{"id":7430,"date":"2017-05-31T00:00:00","date_gmt":"2017-05-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/blog\/in-frueheren-zeiten\/"},"modified":"2025-04-14T10:50:07","modified_gmt":"2025-04-14T08:50:07","slug":"in-frueheren-zeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/in-frueheren-zeiten\/","title":{"rendered":"In fr\u00fcheren Zeiten&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><!--\n\n\n<h2>Das Denken des Denkens ist nicht eine neue Erfindung. Es wurde schon in der griechischen Philosophie von Aristoteles beschrieben, und in der Scholastik von Thomas von Aquin. Aristoteles (Metaphysica)  \u201eDas Denken an sich aber hat das an sich Beste zum Gegenstand und das absolute Denken das absolut Beste. Somit denkt die Denkkraft (der Geist) sich selbst, weil sie teilnimmt an dem Gegenstand des Denkens. Dadurch, da\u00df sie n\u00e4mlich ihren Gegenstand erfa\u00dft und denkt, wird sie selbst Gegenstand des Denkens, so da\u00df Denkkraft und Gedachtes zusammenfallen. Denkkraft ist n\u00e4mlich die F\u00e4higkeit, das Gedachte und das wesentliche Sein aufzunehmen. Und sie ist aktuell, wenn sie dies tut. Diese Aktualit\u00e4t ist daher noch in h\u00f6herem Grade das G\u00f6ttliche, das der Denkkraft eigen zu sein scheint, als jene Aufnahmef\u00e4higkeit, und das Lustvollste und Beste ist die Betrachtung. Wenn nun Gott sich immer in dem Zustand befindet, der f&uuml<u><em><a title=\"YouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">YouTube<\/a><\/em><\/u><\/h2>\n\n\n<a title=\"ouTube\" href=\"https:\/\/youtu.be\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\"><img alt=\"Mieke Mosmuller\" data-src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/uploads\/af26010d318830d935ec5d5c626e908c.jpg\" \/><\/a>\n\n--><\/p>\n<p>Das Denken des Denkens ist nicht eine neue Erfindung. Es wurde schon in der griechischen Philosophie von Aristoteles beschrieben, und in der Scholastik von Thomas von Aquin.<\/p>\n<p>Aristoteles (Metaphysica)<\/p>\n<p>\u201eDas Denken an sich aber hat das an sich Beste zum Gegenstand und das absolute Denken das absolut Beste. Somit denkt die Denkkraft (der Geist) sich selbst, weil sie teilnimmt an dem Gegenstand des Denkens. Dadurch, da\u00df sie n\u00e4mlich ihren Gegenstand erfa\u00dft und denkt, wird sie selbst Gegenstand des Denkens, so da\u00df Denkkraft und Gedachtes zusammenfallen. Denkkraft ist n\u00e4mlich die F\u00e4higkeit, das Gedachte und das wesentliche Sein aufzunehmen. Und sie ist aktuell, wenn sie dies tut. Diese Aktualit\u00e4t ist daher noch in h\u00f6herem Grade das G\u00f6ttliche, das der Denkkraft eigen zu sein scheint, als jene Aufnahmef\u00e4higkeit, und das Lustvollste und Beste ist die Betrachtung. Wenn nun Gott sich immer in dem Zustand befindet, der f\u00fcr uns nur vor\u00fcbergehend m\u00f6glich ist, so ist das schon wunderbar; ist er es aber in noch h\u00f6herem Grade, so ist das noch wunderbarer. Und so ist es in der Tat. Und auch Leben kommt ihm zu. Denn die Energie des Geistes ist Leben; ja er ist Energie. Seine absolute Energie ist bestes und ewiges Leben. Wir behaupten also, Gott sei ein ewiges, vollkommenes Wesen, und ihm komme Leben und ununterbrochenes, ewiges Sein zu. Das ist Gott&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Thomas von Aquin (\u00dcber den Prolog des Johannes-Evangeliums)<\/p>\n<p>\u201eZweitens k\u00f6nnen wir aus dem Dargelegten erschlie\u00dfen, da\u00df das Wort immer in einem lebendigen Denkvorgang aus dem Geist hervorgeht, und weiter, da\u00df das Wort stets der Begriff und ein Abbild des gedachten Gegenstandes ist. Wenn das Denkende und das Gedachte dasselbe sind, dann ist das Wort der Begriff und ein Abbild des Geistes, aus dem es hervorgeht; wenn jedoch das Denkende und das Gedachte etwas Verschiedenes sind, dann ist das Wort kein Abbild und nicht der Begriff des denkenden (Geistes), sondern des gedachten Gegenstands, wie die Vorstellung, die jemand von einem Stein hat, lediglich ein Abbild des Steines ist. Wenn aber der Geist sich selbst denkt, dann handelt es sich bei einem solchen Wort um ein Abbild und um den Begriff des Geistes. Deshalb nimmt Augustinus ein Abbild der Dreieinigkeit\u00a0 (Gottes) in der (menschlichen) Seele an, sofern der Geist sich selbst denkt, nicht aber, sofern er etwas anderes denkt. Demnach ist deutlich, da\u00df man das Wort in jedem geistigen Wesen voraussetzen mu\u00df; denn aus dem Begriff des Denkens ergibt sich, da\u00df der Geist durch das Denken etwas bildet: dessen Bildung wird Wort genannt. Aus diesem Grunde mu\u00df man in allem Denkenden das Wort annehmen.\u201c<\/p>\n<p>Neu ist aber, dass es in unserer Zeit vollbewusst und mit freiem Willen praktiziert werden kann.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.miekemosmuller.com\/images\/Blog160.jpg\" alt=\"In fr\u00fcheren Zeiten...\" width=\"200\" \/><br \/>\nPortr\u00e4t des Aristoteles, r\u00f6mische Kopie, geschaffen nach dem Original von Lysippos, Paris, Louvre<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/miekemosmuller.com\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Blog160.jpg\" alt=\"In fr\u00fcheren Zeiten...\" width=\"200\" \/><br \/>\nThomas von Aquin, Doctor Angelicus<em><strong>In fr\u00fcheren Zeiten&#8230; Von Mieke Mosmuller<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Denken des Denkens ist nicht eine neue Erfindung. Es wurde schon in der griechischen Philosophie von Aristoteles beschrieben, und in der Scholastik von Thomas von Aquin.<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":4613,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7430","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7430","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7430"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7986,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7430\/revisions\/7986"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4613"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}