{"id":7299,"date":"2016-04-20T00:00:00","date_gmt":"2016-04-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/das-boese-bei-luther\/"},"modified":"2025-04-14T12:04:32","modified_gmt":"2025-04-14T10:04:32","slug":"das-boese-bei-luther","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/das-boese-bei-luther\/","title":{"rendered":"Das B\u00f6se bei Luther"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Aus dem Trostb\u00fcchlein von Martin Luther  \u00a7 5. Von den \u00dcbeln auf  der linken Seite. Hierzu geh\u00f6ren vielerlei Schmerzen und Unheil, die die  gro\u00dfe Menge der b\u00f6sen Menschen uns antun k\u00f6nnen oder selbst erleiden  m\u00fcssen. Wieviel B\u00f6ses und Schlechtes h\u00e4tten sie unserem Leib, unserer  Ehre und unserem Ruf, unserem Hab und Gut, ja unserer Seele angetan und  vielleicht antun wollen, wenn sie nicht durch Gottes Hand daran  gehindert wurden? Ja, je h\u00f6her der Stand und die Ehre ist, in die jemand  versetzt ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Zahl seiner missg\u00fcnstigen Neider und  die seiner feindlich gesinnten Belagerer und desto mehr muss man die  G\u00fcte und allgegenw\u00e4rtige Hilfe Gottes bemerken und erkennen.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/50bdfc550758abf16381d1c0e8f5c905.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nAus dem Trostb\u00fcchlein von Martin Luther<\/p>\n<p>\u00a7 5. Von den \u00dcbeln auf der linken Seite. Hierzu geh\u00f6ren vielerlei Schmerzen und Unheil, die die gro\u00dfe Menge der b\u00f6sen Menschen uns antun k\u00f6nnen oder selbst erleiden m\u00fcssen. Wieviel B\u00f6ses und Schlechtes h\u00e4tten sie unserem Leib, unserer Ehre und unserem Ruf, unserem Hab und Gut, ja unserer Seele angetan und vielleicht antun wollen, wenn sie nicht durch Gottes Hand daran gehindert wurden? Ja, je h\u00f6her der Stand und die Ehre ist, in die jemand versetzt ist, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Zahl seiner missg\u00fcnstigen Neider und die seiner feindlich gesinnten Belagerer und desto mehr muss man die G\u00fcte und allgegenw\u00e4rtige Hilfe Gottes bemerken und erkennen.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen auch auf das \u00dcbel, dass diese b\u00f6sen und uns feindlichen Menschen erfahren, achten, uns daran nicht erfreuen, sondern Mitleid mit ihnen haben. Sie sind darin ungl\u00fccklicher als wir, da sie au\u00dferhalb jener geistigen Gemeinschaft leben, in der wir uns durch Gottes Gnade im Glauben befinden, sodass das \u00dcbel, das wir erleiden, nicht zu vergleichen ist mit dem ihren. Sie sind doch in ihren S\u00fcnden und ihrem Unglauben in den Stricken des Teufels und seiner Sklaven gefangen. Wenn wir dies bedenken, wie gro\u00df wird dann Gottes G\u00fcte \u00fcber uns, die wir in seinem Dienst, durch den Glauben angesichts der kleinen \u00e4u\u00dferlichen Beschwerden, so mild schmecken d\u00fcrfen. Wahrhaftig, diese Unseligkeit unserer Feinde und der b\u00f6sen Menschen muss einem gottesf\u00fcrchtigen Herz so leid tun und es so bek\u00fcmmern, dass es sein eigenes Leiden f\u00fcr nichts erachtet. Ja, der Mensch muss sich dadurch bewegen lassen, f\u00fcr sie zu bitten und so zu handeln, wie Christus gehandelt hat, seinen eigenen Schmerz, Recht und Unschuld zu vergessen und nur besorgt zu sein, wie er seine Feinde von dieser Drangsal befreien kann, durch die sie viel schwerer gefoltert werden, als er selbst je durch sein k\u00f6rperliches Leiden bedr\u00fcckt werden kann.<\/p>\n<p>Die Ursache aber, warum unsere eigenen Beschwerden uns mehr treffen, liegt darin, dass das Auge unserer Seele nicht rein genug ist, um zu sehen, wie gro\u00df die Unseligkeit und die Unehre eines Menschen ist, der unter der Macht der S\u00fcnde und von Gott getrennt ist. Wer ist so hartgesotten, dass er bei dem Betrachten ihrer erb\u00e4rmlichen Gestalten, die durch Geschw\u00fcre, Wunden oder Lepra eine abscheuliche Erscheinung haben, nicht den Blick abwenden und vor Schreck zur\u00fcckweichen w\u00fcrde, doch wieviel elender und abscheulicher ist die Seele eines S\u00fcnders, die ganz verdorben, verunreinigt und verformt ist. Wahrlich, er ist tief ungl\u00fccklich, und auch wenn er dasselbe auswendige Leiden wie wir hat, trifft ihn dennoch unendlich mehr, da er diesen s\u00fc\u00dfen Frieden, diese stille Ruhe, diese Freude der Seele nicht genie\u00dfen kann, auch wenn wer alles auf der Welt h\u00e4tte, solange sein Verstand und sein Gewissen befleckt und unbefriedigt sind. Die Gottlosen sind wie ein getriebenes Meer, denn auch dieses kann nicht ruhen, und ihre Wasser werfen Schlick und Schlamm auf. Die Gottlosen, sagt mein Gott, haben keinen Frieden (Jes. 57, 20-21). Mit einem Wort: Wer mit einem rechten christlichen Gem\u00fct die Drangsal der b\u00f6sen Menschen ansieht, sie m\u00f6gen Freund oder Feind sein, der muss dabei sein eigenes Leiden vergessen und hat es als Nichts zu erachten: mit Moses und Paulus sich danach zu sehnen, f\u00fcr sie zu sterben, wenn sie dadurch gerettet werden k\u00f6nnten. Solch ein Feuer der Liebe brannte in unserem Herrn Jesus Christus, als Er sich um unsretwillen in den Tod gab und uns auch darin ein Vorbild hinterlassen hat.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Martin_Luther.jpg\" alt=\"Das B\u00f6se bei Luther\" width=\"250\" \/><\/p>\n<p><em><strong>Das B\u00f6se bei Luther Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir m\u00fcssen auch auf das \u00dcbel, dass diese b\u00f6sen und uns feindlichen Menschen erfahren, achten, uns daran nicht erfreuen, sondern Mitleid mit ihnen haben. Sie sind darin ungl\u00fccklicher als wir, da sie au\u00dferhalb jener geistigen Gemeinschaft leben, in der wir uns durch Gottes Gnade im Glauben befinden, sodass das \u00dcbel, das wir erleiden, nicht zu vergleichen ist mit dem ihren. Sie sind doch in ihren S\u00fcnden und ihrem Unglauben in den Stricken des Teufels und seiner Sklaven gefangen. Wenn wir dies bedenken, wie gro\u00df wird dann Gottes G\u00fcte \u00fcber uns, die wir in seinem Dienst, durch den Glauben angesichts der kleinen \u00e4u\u00dferlichen Beschwerden, so mild schmecken d\u00fcrfen. Wahrhaftig, diese Unseligkeit unserer Feinde und der b\u00f6sen Menschen muss einem gottesf\u00fcrchtigen Herz so leid tun und es so bek\u00fcmmern, dass es sein eigenes Leiden f\u00fcr nichts erachtet. Ja, der Mensch muss sich dadurch bewegen lassen, f\u00fcr sie zu bitten und so zu handeln, wie Christus gehandelt hat, seinen eigenen Schmerz, Recht und Unschuld zu vergessen und nur besorgt zu sein, wie er seine Feinde von dieser Drangsal befreien kann, durch die sie viel schwerer gefoltert werden, als er selbst je durch sein k\u00f6rperliches Leiden bedr\u00fcckt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4889,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7299","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7299","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7299"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7299\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8068,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7299\/revisions\/8068"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7299"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7299"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7299"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}