{"id":9493,"date":"2025-06-24T15:39:03","date_gmt":"2025-06-24T13:39:03","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/?p=9493"},"modified":"2025-06-24T17:03:49","modified_gmt":"2025-06-24T15:03:49","slug":"die-vorfahren-des-persons","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/die-vorfahren-des-persons\/","title":{"rendered":"Die Vorfahren der Person"},"content":{"rendered":"<p>Machen wir weiter mit Karma und Reinkarnation so wie Rudolf Steiner das f\u00fcr uns verst\u00e4ndlich gemacht hat in seinem Buch Theosophie. Das Besondere daran ist, dass er immer versucht hat, deutlich zu machen, dass das Geistige wirklich mit dem Denken gefolgt werden kann, dass man das verstehen kann, dass man daf\u00fcr nicht hellsichtig zu sein braucht, sondern dass der, so wie er es manchmal nennt, der gesunde Menschenverstand dazu da ist und auch geistig genug ist, von einem hellsichtigen, geschaute Geisteswissenschaft zu verstehen. Und er gibt eigentlich in dem Buch Theosophie und beispielhaft in dem Kapitel \u00fcber Reinkarnation und Karma, da zeugt er davon, dass das so ist. Was man eigentlich bemerkt, wenn man ganz konzentriert und genau liest, was er geschrieben hat, dann bemerkt man, dass das Denken in eine andere Ebene sich verschiebt. Obwohl es das Verstandesdenken bleibt, wird es doch leise etwas anderes. Und wenn diese Verschiebung nicht stattfindet, ja dann liest man so, dann kann man es auch, wie man es nennt, diagonal lesen, so 1, 2, 3, hopp, dann liest man es oberfl\u00e4chlich und ist dasjenige, was Rudolf Steiner schreibt, nicht als Beweis zu nehmen f\u00fcr die Wirklichkeit von Reinkarnation und Karma. Wenn man aber diese leichte Verschiebung mitmacht, dann wird es im Verlauf des Textes deutlich, es scheint wirklich dadurch hindurch, diese geistige Wirklichkeit, es wird deutlich, dass hier durch diese Worte, durch diese Begriffe durch diese Gedankenfolge bewiesen wird, dass der Mensch ein reinkarnierendes Wesen ist. Und ich habe in den vorigen zwei Videos \u00fcber dieses Thema zuerst den Anfang beschrieben, dass Rudolf Steiner als eine Art von Frage stellt, ob es nicht m\u00f6glich sein k\u00f6nnte, dass auch die Welt ein Ged\u00e4chtnis hat. Dass es nicht nur also die Menschen sind, die sich allerlei erinnern k\u00f6nnen, sondern dass auch die Welt, die wir durch unsere Taten \u00e4ndern, dass diese Welt ein Ged\u00e4chtnis hat. Und dass irgendwann einmal die Tatsachen wieder aufkommen und ausgeglichen werden m\u00fcssen. Das ist eine Frage, er beantwortet das nicht unmittelbar mit Ja, aber es ist eine wunderbare Idee und man f\u00fchlt, wenn man das so liest, wie ich es meinte, man f\u00fchlt dann, dass man ein anderes Denken betritt, wenn man so eine Frage als eine M\u00f6glichkeit betrachten will. Denn dann hat man nicht mehr nur dasjenige, was uns bekannt ist, unser eigenes Ged\u00e4chtnisverm\u00f6gen, sondern man stellt sich vor, dass in der Welt die f\u00fcr uns ja doch mehr oder weniger geistlos, seelenlos ist, dass in der Welt doch so etwas sein k\u00f6nnte, wie etwas Seelisches, wie etwas Geistiges, das sich an unsere Taten erinnern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Da braucht man das noch gar nicht zu glauben, aber die Vorstellung allein. bringt in eine andere Denkebene. Und in dem zweiten Abschnitt hat Rudolf Steiner dann das Ged\u00e4chtnis n\u00e4her beschrieben, dass es keine Kartei ist, sondern dass es etwas ist, was man jedes Mal, wenn man ein Geschehen sucht in der Erinnerung, dass man die Vorstellungen neu bildet. Und dann beschreibt er danach, dass dasjenige, was wir im Leben denken, f\u00fchlen und tun, dass das vor allem dazu da ist, dass wir all diese Details dass wir dich umbilden zu F\u00e4higkeiten. Und diese F\u00e4higkeiten werden durch die Seele, die eine Vermittlung ist, Vermittler ist zwischen dem physischen und dem geistigen. Die Seele, die f\u00fcgt diese F\u00e4higkeiten dem Geist zu. Und der Geist sammelt diese F\u00e4higkeiten f\u00fcr das Nacht\u00f6dliche und f\u00fcr eine neue Inkarnation. Da hat man vielleicht schon etwas mehr Schwierigkeiten damit, weil etwas da gestellt wird als eine Wahrheit, die man nicht in der \u00fcblichen Weise durch Untersuchungen beweisen kann. Man muss da dem Geistesuntersucher, dem Geistesforscher, muss man dann eigentlich vertrauen und man muss mit ihm mitgehen in seine Gedankenf\u00fchrung. Aber wenn man das tut und nicht unmittelbar allerlei dagegen einbringt, oder diagonal liest, zu schnell, wenn man wirklich konzentriert mitdenkt, dann bekommt man ein gewisses Gef\u00fchl. Und dieses Gef\u00fchl ist ein erster Beweis f\u00fcr die Existenz des Geistigen im Denken. Und dann geht die Gedankenf\u00fchrung weiter und dann wird es wirklich sehr interessant und eigentlich k\u00f6nnte man auch sehr viel Freude daran erleben, um das Denken so zu gestalten, dass es mit dieser Gedankenf\u00fchrung mitgehen kann. Denn dann sagt Rudolf Steiner, dass der Mensch Die Menschheit, das Wesen Mensch, dass das etwas Allgemeines ist und dass alle Menschen in diesem Sinn zu derselben Gattung geh\u00f6ren, n\u00e4mlich Mensch. Und die Gestalt des Menschen, die reproduziert sich durch die erbliche Reproduktion. Also die physische Gestalt, die physische menschliche Gestalt kommt immer und immer wieder dadurch, dass die Menschen sich fortpflanzen. Also man wei\u00df, die menschliche Gestalt, die entsteht nicht so pl\u00f6tzlich aus sich selbst, sondern die braucht um zu. entstehen Vater und Mutter. Und diese Vater und diese Mutter haben auch wiederum Vater und Mutter gebraucht und so weiter. Das ist nat\u00fcrlich selbstverst\u00e4ndlich, aber doch mal gut, um das so ganz genau nochmal zu \u00fcberdenken. Und dann sagt Rudolf Steiner, das ist nicht das Einzige, was, wodurch ein Mensch Mensch ist. Denn die Menschen unterscheiden sich untereinander viel viel st\u00e4rker als es in anderen Gattungen der Fall ist. Wenn man eine Tiergattung anschaut, dann sieht man zwar nat\u00fcrlich Verschiedenheit durch erbliche Anlage, aber diese Verschiedenheit wird nie so gewaltig gro\u00df, wie man das bei Menschen sieht. Auch wenn Br\u00fcder und Schwestern verglichen werden, die in derselben Lage geboren worden sind, aus derselben Vorfahren geboren worden sind, dann sieht man schon gro\u00dfe Unterschiede. Das k\u00f6nnte man mit den Gesetzen von Mendel noch einigerma\u00dfen erkl\u00e4ren und mit DNA. Aber was man nicht erkl\u00e4ren kann, das ist die Biografie. Diese Biografie gibt eine unendliche Verschiedenheit zu sehen. Und dann kommt der Gedanke, dass diese Verschiedenheit so gro\u00df ist, wie die Tiergattungen untereinander verschieden sind. Das muss man tiefer bedenken. Wenn man das so diagonal liest, kann man es vom Tisch schieben. Aber wenn man es auf sich wirken l\u00e4sst, kann man das eigentlich nicht mehr. Denn dann sieht man, wie gro\u00df tats\u00e4chlich die Biografien voneinander unterschieden sind. Und Steiner selbst sagt dann, ja, man kann nat\u00fcrlich bei Menschen, die mit Tieren viel zu tun haben, erwarten, dass die sagen, untereinander sind Tiere aus derselben Gattung auch ganz verschieden und haben andere Leben untereinander. Aber das ist Flachheit im Denken, wenn man das sagt. Denn vergleichen wir zwei Menschen, ja da ist der Unterschied so unglaublich gro\u00df und da sind die Details so verschieden. Und da kann man nat\u00fcrlich sagen, ja, aber das kommt durch Einfl\u00fcsse von au\u00dfen und so weiter. Bedenke es mal, dann sieht man, das ist eine Unm\u00f6glichkeit. Die Biografie muss aus einem Vorfahren kommen. Nicht ein physisches Vorfahren wird dann gemeint. Aber so wie die menschliche Gestalt nur da sein kann, weil es Vorfahren gibt, so kann auch die menschliche Biographie nur da sein, weil es Vorfahren gibt. Und das, sagt Rudolf Steiner, sind beim Menschen die vorherigen Inkarnationen. Das ist doch Es ist ersch\u00fctternd deutlich, dass das wohl so sein muss. Und ich erinnere mich, das erste Mal, dass ich es gelesen habe, ich hatte schon aus der Umgebung geh\u00f6rt, dass Anthroposophen in Reinkarnation glauben und das hat mich eigentlich gar nichts gesagt. Aber dann las ich dieses Kapitel im Buch. der Theosophie, ja dann ist das deutlich, da kann die Verstandeslogik eigentlich gar nichts dagegen wenden. Nur wenn man nicht diese leise Verschiebung mitmacht, die das Denken macht, wenn es von einem gew\u00f6hnlichen sinnlichen Denken sich erheben muss, weil man das liest, zu dem rein geistigen Denken. Und wenn man dann sich darin vertieft, dann kommt auch etwas Schwieriges auf, n\u00e4mlich, wenn man das vergleicht als physischer Mensch, hat man Vorfahren und das sind andere Individualit\u00e4ten als man selbst ist. Als geistiger Mensch hat man auch Vorfahren, das sind die vorherigen Inkarnationen, aber das ist immer dieselbe Individualit\u00e4t, die wieder kommt. Und das k\u00f6nnte ein starkes Gef\u00fchl von Einsamkeit geben. Denn im Geiste ist man dann eigentlich mit seinen Vorfahren immer wieder bei sich selbst und nicht in einer Umgebung. Das war f\u00fcr mich, als ich mit den Romanen \u00fcber die Weltanschauungen angefangen habe und das Thema Monadismus studiert habe, ein Thema f\u00fcr ein Roman \u00fcber den Monadismus, das ist dann \u00bbHaus sonder Fensters\u00ab geworden, ist nie auf Deutsch \u00fcbersetzt. Und da finden wir dann eine Frau, die eigentlich so in der Welt steht, dass sie ganz innerlich wei\u00df, dass sie in einem Haus lebt, wo es keine Fenster zur Umgebung gibt. Und was ist dann eigentlich die M\u00f6glichkeit? dass die Individualit\u00e4t, die zwar Vorfahren hat, aber dann herausfindet, dass die Vorfahren immer ich bin? Was ist dann die M\u00f6glichkeit, um aus dieser Eingeschlossenheit herauszukommen? Gibt es etwas? was es m\u00f6glich macht, dass ich, obwohl ich in meinen Vorfahren immer wieder mich selbst finde, um mich dann doch in einer Gemeinschaft zu f\u00fchlen, wenn ich zur\u00fcckschaue nach demjenigen, was diese Biografie jetzt gestaltet hat.<br \/>\nDiese M\u00f6glichkeit gibt es nat\u00fcrlich. Und ich will nur das Wort, was daf\u00fcr gilt, jetzt aussprechen. Denn was ist es, was diese einsame in sich selbst Verschlossenheit aufl\u00f6st? Welche Kraft dringt aus dem Haus raus und f\u00fchrt aus in das Haus darin? Das ist die Liebe. Vielleicht dar\u00fcber dann ein n\u00e4chstes Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Machen wir weiter mit Karma und Reinkarnation so wie Rudolf Steiner das f\u00fcr uns verst\u00e4ndlich gemacht hat in seinem Buch Theosophie. Das Besondere daran ist, dass er immer versucht hat, deutlich zu machen, dass das Geistige wirklich mit dem Denken gefolgt werden kann, dass man das verstehen kann, dass man daf\u00fcr nicht hellsichtig zu sein braucht, sondern dass der, so wie er es manchmal nennt, der gesunde Menschenverstand dazu da ist und auch geistig genug ist, von einem hellsichtigen, geschaute Geisteswissenschaft zu verstehen. Und er gibt eigentlich in dem Buch Theosophie und beispielhaft in dem Kapitel \u00fcber Reinkarnation und Karma, da zeugt er davon, dass das so ist. Was man eigentlich bemerkt, wenn man ganz konzentriert und genau liest, was er geschrieben hat, dann bemerkt man, dass das Denken in eine andere Ebene sich verschiebt. Obwohl es das Verstandesdenken bleibt, wird es doch leise etwas anderes. Und wenn diese Verschiebung nicht stattfindet, ja dann liest man so, dann kann man es auch, wie man es nennt, diagonal lesen, so 1, 2, 3, hopp, dann liest man es oberfl\u00e4chlich und ist dasjenige, was Rudolf Steiner schreibt, nicht als Beweis zu nehmen f\u00fcr die Wirklichkeit von Reinkarnation und Karma. Wenn man aber diese leichte Verschiebung mitmacht, dann wird es im Verlauf des Textes deutlich, es scheint wirklich dadurch hindurch, diese geistige Wirklichkeit, es wird deutlich, dass hier durch diese Worte, durch diese Begriffe durch diese Gedankenfolge bewiesen wird, dass der Mensch ein reinkarnierendes Wesen ist. Und ich habe in den vorigen zwei Videos \u00fcber dieses Thema zuerst den Anfang beschrieben, dass Rudolf Steiner als eine Art von Frage stellt, ob es nicht m\u00f6glich sein k\u00f6nnte, dass auch die Welt ein Ged\u00e4chtnis hat. Dass es nicht nur also die Menschen sind, die sich allerlei erinnern k\u00f6nnen, sondern dass auch die Welt, die wir durch unsere Taten \u00e4ndern, dass diese Welt ein Ged\u00e4chtnis hat. Und dass irgendwann einmal die Tatsachen wieder aufkommen und ausgeglichen werden m\u00fcssen. Das ist eine Frage, er beantwortet das nicht unmittelbar mit Ja, aber es ist eine wunderbare Idee und man f\u00fchlt, wenn man das so liest, wie ich es meinte, man f\u00fchlt dann, dass man ein anderes Denken betritt, wenn man so eine Frage als eine M\u00f6glichkeit betrachten will. Denn dann hat man nicht mehr nur dasjenige, was uns bekannt ist, unser eigenes Ged\u00e4chtnisverm\u00f6gen, sondern man stellt sich vor, dass in der Welt die f\u00fcr uns ja doch mehr oder weniger geistlos, seelenlos ist, dass in der Welt doch so etwas sein k\u00f6nnte, wie etwas Seelisches, wie etwas Geistiges, das sich an unsere Taten erinnern k\u00f6nnte.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9487,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-9493","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9493","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9493"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9493\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9498,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9493\/revisions\/9498"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9493"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9493"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9493"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}