{"id":7366,"date":"2015-11-25T00:00:00","date_gmt":"2015-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/wie-finde-ich-die-freiheit\/"},"modified":"2025-04-14T12:32:39","modified_gmt":"2025-04-14T10:32:39","slug":"wie-finde-ich-die-freiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/wie-finde-ich-die-freiheit\/","title":{"rendered":"Wie finde ich die Freiheit?"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Das ist die Frage: Wie finden wir diesen m\u00e4chtigen innerlichen Strom der  Freiheit? Gibt es irgendeinen Weg, den wir gehen k\u00f6nnen, um dieses  Gebiet der Freiheit zu erreichen? Der erste Schritt in der Antwort auf  diese Frage ist in dem folgenden Zitat von Rudolf Steiner zu finden (GA  78).  \u201aIm Naturbeobachten lehnt man sich an die \u00e4u\u00dfere  Sinneserfahrung an. Man entwickelt der Sinneserfahrung entgegen die  menschliche Gedankenwelt, den Inhalt des Denkens, und es ergibt sich als  die wahre Wirklichkeit dasjenige, was sich zusammenf\u00fcgt aus dem  einseitigen Erfahrungsinhalte der Au\u00dfenwelt und dem einseitigen Inhalte  des Denkens. Man erg\u00e4nzt dasjenige, was, wie ich gestern sagte, als eine  halbe Wirklichkeit dem Menschen durch seine Organisation [seinen Leib]  entgegentritt. Man kann, wenn man diese Freiheit erfassen will, die ja  ein unmittelbar mit dem Menschen identisches Erlebnis ist, nicht an  \u00c4u\u00dferes sich anlehnen.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/11e3a3fac69e5b98bf8fb29826b22202.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nDas ist die Frage: Wie finden wir diesen m\u00e4chtigen innerlichen Strom der Freiheit? Gibt es irgendeinen Weg, den wir gehen k\u00f6nnen, um dieses Gebiet der Freiheit zu erreichen? Der erste Schritt in der Antwort auf diese Frage ist in dem folgenden Zitat von Rudolf Steiner zu finden (GA 78).<\/p>\n<p>\u201aIm Naturbeobachten lehnt man sich an die \u00e4u\u00dfere Sinneserfahrung an. Man entwickelt der Sinneserfahrung entgegen die menschliche Gedankenwelt, den Inhalt des Denkens, und es ergibt sich als die wahre Wirklichkeit dasjenige, was sich zusammenf\u00fcgt aus dem einseitigen Erfahrungsinhalte der Au\u00dfenwelt und dem einseitigen Inhalte des Denkens. Man erg\u00e4nzt dasjenige, was, wie ich gestern sagte, als eine halbe Wirklichkeit dem Menschen durch seine Organisation [seinen Leib] entgegentritt. Man kann, wenn man diese Freiheit erfassen will, die ja ein unmittelbar mit dem Menschen identisches Erlebnis ist, nicht an \u00c4u\u00dferes sich anlehnen. Man mu\u00df das Denken selber verbinden mit demjenigen, was man, ich m\u00f6chte sagen, in dem Prozesse seines Ichs ist. Man mu\u00df dasjenige anschauen, was in der Freiheit vor einem steht, aber indem man anschaut, mu\u00df man zu gleicher Zeit das Denken entwickeln, wie man es sonst an den Erscheinungen der \u00e4u\u00dferen Natur entwickelt. Was Goethe so gefallen hat, als Heinroth sein Denken ein gegenst\u00e4ndliches genannt hat, das mu\u00df auf einer noch h\u00f6heren Stufe zutage treten, wenn man die Offenbarung der Freiheit erfassen will, denn Goethe verband sein Denken mit dem \u00c4u\u00dferlich-Sinnlichen der pflanzlichen Welt. Da gelang es ihm, das Denken untertauchen zu lassen in das Objekt, mit dem aktiven Denken in dem Objekt selbst drinnen zu leben; aber das Objekt blieb passiv. Will man dieses, wenn ich es da noch so nennen darf, gegenst\u00e4ndliche Denken auf die Freiheit anwenden, dann mu\u00df man ein \u00dcbersinnlich-Geistiges, das im Menschenseelenweben in fortw\u00e4hrender T\u00e4tigkeit ist, noch auf eine viel innigere Weise durchdringen mit der Aktivit\u00e4t des Denkens. Man mu\u00df nicht ein \u00c4u\u00dferliches, man mu\u00df dasjenige, was in einem selber sich entwickelt, mit der Aktivit\u00e4t des Denkens durchdringen. Dadurch aber rei\u00dft sich das, was nun Inhalt des Denkens wird, los von einem jeglichen Haften an einem Objekt im gew\u00f6hnlichen Sinne. Was hier das Denken vollzieht, es wird selber ein Akt der Befreiung. Es hebt sich das Denken, indem es nicht inhaltlos wird, sondern gerade indem es angef\u00fcllt ist mit dem intimsten Flie\u00dfen des Menschenwesens selbst, herauf zu einem freien Flusse, der das eine aus dem andern hervorstr\u00f6men l\u00e4\u00dft. Es erf\u00fcllt sich der Seeleninhalt mit etwas, das er selber erzeugt und das in seiner Erzeugung zu gleicher Zeit objektiv ist.\u2019<\/p>\n<p>In dieser Beschreibung wird es sehr deutlich, dass wir nicht nur die M\u00f6glichkeit haben, \u00fcber \u00e4u\u00dfere Objekte zu denken, sondern dass wir daneben imstande sind, die Aktivit\u00e4t unseres Denkens noch einmal mit dem Denken zu durchdringen, so als ob unser eigenes aktives Denken ein Objekt ist \u2013 obwohl es eine subjektive Aktivit\u00e4t ist, das hei\u00dft, ausgehend vom Subjekt. In dem Moment, wo das aktive Denken Objekt wird, das mit dem Denken durchdrungen wird, k\u00f6nnen wir gewahr werden, wie wir zu einer h\u00f6heren Daseinsebene erhoben werden, wie der Leib ,vergessen\u2019 wird und sich ein Denken entfaltet, das frei vom Leib ist. Es ist ein m\u00e4chtiger Strom von befreitem Denken, es gibt ein Gebiet, wo die ,Intuition\u2019 lebt.<\/p>\n<p>Aber wir m\u00fcssen unser Denken dann m\u00e4chtig und kr\u00e4ftig entfalten k\u00f6nnen, um es mit dem Denken selbst durchdringen zu k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen also Inhalte haben, um zu denken, bevor das Denken selbst Inhalt werden kann. Ich hoffe, dies in einem folgenden Text beschreiben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Blog82.jpg\" alt=\"Wie finde ich die Freiheit?\" width=\"300\" \/><br \/>\nAus Goethes M\u00e4rchen von der gr\u00fcnen Schlange und der sch\u00f6nen Lilie, Aquarelle von Dani\u00ebl van Bemmelen.<em><strong>Wie finde ich die Freiheit? Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Beschreibung wird es sehr deutlich, dass wir nicht nur die M\u00f6glichkeit haben, \u00fcber \u00e4u\u00dfere Objekte zu denken, sondern dass wir daneben imstande sind, die Aktivit\u00e4t unseres Denkens noch einmal mit dem Denken zu durchdringen, so als ob unser eigenes aktives Denken ein Objekt ist \u2013 obwohl es eine subjektive Aktivit\u00e4t ist, das hei\u00dft, ausgehend vom Subjekt. In dem Moment, wo das aktive Denken Objekt wird, das mit dem Denken durchdrungen wird, k\u00f6nnen wir gewahr werden, wie wir zu einer h\u00f6heren Daseinsebene erhoben werden, wie der Leib ,vergessen\u2019 wird und sich ein Denken entfaltet, das frei vom Leib ist. 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