{"id":7422,"date":"2015-09-30T00:00:00","date_gmt":"2015-09-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/das-besingen-der-wahrheit\/"},"modified":"2025-04-15T12:24:46","modified_gmt":"2025-04-15T10:24:46","slug":"das-besingen-der-wahrheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/das-besingen-der-wahrheit\/","title":{"rendered":"Das Besingen der Wahrheit"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Das Besingen der Wahrheit in der Bhagavad Gita finden wir im 13. Kapitel, Vers 12 bis 19.  'Das wahre Wissen der Wahrheit  Fortw\u00e4hrend  brennendes Verlangen nach dem Wissen des Selbst und Nachsinnen \u00fcber die  Lehren der gro\u00dfen Wahrheit \u2013 das ist Weisheit, und alles Andere ist  Unwissenheit.   Nun werde ich Dir von der gro\u00dfen Wahrheit  sprechen, die der Mensch erkennen soll, da er durch sie unsterbliche  Gl\u00fcckseligkeit erlangen wird. Das, was ohne Beginn ist, das ewige  Brahman, das Absolute, das man weder Sein noch Nicht-Sein nennen kann,  Seine  H\u00e4nde und Seine F\u00fc\u00dfe sind \u00fcberall. Es hat \u00fcberall Augen die sehen,  H\u00e4upter, die denken und M\u00fcnder, die sprechen; Es h\u00f6rt \u00fcberall; Es bleibt  in allen Welten. Es umh\u00fcllt sie alle.   Es steht au\u00dferhalb der  Sinne und strahlt doch durch jede sinnliche Wahrnehmung. Es ist an  nichts gebunden und tr\u00e4gt doch al<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/047b1dcd41b7deadac6cd187478d6ab6.jpg\" \/><\/a>\n\n--><br \/>\nDas Besingen der Wahrheit in der Bhagavad Gita finden wir im 13. Kapitel, Vers 12 bis 19.<br \/>\n&#8218;Das wahre Wissen der Wahrheit<\/p>\n<p>Fortw\u00e4hrend brennendes Verlangen nach dem Wissen des Selbst und Nachsinnen \u00fcber die Lehren der gro\u00dfen Wahrheit \u2013 das ist Weisheit, und alles Andere ist Unwissenheit.<\/p>\n<p>Nun werde ich Dir von der gro\u00dfen Wahrheit sprechen, die der Mensch erkennen soll, da er durch sie unsterbliche Gl\u00fcckseligkeit erlangen wird. Das, was ohne Beginn ist, das ewige Brahman, das Absolute, das man weder Sein noch Nicht-Sein nennen kann,<\/p>\n<p>Seine H\u00e4nde und Seine F\u00fc\u00dfe sind \u00fcberall. Es hat \u00fcberall Augen die sehen, H\u00e4upter, die denken und M\u00fcnder, die sprechen; Es h\u00f6rt \u00fcberall; Es bleibt in allen Welten. Es umh\u00fcllt sie alle.<\/p>\n<p>Es steht au\u00dferhalb der Sinne und strahlt doch durch jede sinnliche Wahrnehmung. Es ist an nichts gebunden und tr\u00e4gt doch alles. Es wird nicht von den Gunas beeinflusst und erf\u00e4hrt sie doch alle.<\/p>\n<p>Es ist in allen Wesen und doch au\u00dferhalb; Es ist unbeweglich und doch bewegend; Es ist zu subtil, um wahrgenommen zu werden; Es ist weit weg und doch immer nahe.<br \/>\nEs ist ungeteilt in allen Wesen anwesend, und doch lebt Es in jedem gesondert; Es ist der Tr\u00e4ger von allem, Sch\u00f6pfer wie auch Vernichter.<\/p>\n<p>Es ist das Licht der Lichter, au\u00dferhalb des Bereichs der Finsternis; Es ist die Weisheit, das Einzige, das wert ist, gekannt zu werden oder das Weisheit uns lehren kann; Es ist die Anwesenheit in den Herzen aller.<\/p>\n<p>So habe ich dir also in K\u00fcrze gesagt, was Materie ist, was das Selbst ist, das wert ist, verwirklicht zu werden, und was Weisheit ist. Wer Mir ergeben ist, wei\u00df; und er wird gewiss in Mich eintreten.&#8216;<\/p>\n<p>Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert trat eine Umwandlung dieser alten Vedanta-Philosophie ein. Die Bhagavad Gita wurde nicht nur in der urspr\u00fcnglichen Form in der westlichen Welt eingef\u00fchrt, sie kam auch in einer verborgenen Form in den Philosophien von Hegel und Fichte zur Erscheinung. Die Weise, in der in der Bhagavad Gita \u00fcber die Wahrheit gesprochen wurde, k\u00f6nnen wir in der idealistischen Philosophie, wo von einer \u201aUr-Idee\u2019 gesprochen wird, und in der \u201aIch-Philosophie\u2019 von Fichte wiederfinden. Die Ur-Idee ist die Idee, die nicht einer der Begriffe ist, die wir denken, sondern es ist die Idee, die der Begriff des Denkens selbst ist, die allumfassende Idee der Idee. Diese ist noch nicht in die vielen Begriffe unterschieden, die wir kennen, sondern tr\u00e4gt alle Begriffe und ihre Verbindungen in sich. Diese allumfassende Idee ist wie der Same im Vergleich zur gewachsenen und bl\u00fchenden Pflanze.<\/p>\n<p>Steiner war derjenige, der uns die wunderbare Anlage des Menschenwesens gezeigt hat, dessen Geist wie der alles in sich tragende Same ist, der jedes Mal keimen kann, wenn er sich in der Wirklichkeit befindet. Die Wirklichkeit kann spirituell oder materiell sein, oder alle Zust\u00e4nde dazwischen. Die Uridee tr\u00e4gt alle Ideen in sich. Wie k\u00f6nnte sie je reifen, wenn es nicht das Welten-Wort w\u00e4re, das wirksam ist wie die Sonne in der Natur?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Blog74.jpg\" alt=\"Das Besingen der Wahrheit\" \/><br \/>\n\u201aEs ist in allen Wesen und doch au\u00dferhalb; Es ist unbeweglich und doch bewegend; Es ist zu subtil, um wahrgenommen zu werden; Es ist weit weg und doch immer nahe&#8230;\u2019<em><strong>Das Besingen der Wahrheit Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert trat eine Umwandlung dieser alten Vedanta-Philosophie ein. Die Bhagavad Gita wurde nicht nur in der urspr\u00fcnglichen Form in der westlichen Welt eingef\u00fchrt, sie kam auch in einer verborgenen Form in den Philosophien von Hegel und Fichte zur Erscheinung. Die Weise, in der in der Bhagavad Gita \u00fcber die Wahrheit gesprochen wurde, k\u00f6nnen wir in der idealistischen Philosophie, wo von einer \u201aUr-Idee\u2019 gesprochen wird, und in der \u201aIch-Philosophie\u2019 von Fichte wiederfinden. Die Ur-Idee ist die Idee, die nicht einer der Begriffe ist, die wir denken, sondern es ist die Idee, die der Begriff des Denkens selbst ist, die allumfassende Idee der Idee. Diese ist noch nicht in die vielen Begriffe unterschieden, die wir kennen, sondern tr\u00e4gt alle Begriffe und ihre Verbindungen in sich. 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