{"id":7223,"date":"2015-01-14T00:00:00","date_gmt":"2015-01-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/ueber-das-boese\/"},"modified":"2025-04-22T13:45:01","modified_gmt":"2025-04-22T11:45:01","slug":"ueber-das-boese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/ueber-das-boese\/","title":{"rendered":"\u00dcber das B\u00f6se"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2> Unmittelbar nach dem 6. Januar wurde das Licht verfinstert durch die  Ereignisse in Paris. Diese rufen Fragen \u00fcber den Ursprung des B\u00f6sen  auf. Ich zitiere aus den Mysteriendramen von Rudolf Steiner, aus dem  zweiten Drama, neuntes Bild.\nDie Waldwiese wie im sechsten Bild. Joseph K\u00fchne, Frau K\u00fchne, deren Tochter Berta.   BERTA:\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0  Ich m\u00f6chte gar zu gerne, liebe Mutter, Aus deinem Munde die Geschichte h\u00f6ren, Von welcher Cilli fr\u00fcher \u00f6fter sprach. Du wei\u00dft ja alle M\u00e4rchen zu erz\u00e4hlen, Die unser lieber Vater von den Rittern Nach Hause bringt und welche viele Leute Mit gr\u00f6\u00dfter Freude immer gern vernehmen.  JOSEPH K\u00dcHNE: Die M\u00e4rchen sind ein wahrer Seelenschatz. Was sie dem Geiste geben, bleibt erhalten Noch \u00fcber unsern Tod hinaus und wird<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/f40065028f94699d1fa1661017d3bb38.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Unmittelbar nach dem 6. Januar wurde das Licht verfinstert durch die Ereignisse in Paris. Diese rufen Fragen \u00fcber den Ursprung des B\u00f6sen auf. Ich zitiere aus den Mysteriendramen von Rudolf Steiner, aus dem zweiten Drama, neuntes Bild.<\/p>\n<p>Die Waldwiese wie im sechsten Bild. Joseph K\u00fchne, Frau K\u00fchne, deren Tochter Berta.<\/p>\n<p>BERTA:<br \/>\nIch m\u00f6chte gar zu gerne, liebe Mutter,<br \/>\nAus deinem Munde die Geschichte h\u00f6ren,<br \/>\nVon welcher Cilli fr\u00fcher \u00f6fter sprach.<br \/>\nDu wei\u00dft ja alle M\u00e4rchen zu erz\u00e4hlen,<br \/>\nDie unser lieber Vater von den Rittern<br \/>\nNach Hause bringt und welche viele Leute<br \/>\nMit gr\u00f6\u00dfter Freude immer gern vernehmen.<\/p>\n<p>JOSEPH K\u00dcHNE:<br \/>\nDie M\u00e4rchen sind ein wahrer Seelenschatz.<br \/>\nWas sie dem Geiste geben, bleibt erhalten<br \/>\nNoch \u00fcber unsern Tod hinaus und wird<br \/>\nIn sp\u00e4tern Erdenleben Fr\u00fcchte bringen.<br \/>\nSie lassen uns das Wahre dunkel ahnen;<br \/>\nUnd aus der Ahnung machen unsre Seelen<br \/>\nErkenntnis, die uns n\u00f6tig ist im Leben.<br \/>\nJa, wenn die Leute nur verstehen k\u00f6nnten,<br \/>\nWas unsre Ritter ihnen alles schenken.<br \/>\nC\u00e4cilia und Thomas haben leider<br \/>\nF\u00fcr diese Dinge jetzt nur taube Ohren,<br \/>\nWeil sie die Weisheit anderswo empfangen.<\/p>\n<p>BERTA:<br \/>\nIch mochte heute die Geschichte h\u00f6ren,<br \/>\nDie von dem Guten und dem B\u00f6sen handelt.<\/p>\n<p>FRAU K\u00dcHNE:<br \/>\nIch will sie dir recht gern erz\u00e4hlen; h\u00f6re.<br \/>\nEs lebt&#8216; einmal ein Mann,<br \/>\nDer sann viel \u00fcber Weltendinge nach.<br \/>\nEs qu\u00e4lte sein Gehirn am meisten,<br \/>\nWenn er des B\u00f6sen Ursprung kennen wollte.<br \/>\nDa konnte er sich keine Antwort geben.<br \/>\n\u00abEs ist die Welt von Gott\u00bb, &#8211; so sagt&#8216; er sich,<br \/>\n\u00abUnd Gott kann nur das Gute in sich haben.<br \/>\nWie kommen b\u00f6se Menschen aus dem Guten?\u00bb<br \/>\nUnd immer wieder sann er ganz vergebens;<br \/>\nDie Antwort wollte sich nicht finden lassen.<br \/>\nDa traf es sich einmal, dass jener Gr\u00fcbler<br \/>\nAuf seinem Wege einen Baum erblickte,<br \/>\nDer im Gespr\u00e4che war mit einer Axt.<br \/>\nEs sagte zu dem Baume jene Axt:<br \/>\n\u00abWas dir zu tun nicht m\u00f6glich ist, ich kann es tun,<br \/>\nIch kann dich f\u00e4llen; du mich aber nicht.\u00bb<br \/>\nDa sagte zu der eitlen Axt der Baum:<br \/>\n\u00abVor einem Jahre nahm ein Mann das Holz,<br \/>\nWoraus er deinen Stiel verfertigt hat,<br \/>\nDurch eine andre Axt aus meinem Leib.\u00bb<br \/>\nUnd als der Mann die Rede hatt&#8216; geh\u00f6rt,<br \/>\nErstand in seiner Seele ein Gedanke,<br \/>\nDen er nicht klar in Worte bringen konnte,<br \/>\nDer aber volle Antwort gab der Frage:<br \/>\nWie B\u00f6ses aus dem Guten stammen kann.<\/p>\n<p>JOSEPH K\u00dcHNE:<br \/>\nBedenke die Geschichte, meine Tochter;<br \/>\nUnd sehen wirst du, wie Naturbetrachtung<br \/>\nErkenntnis schaffen kann im Menschenkopfe.<br \/>\nIch wei\u00df, wieviel ich mir erkl\u00e4ren kann,<br \/>\nWenn ich die M\u00e4rchen denkend weiterspinne,<br \/>\nDurch welche unsre Ritter uns belehren.<\/p>\n<p>BERTA:<br \/>\nIch bin f\u00fcrwahr ein recht einf\u00e4ltig Ding<br \/>\nUnd w\u00fcrde sicher nichts von dem verstehn,<br \/>\nWas kluge Leute mit gelehrten Worten<br \/>\nVon ihrer Wissenschaft erz\u00e4hlen k\u00f6nnen.<br \/>\nMir fehlt auch jeder Sinn f\u00fcr solche Dinge.<br \/>\nIch werde ganz verschlafen, wenn der Thomas<br \/>\nVon seinen Sachen uns berichten will.<br \/>\nDoch wenn mein lieber Vater seine M\u00e4rchen<br \/>\nVon unsrer Burg nach Hause bringt und oft<br \/>\nDurch viele Stunden seine eignen Worte<br \/>\nMit dem verbindet, was er uns erz\u00e4hlt,<br \/>\nSo h\u00f6r&#8216; ich gerne ohne Ende zu.<br \/>\nDie Cilli spricht gar oft vom frommen Sinn<br \/>\nDer mir nach ihrer Meinung fehlen soll.<br \/>\nIch f\u00fchle aber rechte Fr\u00f6mmigkeit,<br \/>\nWenn ich die M\u00e4rchen mir vor Augen stelle<br \/>\nUnd mich an ihnen herzlich freuen kann.<br \/>\n(Joseph K\u00fchne, Frau K\u00fchne und Berta gehen ab.)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Wodanseiken_Wolfheze.jpg\" alt=\"\u00dcber das B\u00f6se\" \/><br \/>\nWotanseichen in Wolfheze (J.J.Cremer, 1849)<br \/>\n<em><strong>\u00dcber das B\u00f6se Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unmittelbar nach dem 6. Januar wurde das Licht verfinstert durch die Ereignisse in Paris. Diese rufen Fragen \u00fcber den Ursprung des B\u00f6sen auf. 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