{"id":7588,"date":"2025-03-30T09:32:00","date_gmt":"2025-03-30T07:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/?p=7588"},"modified":"2025-03-30T09:32:00","modified_gmt":"2025-03-30T07:32:00","slug":"der-lebendige-rudolf-steiner-100-jahre-nach-dem-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/der-lebendige-rudolf-steiner-100-jahre-nach-dem-tod\/","title":{"rendered":"Der Lebendige Rudolf Steiner 100 Jahre nach dem Tod"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist es 100 Jahre her, dass Rudolf Steiner gestorben ist und es wird wahrscheinlich viele Veranstaltungen und Gedenkaktivit\u00e4ten geben. Ich will das meinige dazu beitragen, aber ich m\u00f6chte etwas vorausschicken. Ungef\u00e4hr 20 Jahre her, vielleicht etwas weniger, habe ich einen Film angeschaut \u00fcber Rudolf Steiner, das war ein DVD. Und in diesem Film wird wahrscheinlich M\u00fche gemacht, um Rudolf Steiner mehr bekannt zu machen. Und darin gab es ein Bild, das mich tief beeindruckte, und das war ein B\u00fccherschrank mit darin ein Portr\u00e4t von Rudolf Steiner.<\/p>\n<p>Ja, das ist nat\u00fcrlich etwas ganz Gew\u00f6hnliches und man kann auch nicht erwarten, dass er selbst erscheint, denn er war schon lange gestorben, aber es stand da, also sein Foto. Und das machte auf mich einen gewaltigen Eindruck, n\u00e4mlich, ich f\u00fchlte pl\u00f6tzlich, dies stimmt gar nicht, denn hier wird Rudolf Steiner erinnert und er wird eigentlich behandelt, als ob er tot ist. Er ist damals gestorben und ja, wir haben ihn nicht mehr und wir wissen nat\u00fcrlich als Anthroposophen, dass er weiterlebt. Aber dieses Foto zeigte etwas anderes. Rudolf Steiner ist gestorben. Er ist nicht mehr so. Und das hat mich dann veranlasst, um sp\u00e4ter, als die Problematik mit der Rassismusfrage in Deutschland aufkam und ich ein Buch schreiben wollte dagegen, um zu zeigen, dass das eine Unm\u00f6glichkeit ist, Rudolf Steiner ein Rassist, dass ich den Titel gew\u00e4hlt habe, Der lebendige Rudolf Steiner.<\/p>\n<p>Das stimmt nat\u00fcrlich eigentlich auch nicht, denn er ist nicht mehr Rudolf Steiner, nach seinem Tod nicht mehr <em>nur<\/em>. Rudolf Steiner ist dann ein Merkmal auf seinem Weg durch viele Inkarnationen hindurch. Und als er gestorben war, war er eigentlich in gewissem Sinn auch, ja wie soll ich es sagen, befreit von Rudolf Steiner. Das wissen wir nat\u00fcrlich. Aber das Bild zeigte mir, dass man es wohl wei\u00df, aber nicht erlebt. Und ja, ein Eingeweihter, der gestorben ist, der ist nicht tot. Ja, das sind wir alle nicht, wenn wir gestorben sind. Aber mit einem Eingeweihten ist es noch etwas anderes. Und das m\u00f6chte ich vorausschicken, denn wir gedenken heute 100 Jahre Todestag von Rudolf Steiner. Aber er ist nicht tot. Und wo er jetzt ist, das w\u00fcrde nur ein Eingeweihter wissen. Es wird dar\u00fcber viel spekuliert, wo er ist, wer er ist und so weiter. Und f\u00fcr mich bleibt das alles Fantasie, solange als nicht ein Eingeweihter mit der bestimmten Sicherheit eines Eingeweihten wei\u00df, wo er ist und wer er ist. Also lass uns das beiseite lassen und nur heute f\u00fchlen, 100 Jahre ist eine besondere Zeitspanne. 3 mal 33 1\/3 Jahre. In diesem Sinn ist 100 Jahre wirklich etwas Besonderes. Aber tot ist er nicht gegangen, Rudolf Steiner. Und leben tut er immer noch. Also ich werde vorlesen, was ich mal geschrieben habe \u00fcber sein Sterben, nicht \u00fcber dass er tot ist. Das war er nat\u00fcrlich f\u00fcr die Menschen, die hinter geblieben sind. Die hatten ihn nicht mehr so, wie sie ihn gehabt hatten.<\/p>\n<p>Aber tot? Nein, das nicht. In 2011 wurde eine andere Feier gefeiert und das war 150 Jahre Geburtstag von Rudolf Steiner, das ist etwas anderes. Und damals wurden viele Biografien ver\u00f6ffentlicht und ich habe das Meinige dazu auch getan, dadurch, dass ich versucht habe die Wesensaufgabe von Rudolf Steiner im Innern, insoweit ich die sp\u00fcren kann, die als Leitmotiv durch das ganze Buch der Biografie hindurchzuf\u00fchren. Und ich habe dann das Buch den Titel gegeben, Rudolf Steiner, eine spirituelle Biografie. Und daraus m\u00f6chte ich dann einige Seiten vorlesen, die sich also auf das Sterben, auf das Verlassen des Leibes am 30. M\u00e4rz 1925 beziehen. Dieses Buch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eRudolf Steiner verlie\u00df das Erdenleben. Dieser Abschied muss eine unvorstellbare Wirkung gehabt haben. Wie immer bringt die Entg\u00fcltigkeit der Trennung durch den Tod &#8211; und f\u00fcr die Zur\u00fcckbleibenden war es sehr wohl ein Tod &#8211; erst wirklich ein Bewusstsein dar\u00fcber, wer das ist, der nun nicht mehr sichtbar, h\u00f6rbar, f\u00fchlbar ist. Das Bewusstsein dessen, was man unterlassen hat, was man h\u00e4tte tun k\u00f6nnen und nicht getan hat, h\u00e4tte f\u00fchlen k\u00f6nnen und nicht gef\u00fchlt hat, h\u00e4tte erkennen k\u00f6nnen und nicht erkannt hat, all dies senkt sich nach dem Tod eines geliebten Menschen unwiderruflich hernieder. Wie eine Art auf Erden zu erf\u00fcllendes Kamaloka f\u00fcr die Hinterbliebenen. F\u00fcr sie muss diese Entbehrung unertr\u00e4glich gewesen sein. Diese Unertr\u00e4glichkeit wird einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr den Streit gewesen sein, der ausbrach. Das menschliche Gef\u00fchlsleben sucht immer einen Ausweg aus unertr\u00e4glichen Gef\u00fchlen. Und das Temperament bestimmt mit, welcher Weg dieser Ausweg ist. Sich zur\u00fcckziehen oder gerade \u00e4u\u00dferlich aktiv werden. Einander die Schuld geben. Es scheint zu banal, um es aufzuschreiben. Aber begreiflich ist es.<\/p>\n<p>Wir blicken auf das ganze Werk Rudolf Steiners zur\u00fcck. Auf alles, was er in seinem Inneren entwickelt hat, und was er an tief ergr\u00fcndeten Einsichten empfing und weitergab. Wir blicken auf einen Menschen, der gleichsam nichts anderes mehr konnte, als bis zum aller- allerletzten Augenblick alles zu opfern, was er hatte und war. Die Quellen, die ich verwendet habe, um von bestimmten Geschehnissen zu zeugen &#8211; Wachsmuth, Wegman, Marie Steiner &#8211; sprechen von diesem Menschen, mit dem sie zusammengelebt haben. Das gem\u00fctvollste Zeugnis ist sicher das von Ita Wegmann. Das reinste, aber vorwurfsvollste ist das von Marie Steiner.<\/p>\n<p>Das abstrakteste ist das von G\u00fcnter Wachsmuth. Man versuche sich eine Vorstellung zu bilden, eine gem\u00fctvolle Vorstellung dieses begnadeten Menschen Rudolf Steiners. Er muss von den g\u00f6ttlichen Hierarchien gedacht worden sein, als der Einweihungsweg an sich, als die Sternenerkenntnis an sich, im reinen guten Sinn. Wie ist es, wenn man neben einem solchen Menschen gelebt hat, mit ihm gearbeitet hat? Wie ist es, wenn der Abschied da ist? Und all diese Menschen, die ihm nicht so nahe kommen konnten, die ihn aber dennoch miterlebt haben?<\/p>\n<p>Und dann kommen einige Zitate. Es gibt eine Biographie von Marie Steiner, geschrieben durch Marie Savitch. Und sie schreibt: Am 28. Mai 1928 fand in Stuttgart eine Besprechung mit einigen Waldorflehrern \u00fcber dieses letzte Problem statt, und am 29. M\u00e4rz gleich nach dem Rezitationsabend noch eine andere Besprechung.<\/p>\n<p>Nach dem Rezitationsabend bekam Marie Steiner die Nachricht, dass eine Verschlechterung in dem Zustand von Rudolf Steiner eingetreten sei, dass aber noch kein Grund zu einer besonderen Unruhe und Abreise nach Dornach vorliegen. Dieses war eine Aussage von berufener Seite. In den fr\u00fchen Morgenstunden erhielt Marie Steiner die Nachricht, dass die Verschlechterung im Zustand Rudolf Steiners stark zunehme und dass sie nach Dornach zur\u00fcckkehren m\u00fcsste. Trotz dem rasenden Tempo der R\u00fcckfahrt nach Dornach reichte die Zeit nicht mehr aus. Marie Steiner war nicht bei dem Tod von Rudolf Steiner zugegen. In den letzten 24 Stunden seines irdischen Lebens, wie seit 23 Jahren, erf\u00fcllte sie seinen Auftrag und diente seinem Werk und seinen Intentionen. Marie Steiner betrat das Atelier, wo Rudolf Steiner aufgebahrt war. Es waren viele Menschen da, die in ihrer Ergriffenheit nicht sofort realisierten, dass die Witwe von Rudolf Steiner den Raum betrat. Dann allm\u00e4hlich wiechen alle von der Bahre. Tief beugte sich das Haupt Marie Steiners \u00fcber das Haupt Rudolf Steiners. Keine andere \u00c4u\u00dferung kam von ihr. Eine Weile blieb sie stehen. Ein Sessel wurde vorgeschoben und sie blieb noch eine Zeit im Atelier. Sie wachte dann bei ihm die N\u00e4chte hindurch und war viel allein im Atelier. Bei der Totenfeier war Rudolf Steiner in der Schreinerei aufgebahrt. Die Z\u00fcge seines Antlitzes, die Formsch\u00f6nheit seines Hauptes und seiner H\u00e4nde waren jetzt vom Schimmer der Kerzen beleuchtet. Er lag in einem feierlichen Gewande, das einem Gewande einer Gestalt aus seinem Mysteriendramen glich. Alles war mit schwarzen Vorh\u00e4ngen verh\u00e4ngt. Dieses war der \u00e4u\u00dfere Anblick. Der Raum selbst war erf\u00fcllt von dem Schmerz des Verlustes, den die Menschen erlebten. Es drang jetzt in die Menschen das Bewusstsein ein, dass sie ihn im Irdischen nicht mehr sehen, seine Worte nicht mehr h\u00f6ren, ihn nicht mehr w\u00fcrden sprechen k\u00f6nnen. Die Ersch\u00fctterung wuchs. Die Tage nach dem Tod Rudolf Steiners bis zur Kremation waren von solcher inneren Spannung erf\u00fcllt, dass viele es nur dadurch ertragen konnten, dass sie diese Tage in einem Zustand, der dem Traume gleich war, durchlebten. Bei der Kremation erhob sich das Erleben der h\u00f6chsten Realit\u00e4t weit \u00fcber die geistigen Kr\u00e4fte der Anwesenden. Und wenn dieses mit voller Wachheit auch nur von wenigen erlebt wurde, so war es doch in jedem da, die Beziehung zu Rudolf Steiner im Geiste, die direkte Wirkung Rudolf Steiners aus dem Geiste. Vereint in ihren Mitgliedern war die anthroposophische Gesellschaft w\u00e4hrend der Kremation zu einem geistigen Kr\u00e4ftezentrum erhoben. Nach diesem gewaltigen, aller Kr\u00e4fte \u00fcberbeanspruchenden, erhabenen Geschehen kann man sich nicht wundern, dass eine M\u00fcdigkeit, eine Ersch\u00f6pfung auch die St\u00e4rksten ergreifen konnte.<\/p>\n<p>Das ist Marie Savitch. Und dann kommt Ita Wegmann.<\/p>\n<p>Am Sonntag 29. M\u00e4rz bemerkte Ita Wegmann eine \u00c4nderung in Rudolf Steiners Verhalten. Er erwachte mit Schmerzen. An diesem Morgen wurde nicht gearbeitet, zum ersten Mal. Er war au\u00dferordentlich still und geduldig an diesem Tag und gab neue Angaben f\u00fcr seine Behandlung. Um vier Uhr nachmittags wiederholten sich die Schmerzen. Meine innere Unruhe wollte nicht weichen. Ich bestand darauf, Frau Dr. Frau Dr. Steiner, die in Stuttgart weilte, zu benachrichtigen. Dr. Noll teilte ihre Unruhe nicht. Doch konnte Ita Wegmann durchsetzen, dass Marie Steiner in Stuttgart angerufen wurde. Auch der Doktor zeigte gar nichts, was Veranlassung geben konnte zu Bef\u00fcrchtungen. Er frug sogar, ob das Atelier nebenan bald fertig sein werde, damit er f\u00fcr das innere Modell des neuen Goetheanums arbeiten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>So gingen wir in die Nacht hinein. Der Puls war etwas rascher wie sonst, aber kr\u00e4ftig und regelm\u00e4\u00dfig. Ich konnte mich nicht entschlie\u00dfen, mich hinzulegen und blieb auf und lie\u00df das Licht brennen. Zu meinem gro\u00dfen Erstaunen lie\u00df der Doktor dies zu, was ich noch nie durchsetzen konnte, wenn auch fr\u00fcher schon Zeiten waren, wo ich banger Sorge um sein Leben war. Was war dies? Auch Doktor Noll blieb im Nebenzimmer wachend. Die Vornacht ging ruhig vor\u00fcber. Ich beobachtete jeden Atemzug und versenkte mich ins Gebet, um dieses teure Leben zu erhalten. Da bemerkte ich um drei Uhr morgens eine leise Ver\u00e4nderung in den Atemz\u00fcgen. Sie wurden rascher. Ich n\u00e4herte mich dem Bett, er schlief nicht, schaute mich an und fragte mich, ob ich m\u00fcde sei. Mit dieser Frage kam er mir zuvor, was mich unendlich r\u00fchrte.<\/p>\n<p>Der Puls war jetzt nicht mehr so kr\u00e4ftig als er gewesen war, auch viel rascher. Ich holte Doktor Noll, um zu beraten, was zu tun sei. Der Doktor war nicht erstaunt, ihn zu sehen, so mitten in der Nacht, und begr\u00fc\u00dfte ihn freundlich. Es geht mir gar nicht schlecht, sagte er, ich kann nur nicht schlafen.<\/p>\n<p>So machten wir das Licht aus. Aber um vier Uhr rief er mich, weil die Schmerzen wiederkamen. Und sobald es Tag wird, wollen wir die Behandlung fortsetzen, die ich angegeben habe, sagte er. Er wollte uns Ruhe g\u00f6nnen, und mit diesem Satz gab er wieder den Beweis, dass er immer an andere dachte und niemals an sich selbst. Wir warteten nat\u00fcrlich nicht auf den Tag und machten das, was notwendig war. Aber da ver\u00e4nderte sich bald die Situation, der Puls wurde schlechter, die Atemz\u00fcge rascher und wir mussten es erleben, dass dieses Leben allm\u00e4hlich verl\u00f6schte und unser F\u00fchrer, Lehrer und Freund von dem physischen Plan scheiden ging. Das Weggehen war wie ein Wunder, als ob es sich von selbst verst\u00e4nde, ging er. Es war mir, wie wenn im letzten Augenblick die W\u00fcrfel der Entscheidung fielen, und als sie gefallen waren, war kein Kampf, kein Versuch mehr da, auf der Erde bleiben zu wollen. Er schaute einige Zeit ruhig vor sich hin, sagte noch ein paar liebe Worte zu mir und schloss mit Bewusstsein die Augen und faltete die H\u00e4nde.\u201c Dies wurde publiziert im Nachrichtenblatt vom 19. April 1925.<\/p>\n<p>So verlief das Sterben von Rudolf Steiner. Und er hat eine gewaltige F\u00fclle von Arbeit hinterlassen. Und ich glaube, dass es richtig ist, wenn ich sage, mit diesem Inhalt k\u00f6nnen wir noch Jahrhunderte weiterarbeiten. F\u00fcr neue Inhalte braucht der Mensch, der damals Rudolf Steiner war, nicht zu uns zur\u00fcck zu kommen. Was aber nach dem Tod gehofft wird, das ist nach dem Vorbild von Christus, dass eine Auferstehung stattfinden kann. Der Leib kann das noch nicht. Der Geist steht nach dem Tod auf. Aber die hinterlassene Arbeit, wie ist es damit? Diese Inhalte, mit denen wir noch Jahrhunderte weiterarbeiten k\u00f6nnen, die bleiben letztendlich doch wirkungslos, wenn wir nicht daran arbeiten, dass unser Auffassungsverm\u00f6gen sich so spiritualisiert, dass alles dasjenige, was wir an anthroposophischen Inhalten aufnehmen, aufersteht.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen noch Jahrhunderte weiterlesen, studieren, in Gruppen, meditieren, uns fragen, was bedeutet dies, was bedeutet das. Aber Auferstehung ist das nat\u00fcrlich nicht. Es gibt Augenblicke im Leben von Rudolf Steiner, dass er ganz deutlich gesagt hat: Jetzt muss das Denken spiritualisiert werden. Und es gibt diese Vortr\u00e4ge \u00fcber den Nachtmenschen im Tagesmenschen, die Rudolf Steiner, ich glaube kurz nach dem Brand des Goetheanums gehalten hat. Darin wird deutlich, dass eine Auferstehung der Anthroposophie nicht m\u00f6glich ist, wenn die Leser, die Sch\u00fcler nicht den Willen in das Denken hineinbringen. Das w\u00e4re eine Auferstehung. Und ich werde nicht m\u00fcde, das immer wieder zu sagen. Und bei dieser Feier des 100 Jahren nach dem Tod von Rudolf Steiner will ich es mit aller Kraft noch einmal sagen: Inhalt gibt es genug. Wirksam wird der Inhalt erst werden durch eine Auferstehung des Denkens. Das bedeutet Spiritualisierung des Denkens. Und eine Spiritualisierung des Denkens bedeutet, mit Willen denken lernen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist es 100 Jahre her, dass Rudolf Steiner gestorben ist und es wird wahrscheinlich viele Veranstaltungen und Gedenkaktivit\u00e4ten geben. Ich will das meinige dazu beitragen, aber ich m\u00f6chte etwas vorausschicken. Ungef\u00e4hr 20 Jahre her, vielleicht etwas weniger, habe ich einen Film angeschaut \u00fcber Rudolf Steiner, das war ein DVD. Und in diesem Film wird wahrscheinlich M\u00fche gemacht, um Rudolf Steiner mehr bekannt zu machen. Und darin gab es ein Bild, das mich tief beeindruckte, und das war ein B\u00fccherschrank mit darin ein Portr\u00e4t von Rudolf Steiner.<\/p>\n<p>Ja, das ist nat\u00fcrlich etwas ganz Gew\u00f6hnliches und man kann auch nicht erwarten, dass er selbst erscheint, denn er war schon lange gestorben, aber es stand da, also sein Foto. Und das machte auf mich einen gewaltigen Eindruck, n\u00e4mlich, ich f\u00fchlte pl\u00f6tzlich, dies stimmt gar nicht, denn hier wird Rudolf Steiner erinnert und er wird eigentlich behandelt, als ob er tot ist. Er ist damals gestorben und ja, wir haben ihn nicht mehr und wir wissen nat\u00fcrlich als Anthroposophen, dass er weiterlebt. Aber dieses Foto zeigte etwas anderes. Rudolf Steiner ist gestorben.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":7580,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-7588","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7588"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7589,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7588\/revisions\/7589"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7580"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}