{"id":7287,"date":"2017-04-19T00:00:00","date_gmt":"2017-04-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/der-mensch-und-ostern\/"},"modified":"2025-04-14T10:57:36","modified_gmt":"2025-04-14T08:57:36","slug":"der-mensch-und-ostern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/der-mensch-und-ostern\/","title":{"rendered":"Der Mensch und Ostern"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Zu Ostern f\u00fchlen wir uns wie auferstanden aus unseren vagen, leiblichen Gedanken. Im Fr\u00fchling scheint die Sonne sehr klar und schon warm, und all unsere Sinne scheinen durch die Fr\u00fchlingssonne erhellt und erw\u00e4rmt zu werden. Die Sonne scheint aus den Fernen des Kosmos zu all unseren Sinnen zu sprechen, und wir empfinden dadurch eine gewaltige Freude. Diese Freude jubelt in den Tiefen unserer Seele, und wir k\u00f6nnen f\u00fchlen lernen, wie sie an den Strahlen der Sonne aufsteigt und sich damit vereinigt. Ich kann mich selbst f\u00fchlen, eingebettet in die warmen.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/3549c8c669ea1c178751d2e88513e86f.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Zu Ostern f\u00fchlen wir uns wie auferstanden aus unseren vagen, leiblichen Gedanken. Im Fr\u00fchling scheint die Sonne sehr klar und schon warm, und all unsere Sinne scheinen durch die Fr\u00fchlingssonne erhellt und erw\u00e4rmt zu werden. Die Sonne scheint aus den Fernen des Kosmos zu all unseren Sinnen zu sprechen, und wir empfinden dadurch eine gewaltige Freude. Diese Freude jubelt in den Tiefen unserer Seele, und wir k\u00f6nnen f\u00fchlen lernen, wie sie an den Strahlen der Sonne aufsteigt und sich damit vereinigt. Ich kann mich selbst f\u00fchlen, eingebettet in die warmen Sonnenstrahlen, und ich antworte mit gro\u00dfer Freude, die aus mir, aus meinem Gewahrwerden kommt.<\/p>\n<p>Diese Freude scheint Gedanken zu befreien, aus der H\u00fclle meines Selbst zu befreien. Sie scheinen gleichsam zur\u00fcck in den Kosmos \u2013 von meiner Seele, meinem \u00e4therischen, meinem physischen Leib aus, als w\u00e4re es ein Chor, der Halleluja! singt. Von meinem gew\u00f6hnlichen Bewusstsein aus h\u00f6re ich den Chor nicht, doch in der Tiefe kann ich bemerken, wie die T\u00f6ne in Harmonie erklingen und wie sie das menschliche Wesen mit dem Sein des Geistes verbinden. Es ist der physische Leib, der mit neuen Lebenskr\u00e4ften beschenkt wird.<br \/>\nIn anderen Worten&#8230;:<\/p>\n<p>Die geistigen h\u00f6heren Wesen, die die Sonne sind \u2013 also nicht das physikalische Objekt Sonne \u2013, vereinigt in dem Auferstandenen Christus, ber\u00fchren meine Sinne, mein Sehen, mein H\u00f6ren, F\u00fchlen, Schmecken, Riechen&#8230; Sie durchdringen mein ganzes Sein, meinen physischen Leib, bis ins Mark, bis in die Knochen. Dadurch kommt eine tief innerliche Freude als eine Antwort aus den Tiefen meiner Seele und vereinigt sich mit dem Licht im Schauen. Es ist die Kraft der Auferstehung des Leibes, die dieses tief innerliche Gef\u00fchl der Freude hervorruft. Durch die Vereinigung von Freude und der geistigen Sonne gibt es zugleich eine leise erlebte Vereinigung des Menschenwesens und des Seins des Geistes. Dies wird durch die Gedanken verwirklicht, die durch die innere Freude hervorgerufen werden \u2013 Gedanken, die zwar nicht auf die gewohnte Weise gedacht werden, die sich aber von der Umh\u00fcllung des Selbsts bis in die kosmischen Weltenweiten erstrecken.<\/p>\n<p><em>Wenn aus den Weltenweiten<\/em><br \/>\n<em>Die Sonne spricht zum Menschensinn<\/em><br \/>\n<em>Und Freude aus den Seelentiefen<\/em><br \/>\n<em>Dem Licht sich eint im Schauen,<\/em><br \/>\n<em>Dann ziehen aus der Selbstheit H\u00fclle<\/em><br \/>\n<em>Gedanken in die Raumesfernen<\/em><br \/>\n<em>Und binden dumpf<\/em><br \/>\n<em>Des Menschen Wesen an des Geistes Sein.<\/em><br \/>\n(Rudolf Steiner, Wochenspruch Nr. 1)<\/p>\n<p>Zu Ostern feiern wir die Auferstehung des Leibes aus dem Tod. So, wie in der Natur der Tod dem Leben weicht, wie die Pflanzen wieder zu wachsen und zu bl\u00fchen beginnen, so machen die Todeskr\u00e4fte im menschlichen Leib Platz f\u00fcr das Leben.<br \/>\nIm herbst tritt das Umgekehrte auf: Die Natur stirbt, und auf dem Grunde dieser sterbenden, weichenden Naturkraft kann der menschliche Geist erwachen und sich seiner selbst bewusst werden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Noli_me_tangere.jpg\" alt=\"Der Mensch und Ostern\" \/><br \/>\nNoli me tangere, Fra Angelico<em><strong>Der Mensch und Ostern Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Ostern f\u00fchlen wir uns wie auferstanden aus unseren vagen, leiblichen Gedanken. Im Fr\u00fchling scheint die Sonne sehr klar und schon warm, und all unsere Sinne scheinen durch die Fr\u00fchlingssonne erhellt und erw\u00e4rmt zu werden. Die Sonne scheint aus den Fernen des Kosmos zu all unseren Sinnen zu sprechen, und wir empfinden dadurch eine gewaltige Freude. Diese Freude jubelt in den Tiefen unserer Seele, und wir k\u00f6nnen f\u00fchlen lernen, wie sie an den Strahlen der Sonne aufsteigt und sich damit vereinigt. 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