{"id":7261,"date":"2016-02-17T00:00:00","date_gmt":"2016-02-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/das-boese-im-alten-testament-genesis-3-der-fall\/"},"modified":"2025-04-14T12:19:36","modified_gmt":"2025-04-14T10:19:36","slug":"das-boese-im-alten-testament-genesis-3-der-fall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/das-boese-im-alten-testament-genesis-3-der-fall\/","title":{"rendered":"Das B\u00f6se im Alten Testament Genesis 3 Der Fall"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr,  gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr  d\u00fcrft von keinem Baum des Gartens essen?   Die Frau entgegnete der  Schlange: Von den Fr\u00fcchten der B\u00e4ume im Garten d\u00fcrfen wir essen; nur  von den Fr\u00fcchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat  Gott gesagt: Davon d\u00fcrft ihr nicht essen und daran d\u00fcrft ihr nicht  r\u00fchren, sonst werdet ihr sterben.  Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.  Gott wei\u00df vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und B\u00f6se.  Da  sah die Frau, dass es k\u00f6stlich w\u00e4re, von dem Baum zu essen, dass der  Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm  von seinen Fr\u00fcchten und a\u00df; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war,  und auch er a\u00df.  Da gingen beiden die<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/837022bfa83f09eb6ca3079ecd8cc67e.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nDie Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr d\u00fcrft von keinem Baum des Gartens essen?<\/p>\n<p>Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Fr\u00fcchten der B\u00e4ume im Garten d\u00fcrfen wir essen; nur von den Fr\u00fcchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon d\u00fcrft ihr nicht essen und daran d\u00fcrft ihr nicht r\u00fchren, sonst werdet ihr sterben.<br \/>\nDarauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.<br \/>\nGott wei\u00df vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und B\u00f6se.<br \/>\nDa sah die Frau, dass es k\u00f6stlich w\u00e4re, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Fr\u00fcchten und a\u00df; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er a\u00df.<br \/>\nDa gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenbl\u00e4tter zusammen und machten sich einen Schurz.<br \/>\nAls sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten h\u00f6rten, versteckten sich Adam und seine Frau vor Gott, dem Herrn, unter den B\u00e4umen des Gartens.<br \/>\nGott, der Herr, rief Adam zu und sprach: Wo bist du?<br \/>\nEr antwortete: Ich habe dich im Garten kommen h\u00f6ren; da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.<br \/>\nDarauf fragte er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?<br \/>\nAdam antwortete: Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben und so habe ich gegessen.<br \/>\nGott, der Herr, sprach zu der Frau: Was hast du da getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verf\u00fchrt und so habe ich gegessen.<br \/>\nDa sprach Gott, der Herr, zur Schlange: Weil du das getan hast, bist du verflucht \/<br \/>\nunter allem Vieh und allen Tieren des Feldes. \/ Auf dem Bauch sollst du kriechen \/ und Staub fressen alle Tage deines Lebens.<br \/>\nFeindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, \/<br \/>\nzwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. \/ Er trifft dich am Kopf \/ und du triffst ihn an der Ferse.<br \/>\nZur Frau sprach er: Viel M\u00fchsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst. \/<br \/>\nUnter Schmerzen gebierst du Kinder. \/ Du hast Verlangen nach deinem Mann; \/ er aber wird \u00fcber dich herrschen.<br \/>\nZu Adam sprach er: Weil du auf deine Frau geh\u00f6rt und von dem Baum gegessen hast, von dem zu essen ich dir verboten hatte: So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen. \/<br \/>\nUnter M\u00fchsal wirst du von ihm essen \/ alle Tage deines Lebens.<br \/>\nDornen und Disteln l\u00e4sst er dir wachsen \/<br \/>\nund die Pflanzen des Feldes musst du essen.<br \/>\nIm Schwei\u00dfe deines Angesichts \/<br \/>\nsollst du dein Brot essen, \/ bis du zur\u00fcckkehrst zum Ackerboden; \/ von ihm bist du ja genommen. \/ Denn Staub bist du, zum Staub musst du zur\u00fcck.<br \/>\nAdam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.<br \/>\nGott, der Herr, machte Adam und seiner Frau R\u00f6cke aus Fellen und bekleidete sie damit.<br \/>\nDann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir; er erkennt Gut und B\u00f6se. Dass er jetzt nicht die Hand ausstreckt, auch vom Baum des Lebens nimmt, davon isst und ewig lebt!<br \/>\nGott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war.<br \/>\nEr vertrieb den Menschen und stellte \u00f6stlich des Gartens von Eden die Kerubim auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.<\/p>\n<p>Dieses Bild ist die Grundlage f\u00fcr die Idee des B\u00f6sen in der westlichen Kultur. Es scheint sehr deutlich zu sein, auch wenn es ein Bild ist, aber wenn wir den Text studieren, findet sich darin ein gro\u00dfes Mysterium. Die Schlange ist das wirklich verf\u00fchrende Wesen in diesem Bild, und es wird nicht deutlich, wer dieses Wesen eigentlich ist. Dass es eine Schlange ist, muss eine tiefe imaginative Bedeutung haben. Diese Schlange hat eine Form von Weisheit, die dem Willen Gottes entgegengesetzt ist, und die Schlange will, dass der Mensch an ihrer Weisheit teilhat und dass sich seine Augen \u00f6ffnen, damit eine von Gott unabh\u00e4ngige Erkenntnis von Gut und B\u00f6se m\u00f6glich ist. Im Garten Eden hatte der Mensch kein Bewusstsein von Gut und B\u00f6se. Nun kommt die Verf\u00fchrung, die Weisheit zu entdecken, die damit zusammenh\u00e4ngt, wodurch sich die physischen Augen \u00f6ffnen. Dies bedeutet, dass die Augen sich auch f\u00fcr das Prinzip von Gut und B\u00f6se in Gottes Sch\u00f6pfung \u00f6ffnen. Undeutlich bleibt, wo das B\u00f6se seinen Ursprung findet \u2013 es ist einfach da.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns einmal bewusst machen, was in unserem 21. Jahrhundert aus dieser Weisheit geworden ist; wir k\u00f6nnen mindestens f\u00fchlen, wie weit die Menschheit vom Garten Eden abgeirrt ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Blog94.jpg\" alt=\"Das B\u00f6se im Alten Testament Der Fall Genesis 3\" \/><br \/>\nL&#8217;arbre de ci\u00e8ncia, 1505.<em><strong>Das B\u00f6se im Alten Testament Genesis 3 Der Fall Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses Bild ist die Grundlage f\u00fcr die Idee des B\u00f6sen in der westlichen Kultur. Es scheint sehr deutlich zu sein, auch wenn es ein Bild ist, aber wenn wir den Text studieren, findet sich darin ein gro\u00dfes Mysterium. Die Schlange ist das wirklich verf\u00fchrende Wesen in diesem Bild, und es wird nicht deutlich, wer dieses Wesen eigentlich ist. Dass es eine Schlange ist, muss eine tiefe imaginative Bedeutung haben. Diese Schlange hat eine Form von Weisheit, die dem Willen Gottes entgegengesetzt ist, und die Schlange will, dass der Mensch an ihrer Weisheit teilhat und dass sich seine Augen \u00f6ffnen, damit eine von Gott unabh\u00e4ngige Erkenntnis von Gut und B\u00f6se m\u00f6glich ist. Im Garten Eden hatte der Mensch kein Bewusstsein von Gut und B\u00f6se. Nun kommt die Verf\u00fchrung, die Weisheit zu entdecken, die damit zusammenh\u00e4ngt, wodurch sich die physischen Augen \u00f6ffnen. Dies bedeutet, dass die Augen sich auch f\u00fcr das Prinzip von Gut und B\u00f6se in Gottes Sch\u00f6pfung \u00f6ffnen. Undeutlich bleibt, wo das B\u00f6se seinen Ursprung findet \u2013 es ist einfach da.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4509,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7261","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7261"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8077,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7261\/revisions\/8077"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4509"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}