{"id":7290,"date":"2017-07-19T00:00:00","date_gmt":"2017-07-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/denken-und-zeit\/"},"modified":"2025-04-11T12:54:24","modified_gmt":"2025-04-11T10:54:24","slug":"denken-und-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/denken-und-zeit\/","title":{"rendered":"Denken und Zeit"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Es ist wichtig, zu unterscheiden zwischen Gedanken mit Willen und dem Bringen von Willen in die Gedanken. Es gibt zwei miteinander zusammenh\u00e4ngende Meditationen, die Rudolf Steiner gegeben hat.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/3fa6cbb8c0e53d4950c62d1158b719a3.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Es ist wichtig, zu unterscheiden zwischen Gedanken mit Willen und dem Bringen von Willen in die Gedanken. Es gibt zwei miteinander zusammenh\u00e4ngende Meditationen, die Rudolf Steiner gegeben hat.<\/p>\n<p>Am Morgen, unmittelbar nach dem Wachwerden: Man stelle sich eine blaue Kreisfl\u00e4che mit einer roten Umgebung vor. Danach die Farben umkehren: Man stelle sich eine rote Kreisfl\u00e4che mit einer blauen Umgebung vor. Man forme das Bild wieder zur\u00fcck in das erste und wiederhole das Ganze siebenmal. Man achte dann darauf, wie das Denken beweglich wird, frei in sich selbst, und wie es zu einem Zustand erweckt wird, der frei vom physischen Leib ist. Man konzentriere sich dann auf einen spirituellen Satz, in diesem Zustand, und halte diesen ungef\u00e4hr f\u00fcnf Minuten fest. Man achte dann darauf, wie anders diese innere Aktivit\u00e4t ist als eine Konzentration ohne diese Vorbereitung. (frei nach GA 267, S. 395f, April 1922.<\/p>\n<p>Abends vor dem Schlafengehen:<br \/>\nZuerst ein R\u00fcckblick in umgekehrter Zeitrichtung \u00fcber etwa f\u00fcnf Minuten.<br \/>\nDann den folgenden Inhalt:<br \/>\n&#8211; Ich denke Dinge und Tatsachen.<br \/>\nMan halte diese Vorstellung ungef\u00e4hr eine Minute in Gedanken, unter Ausschluss aller anderen Gedanken.<\/p>\n<p>Dann Konzentration auf den folgenden Satz:<br \/>\n&#8211; Mein Denken flie\u00dft in der Zeit.<\/p>\n<p>Noch einmal ungef\u00e4hr eine Minute.<br \/>\nDies war die Vorbereitung.<\/p>\n<p>Dann die folgenden S\u00e4tze nacheinander, in ungef\u00e4hr drei bis vier Minuten:<br \/>\n&#8211; Ich folge dem flie\u00dfenden Denken<br \/>\n&#8211; Ich will erkennen meinen Willen in meinem Denken<br \/>\n&#8211; Ich will finden mein Ich in meinem Denkwillen<br \/>\n&#8211; Ich will leben als Ich in meinem Denkwillen<br \/>\n&#8211; Ich erwarte die L\u00f6sung des Ich vom Ich<\/p>\n<p>Dann eine ruhige innere Seelenstimmung. (Ebenso nach GA 267, s.o.).<\/p>\n<p>In der Morgen-\u00dcbung k\u00f6nnen wir anschauen und f\u00fchlen lernen, wie der Wille das Denken weitertr\u00e4gt und wie dieser Wille sich mit dem Inhalt des Denkens, des Vorstellens, vermischt, sonst g\u00e4be es keinen Unterschied zwischen dem ersten und zweiten Satz, es w\u00e4re einfach Kraft, blinder Wille. In dieser \u00dcbung liegt eine gro\u00dfartige M\u00f6glichkeit, den Willen im Denken zu verst\u00e4rken und zu lernen, die Vorstellungen mit Willen zu formen.<br \/>\nWir k\u00f6nnen diese Beobachtung mit dem Auswendiglernen dessen, was der Text sagt, vergleichen. Dann brauchen wir auch eine Art Willen, aber dieser Wille bleibt au\u00dferhalb des eigentlichen Seins von Blau und Rot, des Kreises und der Umgebung und bleibt au\u00dferhalb der wirklichen Bewegung, die bei der Ver\u00e4nderung des einen Bildes in das andere entsteht. Wenn man dieses Auswendiglernen beobachtet, dann ist es ein Anschauen abstrakten Denkens, der Wille ist nur da, um es sich zu merken, wir brauchen die Bilder nicht wirklich zu gestalten, wir k\u00f6nnen einfach nur wiederholen, was gesagt ist, und es nicht tun. Dann bleibt der Wille au\u00dferhalb des Denkens, wirkt nur als eine Art Motor, um den nicht-realisierten Gedanken zu wiederholen.<\/p>\n<p>In der Abend\u00fcbung ist zu Beginn die Vorbereitung noch immer als eine Beobachtung dieses abstrakten Denkens aufgebaut. Das Denken geht weiter und weiter, \u00fcber Dinge und Tatsachen, und es geh\u00f6rt einiges dazu, den zweiten Gedanken zu denken: mein Denken str\u00f6mt in der Zeit. Dies ist ein erstmaliges Sich-bewusst-Werden der Gedankenbewegung, die Zeit beansprucht, die mit der Zeit str\u00f6mt, die in der Zeit str\u00f6mt.<\/p>\n<p>Die folgenden f\u00fcnf Vorstellungen tragen in sich eine Erh\u00f6hung und Verst\u00e4rkung. Es ist gemeint, dass wir die S\u00e4tze einfach wiederholen. Gemeint ist, dass wir sie behandeln wie wir die farbigen Kreise behandeln: sie entstehen lassen!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Blog167.jpg\" alt=\"Mieke Mosmuller\" width=\"300\" \/><br \/>\n<span style=\"color: #000000; font-family: arial; font-size: 16px; font-style: normal; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; font-weight: normal; letter-spacing: normal; orphans: 2; text-align: justify; text-indent: 0px; text-transform: none; white-space: normal; widows: 2; word-spacing: 0px; -webkit-text-stroke-width: 0px; background-color: #ffffff; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial; display: inline !important; float: none;\">Hermes \/ Mercurius<\/span><em><strong>Denken und Zeit Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist wichtig, zu unterscheiden zwischen Gedanken mit Willen und dem Bringen von Willen in die Gedanken. 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