{"id":7400,"date":"2016-09-28T00:00:00","date_gmt":"2016-09-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/demenz\/"},"modified":"2025-04-14T11:40:26","modified_gmt":"2025-04-14T09:40:26","slug":"demenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/demenz\/","title":{"rendered":"Demenz"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Nachdem ich zwei Wochen Texte \u00fcber die positive Seite des \u00c4lterwerdens  geschrieben habe, verlangt ein Gef\u00fchl f\u00fcr Gleichgewicht nach der anderen  Seite des Bildes. Weil wir hier die Seele und den Geist betrachten,  werde ich auf diese Seite des \u00c4lterwerdens schauen \u2013 insoweit dieses  \u00c4lterwerden problematisch sein kann. Im Oktober und November werde ich  zwei Vortr\u00e4ge \u00fcber Demenz geben, einen in Amsterdam, den anderen in  Bern. Darum sammle ich mein Wissen \u00fcber diese Erkrankung der Beziehung  zwischen Seele, Geist und Leib.<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/124edcb5f6f778f8e21544475d122ab1.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Nachdem ich zwei Wochen Texte \u00fcber die positive Seite des \u00c4lterwerdens geschrieben habe, verlangt ein Gef\u00fchl f\u00fcr Gleichgewicht nach der anderen Seite des Bildes. Weil wir hier die Seele und den Geist betrachten, werde ich auf diese Seite des \u00c4lterwerdens schauen \u2013 insoweit dieses \u00c4lterwerden problematisch sein kann. Im Oktober und November werde ich zwei Vortr\u00e4ge \u00fcber Demenz geben, einen in Amsterdam, den anderen in Bern. Darum sammle ich mein Wissen \u00fcber diese Erkrankung der Beziehung zwischen Seele, Geist und Leib.<\/p>\n<p>Ich habe meine absolute Sicherheit beschrieben, dass der Geist nicht \u00e4lter wird. In der Demenz ist es nicht das \u00c4lterwerden des Geistes, das zu einer Verminderung des Ged\u00e4chtnisses und der intellektuellen Qualit\u00e4ten f\u00fchrt, es ist der K\u00f6rper, der \u00e4lter wird. In der regul\u00e4ren Medizin wird Demenz als eine St\u00f6rung betrachtet, die auf einer abnehmenden Funktion des Gehirns beruht. Es kann eine organische Krankheit zugrunde liegen, aber meist sieht man die Entwicklung der Demenz auf der Grundlage einer verringerten Blutzirkulation im Gehirn. Die Pr\u00e4vention der Demenz ist dann der Pr\u00e4vention von Arteriosklerose verwandt. Die \u201eLifestyle\u201c-Ma\u00dfnahmen, die dann unternommen werden k\u00f6nnen, sind Di\u00e4t und Bewegung. Mit psychisch-intellektuellem Training wird nicht viel Resultat gesehen.<\/p>\n<p>Durch die kr\u00e4ftige Gewohnheit der Selbstbetrachtung, Selbsterkenntnis und eines aufmerksamen Bewusstseins von Seele und Geist in Bezug auf die Leibesfunktionen habe ich gelernt, zu erleben, was Demenz in Wirklichkeit ist. Wenn wir Seele und Geist nicht als ein Resultat des Leibes sehen, sondern den Leib als eine Form und ein Instrument von Seele und Geist, dann k\u00f6nnen wir Demenz als ein Loslassen des Leibes durch Seele und Geist betrachten. Geist und Seele wenden sich in einem langsamen Prozess vom Leib ab, ein Prozess, der nicht mit 65 beginnt, sondern, sagen wir, mit 35, vielleicht sogar eher. Der Leib ist das Fahrzeug, das uns in Kontakt mit der Umgebung bringt. Wir haben unsere Sinne, die die umgebende Welt wahrnehmen, mit allem, was darinnen ist, und wir selbst sind der Geist, der denkt, und die Seele, die erlebt, was wahrgenommen wird. Je mehr der Geist die Sinneswahrnehmungen begleitet, desto besser werden die Tatsachen erinnert. Aber je mehr Aufmerksamkeit wir in den Sinnen haben, je mehr wir wahrnehmen, desto mehr k\u00f6nnen wir erinnern, wenn sich der Geist dessen bewusst ist. Und so ist es eine wache Kombination der Aktivit\u00e4t von Wahrnehmung und aufmerksamem Denken, die uns die F\u00e4higkeit der Erinnerung schenkt. Es ist die Liebe zur umgebenden Welt, die Seele und Geist in Kontakt mit der Welt h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der Geist sieht den Geist. Wenn wir nicht nur durch die Sinne schauen, auf die materielle Seite der Welt, sondern auch mit dem Geist auf den Geist der Welt, dann k\u00f6nnen wir keine Demenz entwickeln. Nat\u00fcrlich muss das Gehirn fit bleiben, aber in spiritueller Hinsicht m\u00fcssen wir immer Ursache und Folge umkehren. Wir m\u00fcssen sagen: das Gehirn wird alt, weil wir den Geist der uns umgebenden Welt nicht lieben \u2013 und wir d\u00fcrfen nicht sagen: wir verlieren den Kontakt mit der Welt, weil unser Gehirn altert.<\/p>\n<p>Dennoch gibt es noch eine andere Seite. Der Geist sieht den Geist. Darum will ich betonen, dass ein Mensch, der nicht von anderen Menschen nach Seele und Geist gesehen wird, ein viel gr\u00f6\u00dferes Risiko f\u00fcr die Entwicklung einer Demenz haben wird, Wir haben also nicht nur Verantwortung f\u00fcr unseren eigenen Geist und Leib, wir haben auch Verantwortung f\u00fcr alle Seelen, die um uns herum sind. Wenn wir diese nicht sehen, k\u00f6nnen sie ihr Dasein nicht handhaben.<\/p>\n<p>Nun muss ich hier etwas sagen. Eine Feststellung wie diese wird unmittelbar diejenigen Menschen, die mit einem Elternteil, mit Familienmitgliedern oder Freunden leben, die eine Demenz entwickelt haben, qu\u00e4len. Sie werden vielleicht sehr b\u00f6se auf mich werden, weil sie an ihren eigenen Mangel an Aufmerksamkeit denken m\u00fcssten. Aber die Reflexionen, die ich hier gebe, gebe ich nie, um jemanden zu beschuldigen oder um Dinge auf eine absolute Weise zu sagen. Wenn eine Krankheit oder ein R\u00fcckgang der Funktion auftritt, gibt es immer ein ganzes B\u00fcndel von Ursachen, nicht nur eine. Wenn jemand nicht von anderen Menschen gesehen wird, ist das nat\u00fcrlich immer zugleich auch der Person selbst zuzuschreiben. Aber wir k\u00f6nnen trotzdem versuchen, \u00fcber solche Dinge zu denken, ohne uns zu sehr einzubeziehen. Das kann warten. Ich wollte nur sagen, dass die beste Vorbeugung der Demenz ist: die Erkenntnis, dass der Geist den Geist sieht. Der Geist kann bis ins hohe Alter frei funktionieren, wenn er in direktem Kontakt mit der Welt bleibt, durch die leiblichen Sinne. Der Geist muss das Interesse f\u00fcr das Leben des Leibes behalten. Aber dies wirkt in zwei Richtungen: der Geist sieht den Geist der Welt und der Wesen darin; und der Geist wird gesehen, so and\u00e4chtig wie m\u00f6glich, von den Wesen in der Welt, die den Geist sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der \u00f6stlichen religi\u00f6sen Philosophie wird diese \u201ch\u00f6chste Polarit\u00e4t, die nicht polar ist\u201d und die in allen Polarit\u00e4ten gefunden wird, in dem untenstehenden Bild ausgedr\u00fcckt. Unsere westliche Denkweise verlangt den Durchgang durch rationale Formen, aber im Lauf der Zeit werden wir dieses Symbol begreifen, das auch das gesunde Gleichgewicht zwischen unserem eigenen Geist und dem Geist der Welt in zwei Richtungen darstellt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Blog125.png\" alt=\"Demenz\" width=\"350\" \/><br \/>\nEine vereinfachte Form von Lai Zhi-De&#8217;s Tai-Chi-Symbol (1599)<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">Sonntag 13. November 2016 Bern <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 18pt;\">DEMENZERKRANKUNGEN WIRKSAM VORBEUGEN<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14pt;\">VORTRAG UND \u00dcBUNGEN MIT<br \/>\n<em><strong>Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/span><\/p>\n<p>14.00 bis 18.00 Uhr<\/p>\n<p>Nydeggstalden 34<br \/>\nPflegest\u00e4tte f\u00fcr musische K\u00fcnste pfmk.ch<\/p>\n<p>Demenzerkrankungen \u00e4ussern sich in einem Verlust der Ged\u00e4chtnisf\u00e4higkeit und einem immer schwieriger werden des Denkens. Durch eine Verlebendigung der Wahrnehmung und des Denkens gelingt es, der Entstehung von Demenz wirksam vorzubeugen.<br \/>\nIm \u00dcbungsteil begeben wir uns auf denkerischem Weg auf die Spurensuche nach einem einzigartigen Heilmittel, das in jedem Menschen verborgen liegt.<\/p>\n<p><strong><em>Mieke Mosmuller<\/em><\/strong> (*1951 in Amsterdam) ist eine niederl\u00e4ndische \u00c4rztin, Philosophin und Autorin. Ihre Forschungen zeigen den Weg zur Entwicklung eines reinen Denkens und dessen Bedeutung f\u00fcr die Zukunft.<br \/>\nmiekemosmuller.com<\/p>\n<p>Vortrag 14.00-15.00 Uhr<br \/>\nGespr\u00e4ch\/\u00dcbung 15.30-18.00 Uhr<\/p>\n<p><strong><em>Preis <\/em><\/strong><br \/>\nCHF 35.-<br \/>\nNur Vortrag CHF 18.-<\/p>\n<p><strong><em>Info<\/em><\/strong><br \/>\nAndreas Vettiger<br \/>\nfahriete@sunrise.ch &#8211; 032 944 22 42<br \/>\nfreundemiekemosmuller.de<br \/>\n<em><strong>Demenz Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich zwei Wochen Texte \u00fcber die positive Seite des \u00c4lterwerdens geschrieben habe, verlangt ein Gef\u00fchl f\u00fcr Gleichgewicht nach der anderen Seite des Bildes. Weil wir hier die Seele und den Geist betrachten, werde ich auf diese Seite des \u00c4lterwerdens schauen \u2013 insoweit dieses \u00c4lterwerden problematisch sein kann. Im Oktober und November werde ich zwei Vortr\u00e4ge \u00fcber Demenz geben, einen in Amsterdam, den anderen in Bern. Darum sammle ich mein Wissen \u00fcber diese Erkrankung der Beziehung zwischen Seele, Geist und Leib.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4559,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7400","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7400"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7400\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8039,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7400\/revisions\/8039"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}