{"id":7361,"date":"2014-06-25T00:00:00","date_gmt":"2014-06-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/die-umfassende-menschheit-als-sich-entwickelnder-organismus\/"},"modified":"2025-04-22T14:48:16","modified_gmt":"2025-04-22T12:48:16","slug":"die-umfassende-menschheit-als-sich-entwickelnder-organismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/die-umfassende-menschheit-als-sich-entwickelnder-organismus\/","title":{"rendered":"Die umfassende Menschheit als sich entwickelnder Organismus"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Die Evolutionslehre, wie wir sie kennen, denkt die Erde mit ihren  Lebewesen und den bis ins nahezu Unendliche sich erstreckenden Kosmos  als ein Geschehen, das in der Zeit verl\u00e4uft, wobei sich die Organismen  vom Einfachen zum Komplizierten entwickeln.   Ein n\u00e4chster  Entwicklungsschritt ist dann immer vollkommener als der vorherige, und  so ist der Evolutionslehre der Kampf zwischen den Lebewesen,  insbesondere auch der Kampf zwischen den mit denkendem Bewusstsein  begabten Lebewesen, inh\u00e4rent.   Der Homo sapiens lebt gem\u00e4\u00df der  Evolutionslehre in der \u00dcberzeugung, dass es ein Prinzip der  Vervollkommnung gibt, wobei notwendigerweise das eine Wesen in Bezug auf  das andere auf einer h\u00f6heren Stufe der Entwicklung steht. Es ist gerade  dieses Prinzip der nat\u00fcrlichen Vervollkommnung, das zum Streit zwischen  den Menschen f\u00fchren muss, wie unsinnig dieser Streit vom Konzept der  physischen Vervollkommnung aus auch sein mag. <u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/99b3492db5037d7aa58e1d906341ce7d.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nDie Evolutionslehre, wie wir sie kennen, denkt die Erde mit ihren Lebewesen und den bis ins nahezu Unendliche sich erstreckenden Kosmos als ein Geschehen, das in der Zeit verl\u00e4uft, wobei sich die Organismen vom Einfachen zum Komplizierten entwickeln.<\/p>\n<p>Ein n\u00e4chster Entwicklungsschritt ist dann immer vollkommener als der vorherige, und so ist der Evolutionslehre der Kampf zwischen den Lebewesen, insbesondere auch der Kampf zwischen den mit denkendem Bewusstsein begabten Lebewesen, inh\u00e4rent.<\/p>\n<p>Der Homo sapiens lebt gem\u00e4\u00df der Evolutionslehre in der \u00dcberzeugung, dass es ein Prinzip der Vervollkommnung gibt, wobei notwendigerweise das eine Wesen in Bezug auf das andere auf einer h\u00f6heren Stufe der Entwicklung steht. Es ist gerade dieses Prinzip der nat\u00fcrlichen Vervollkommnung, das zum Streit zwischen den Menschen f\u00fchren muss, wie unsinnig dieser Streit vom Konzept der physischen Vervollkommnung aus auch sein mag. Denn was hat es f\u00fcr einen Sinn, \u00fcber meine nat\u00fcrlichen Gaben unzufrieden zu sein, wenn ich selbst darin niemals meine Hand im Spiel hatte oder habe? Dann ist das Prinzip der Konkurrenz in G\u00e4nze gar nicht passend, denn von meinen nat\u00fcrlichen Gaben aus bin ich doch nicht imstande, einen n\u00e4chsten Schritt der Vervollkommnung zu erreichen, solange die Natur diesen nicht erreicht hat. Doch es geht jetzt nicht darum, zu bedenken, ob etwas sinnig oder unsinnig ist. Ich versuche, auf bestimmte Tatsachen hinzuweisen. In diesem Fall ist es das Konzept der Vervollkommnung, das zu dem Konzept f\u00fchrt: das eine Wesen ist h\u00f6her entwickelt als das andere Wesen.<\/p>\n<p>Nun wollen wir versuchen, den Gedankengang umzukehren, das hei\u00dft, dass wir als Gedankenexperiment einmal davon ausgehen, dass zu Beginn die Vollkommenheit schon existierte. Dass Vollkommenheit nicht eine Folge einer endlosen Reihe von \u201eVersuch und Irrtum\u201c der Natur, einer nat\u00fcrlichen Selektion ist, wobei wirkliche Vollkommenheit niemals erreicht werden wird \u2013 sondern dass die Vollkommenheit am Anfang schon in irgendeiner Form existierte, die wir uns dann nat\u00fcrlich nur schwer vorstellen k\u00f6nnen, weil unser Denken nun einmal nicht so \u201efunktioniert\u201c. Ich habe in diesen Blogs das Wagnis des selbstst\u00e4ndigen Denkens unternommen und versuche, dies nun fortzusetzen.<\/p>\n<p>Wir stellen uns ein lebendiges Konzept des vollkommenen Menschen vor, das am Anfang schon da war. Ich will dabei nicht an ein anthropozentrisches Weltbild denken, nicht so, dass alles im gesamten Dasein auf den Menschen gerichtet ist. Auch will ich nicht an den vollkommenen Menschen als Endpunkt einer Entwicklung denken, die Vollkommenheit muss sich immer wieder einer neuen Entwicklung \u00f6ffnen k\u00f6nnen. Doch wenn man \u00fcber die Frage: was ist eigentlich der Mensch? denken will, dann muss man ihn nat\u00fcrlich auch ins Zentrum stellen.<\/p>\n<p>Ein vollkommenes Idealbild des Menschen als Ausgangspunkt einer Entwicklung zur Verwirklichung dieses Konzeptes \u2013 es ist schwer in Worte zu fassen. Doch wenn man so denken will, dann entfaltet sich das Gedankenbild, dass im Weltall, wie wir es kennen, alle verschiedenen Stadien der Entwicklung tats\u00e4chlich Menschlichkeit sind. Dann aber hat der Mensch alles, was er in sich tr\u00e4gt, auch als Ver\u00e4u\u00dferlichung um sich herum. Ich denke dabei nicht an den individuellen Menschen, sondern an die Menschheit insgesamt, wie sie sich durch Jahrhunderte, durch \u00c4onen hindurch entwickelt. In einer solchen Entwicklung des Menschen passt die Konkurrenz zwischen dem H\u00f6heren und dem Niederen ganz und gar nicht, denn alles, was man als Mensch um sich herum hat, geh\u00f6rt zu der eigenen Entwicklung.<\/p>\n<p>Eine Erscheinung wie der Rassismus passt nur in die gew\u00f6hnliche Evolutionstheorie \u2013 in eine Entwicklungsidee, die von einer idealen Vollkommenheit ausgeht, die am Anfang schon da war, passt kein Rassismus. Denn so, wie jeder Mensch letztlich nat\u00fcrlich doch auch seine eigene W\u00fcrde hat \u2013 davon sp\u00e4ter \u2013, w\u00fcrde jeder individuelle Mensch zugleich auf organische Weise zur gesamten Menschheitsentwicklung in ihrer Totalit\u00e4t geh\u00f6ren, einschlie\u00dflich alles Guten, Wahren und Sch\u00f6nen, aber auch des B\u00f6sen, L\u00fcgenhaften und H\u00e4sslichen, wozu der Mensch imstande ist. So, wie man bei einem individuellen Menschen auf unserer heutigen Entwicklungsstufe nicht von Vollkommenheit sprechen kann, auch \u00e4u\u00dferlich nicht, so kann man auch bei der ganzen Menschheit auf unserer Entwicklungsstufe nat\u00fcrlich nicht von Vollkommenheit sprechen. Aber man m\u00fcsste uns als gemeinsam auf dem Weg befindliche Menschheit betrachten, in der jeder notwendigerweise den eigenen Platz einnimmt.<\/p>\n<p><a class=\"IMAGE\" title=\"Die umfassende Menschheit als sich entwickelnder Organismus\" href=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/images\/Orpheus.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Orpheus_SMALL.jpg\" alt=\"Die umfassende Menschheit als sich entwickelnder Organismus\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein Bild von Orpheus, der auf seiner Leier spielt, als Imagination des Menschen inmitten seiner Gestalt gewordenen Eigenschaften und Organe. Das Leierspiel des Orpheus bezwingt und f\u00fchrt alle Eigenschaften und Organe&#8230;<br \/>\n<em><strong>Die umfassende Menschheit als sich entwickelnder Organismus Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein vollkommenes Idealbild des Menschen als Ausgangspunkt einer Entwicklung zur Verwirklichung dieses Konzeptes \u2013 es ist schwer in Worte zu fassen. Doch wenn man so denken will, dann entfaltet sich das Gedankenbild, dass im Weltall, wie wir es kennen, alle verschiedenen Stadien der Entwicklung tats\u00e4chlich Menschlichkeit sind. Dann aber hat der Mensch alles, was er in sich tr\u00e4gt, auch als Ver\u00e4u\u00dferlichung um sich herum. Ich denke dabei nicht an den individuellen Menschen, sondern an die Menschheit insgesamt, wie sie sich durch Jahrhunderte, durch \u00c4onen hindurch entwickelt. 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