guten und die b\u00f6sen, dann die Izeds, die Fravashis &#8211; was sind sie? Sie sind das, was die gro\u00dfe Welt, den Makrokosmos, durchgeistigt, was hinter allen sinnlich-physischen Wirkungen steht, was das Wesenhafte ist hinter dem, was uns scheinbar blo\u00df als \u00e4u\u00dferes Sinnliches erscheint. Der Mensch aber, wie er dasteht in der Welt, ist ein Abbild dieser gro\u00dfen Welt.<br \/>\n&#8230;<br \/>\nEs ist merkw\u00fcrdig, wie im Zarathustrismus durch seine Hingebung an die gro\u00dfen Erscheinungen des Makrokosmischen, der \u00e4u\u00dferen Welt, etwas zur\u00fccktritt, was fast in allen anderen, sich mehr an die Mystik anschlie\u00dfenden Kulturstr\u00f6mungen eine bedeutende Rolle spielt, auch in unserm Materialismus. Man fa\u00dfte den gro\u00dfen Gegensatz, der in der Welt doch immer wieder vorhanden war, so auf, da\u00df man als Symbol daf\u00fcr den Gegensatz des Geschlechtlichen &#8211; des M\u00e4nnlichen und des Weiblichen &#8211; nahm: so zum Beispiel indem man in den alten Religionssystemen, die auf mystischem Boden fu\u00dfen, den G\u00f6ttern G\u00f6ttinnen entgegenstellte f\u00fcr das, was als ein Gegensatz die Welt durchstr\u00f6mt. Im Zarathustrismus haben wir das Wunderbare, da\u00df er sich erhebt \u00fcber diese Anschauung, um die Urgr\u00fcnde der geistigen Wirksamkeit in einem andern Bilde sich zu denken: in dem Bilde des Guten, des Lichtvollen und des B\u00f6sen, des Schattenhaften. Daher die ungeheure Keuschheit des Zarathustrismus, die Erhabenheit, das Hinausgehen \u00fcber alle die Vorstellungen und Anschauungen, die wieder in unserer Zeit eine so h\u00e4\u00dfliche Rolle spielen, wenn man glaubt, die Anschauung des Menschen \u00fcber das geistige Leben vertiefen zu k\u00f6nnen. Wenn auch selbst noch die griechischen Schriftsteller sagen: es mu\u00dfte die h\u00f6chste Gottheit, um Ormuzd zu schaffen, auch Ahriman schaffen, damit er einen Gegensatz h\u00e4tte, so ist doch, indem Ahriman sich dem Ormuzd entgegenstellt, damit etwas gegeben, wie sich eine Urkraft der anderen entgegenstellt; was selbst noch im Hebr\u00e4ischen zum Ausdruck kommt, indem das B\u00f6se durch das Weib &#8211; durch Eva &#8211; in die Welt getreten ist. Nichts von dem, was die Welt durchlebt als das B\u00f6se, das durch einen Geschlechtsgegensatz in die Welt kommt, ist im Zarathustrismus zu finden. Was heute so h\u00e4\u00dflich bis in die Tagesliteratur unser ganzes Denken und F\u00fchlen durchstr\u00f6mt, was vieles so verh\u00e4\u00dflicht in bezug auf den Hauptwert bei Krankheits- und Gesundheitserscheinungen und was doch nicht die Hauptsachen des Lebens enth\u00e4lt, das wird \u00fcberwunden werden, wenn der Gegensatz von Ormuzd und Ahriman, der ein ganz anderer &#8211; ein heroischer gegen\u00fcber dem spie\u00dfb\u00fcrgerlichen ist, sich einmal als ein Ferment mit den Worten des Zarathustrismus in unsere Kultur einleben wird. Die Dinge gehen in der Welt ihren Weg &#8211; und nichts wird den Siegeslauf der Zarathustra-Anschauung aufhalten, die sich ja nach und nach auch einleben wird.&#8216; (GA 60, 1911\/01\/19)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Ouroboros_SMALL.jpg\" alt=\"Der Zusammenschluss in der Unendlichkeit\" \/><br \/>\nOuroboros als Bild f\u00fcr &#8218;Zaruana akarana&#8216;<em><strong>Der Zusammenschluss in der Unendlichkeit Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ich Ihnen jetzt als eine Abstraktion vor Augen gef\u00fchrt habe, das liegt in der Zarathustra-Anschauung dem zugrunde, was er mit Zaruana akarana meinte. Wir blicken auf der einen Seite &#8211; der Zeit nach &#8211; in die Zukunft hinein, auf der andern Seite in die Vergangenheit; aber die Zeit schlie\u00dft sich zum Kreise, nur liegt dieser Zusammenschlu\u00df erst in der Unendlichkeit. Und dieser sich selbst findenden Schlange der Ewigkeit &#8211; die dargestellt werden kann durch die Schlange, die sich selbst in ihren Schwanz bei\u00dft &#8211; ist sowohl die Kraft des Lichtes einverwoben, die uns immer heller und heller leuchtet, wenn wir nach der einen Seite blicken, wie auch die Kraft der Finsternis, die uns nach der andern Seite immer dunkler und dunkler scheint. Und wenn wir selbst mitten drinnen stehen, haben wir selbst Licht und Schatten &#8211; Ormuzd und Ahriman &#8211; durcheinandergemischt. Alles ist einverwoben dem sich selbst findenden, unendlichen Strome der Zeit: Zaruana akarana.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4903,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7171","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7171"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8078,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7171\/revisions\/8078"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4903"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}