{"id":7247,"date":"2017-11-15T00:00:00","date_gmt":"2017-11-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/besprechung-des-aufsatzes-von-einzig-moegliche-kritik-der-atomistischen-begriffe-von-rudolf-steiner-aus-1882-teil-2\/"},"modified":"2025-04-10T13:17:53","modified_gmt":"2025-04-10T11:17:53","slug":"besprechung-des-aufsatzes-von-einzig-moegliche-kritik-der-atomistischen-begriffe-von-rudolf-steiner-aus-1882-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/besprechung-des-aufsatzes-von-einzig-moegliche-kritik-der-atomistischen-begriffe-von-rudolf-steiner-aus-1882-teil-2\/","title":{"rendered":"Besprechung des Aufsatzes von &#8218;Einzig m\u00f6gliche Kritik der atomistischen Begriffe&#8216; von Rudolf Steiner aus 1882. Teil 2."},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Im folgenden Teil des Aufsatzes 'Einzig m\u00f6gliche Kritik der atomistischen Begriffe' von Rudolf Steiner, wird das Prinzip der Erkenntnis, auf Erfahrung basierend, noch einmal klar formuliert. In diesem Aufsatz des sehr jungen Rudolf Steiners ist die wunderbare musikalische Komposition bereits da. Er pr\u00e4ludiert auf dem ersten Thema - welches diese Umkehrung der Position im Erkennen ist, setzend, dass die sinnlich wahrnehmbaren Objekte eine Form der im Innern anwesenden Begriffe sind, dass die letzteren also das Fundament bilden, und die ersteren eine andere Form davon sind, die wohl aber f\u00fcr das Erkennen notwendig sind - und kommt dann zu einer Wiederholung der pr\u00e4ludierenden T\u00f6ne, m\u00fcndend in eine erste gro\u00dfartige Ausf\u00fchrung des Themas, das die Erl\u00f6sung des vollkommenen Verstehens davon bringt.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/0d56ff09790f0cd92aaca389b936de83.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Im folgenden Teil des Aufsatzes &#8218;Einzig m\u00f6gliche Kritik der atomistischen Begriffe&#8216; von Rudolf Steiner, wird das Prinzip der Erkenntnis, auf Erfahrung basierend, noch einmal klar formuliert. In diesem Aufsatz des sehr jungen Rudolf Steiners ist die wunderbare musikalische Komposition bereits da. Er pr\u00e4ludiert auf dem ersten Thema &#8211; welches diese Umkehrung der Position im Erkennen ist, setzend, dass die sinnlich wahrnehmbaren Objekte eine Form der im Innern anwesenden Begriffe sind, dass die letzteren also das Fundament bilden, und die ersteren eine andere Form davon sind, die wohl aber f\u00fcr das Erkennen notwendig sind &#8211; und kommt dann zu einer Wiederholung der pr\u00e4ludierenden T\u00f6ne, m\u00fcndend in eine erste gro\u00dfartige Ausf\u00fchrung des Themas, das die Erl\u00f6sung des vollkommenen Verstehens davon bringt.<\/p>\n<p>Rudolf Steiner in dem folgenden Absatz des Aufsatzes:<br \/>\n&#8218;Daraus sieht man zugleich, wie unfruchtbar das Unternehmen w\u00e4re, \u00fcber die \u00e4u\u00dfere Welt ohne Hilfe der Wahrnehmung etwas ausmachen zu wollen. Wie kann man sich des Begriffes in Form der Anschauung bem\u00e4chtigen, ohne die Anschauung selbst zu vollbringen? <em>Erst, wenn man einsieht, da\u00df es Begriff und Idee ist, was die Wahrnehmung bietet, aber in wesentlich anderer Form als in der von allem empirischen Gehalt befreiten des reinen Denkens, und da\u00df diese Form das Ausschlaggebende ist, begreift man, da\u00df man den Weg der Erfahrung einschlagen mu\u00df.<\/em> Nimmt man aber an, es sei der Inhalt das Ma\u00dfgebende, dann kann der Behauptung, da\u00df derselbe Inhalt doch auch auf eine von aller Erfahrung unabh\u00e4ngige Weise erworben werden k\u00f6nne, nichts entgegengesetzt werden. Also Erfahrung mu\u00df wohl die Maxime der Naturphilosophie sein, <em>aber zugleich Erkenntnis des Begriffs in Form der \u00e4u\u00dferen Erfahrung.<\/em> Und hier ist es, wo die moderne Naturwissenschaft dadurch, da\u00df sie keinen klaren Begriff von Erfahrung suchte, auf Irrwege kam. An dieser Stelle wurde sie wiederholt angegriffen und ist auch leicht angreifbar. <em>Anstatt die Apriorit\u00e4t des Begriffes anzuerkennen und die Sinnenwelt nur als eine andere Form desselben aufzufassen, betrachtet sie denselben als blo\u00dfes Derivat der Au\u00dfenwelt, die ihr absolutes Prius ist. Die blo\u00dfe Form einer Sache wird so zur Sache selbst gestempelt.<\/em> Aus dieser Unklarheit der Begriffe geht der Atomismus, insoferne er materialistisch ist, hervor. Wir wollen hier denselben, gest\u00fctzt auf das Vorhergehende, einer sorgf\u00e4ltigen und der &#8211; wie ich glaube annehmen zu k\u00f6nnen &#8211; einzig m\u00f6glichen Kritik unterwerfen. (Hervorhebung MM).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Blog184.jpg\" alt=\"Mieke Mosmuller\" width=\"350\" \/><em><strong>Besprechung des Aufsatzes von &#8218;Einzig m\u00f6gliche Kritik der atomistischen Begriffe&#8216; von Rudolf Steiner aus 1882. Teil 2. Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im folgenden Teil des Aufsatzes &#8218;Einzig m\u00f6gliche Kritik der atomistischen Begriffe&#8216; von Rudolf Steiner, wird das Prinzip der Erkenntnis, auf Erfahrung basierend, noch einmal klar formuliert. In diesem Aufsatz des sehr jungen Rudolf Steiners ist die wunderbare musikalische Komposition bereits da. Er pr\u00e4ludiert auf dem ersten Thema &#8211; welches diese Umkehrung der Position im Erkennen ist, setzend, dass die sinnlich wahrnehmbaren Objekte eine Form der im Innern anwesenden Begriffe sind, dass die letzteren also das Fundament bilden, und die ersteren eine andere Form davon sind, die wohl aber f\u00fcr das Erkennen notwendig sind &#8211; und kommt dann zu einer Wiederholung der pr\u00e4ludierenden T\u00f6ne, m\u00fcndend in eine erste gro\u00dfartige Ausf\u00fchrung des Themas, das die Erl\u00f6sung des vollkommenen Verstehens davon bringt.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4651,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7247","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7247","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7247"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7247\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7948,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7247\/revisions\/7948"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4651"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7247"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7247"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7247"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}