{"id":9516,"date":"2025-07-16T11:10:14","date_gmt":"2025-07-16T09:10:14","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/?p=9516"},"modified":"2025-07-16T11:10:14","modified_gmt":"2025-07-16T09:10:14","slug":"die-bedeutung-der-wiederholung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/die-bedeutung-der-wiederholung\/","title":{"rendered":"Die Bedeutung der Wiederholung"},"content":{"rendered":"<p>Wir verfolgen das Kapitel Wiederverk\u00f6rperung und Karma in dem Buch Theosophie von Rudolf Steiner, um einen Eindruck zu bekommen, wie man mit dem Denken nur eine ganz gro\u00dfe Gewissheit bekommen kann \u00fcber dieses Ph\u00e4nomen Wiederverk\u00f6rperung und Karma. Zuerst hatte Rudolf Steiner die Frage gestellt, ob es vielleicht so sein k\u00f6nnte, das so, wie wir in uns selbst ein Ged\u00e4chtnis haben, dass auch die Welt ein Ged\u00e4chtnis hat, ein Ged\u00e4chtnis f\u00fcr die Taten, die wir an ihr verrichten. Dann hat er ausgef\u00fchrt, dass das menschliche Ged\u00e4chtnis etwas Lebendiges ist und es eigentlich nicht einmal dazu da ist, dass man sich alles erinnern kann, sondern vielmehr, dass diese Ereignisse, die man im Ged\u00e4chtnis festh\u00e4lt, dass diese dazu f\u00fchren, dass man gewisse Fertigkeiten hat, also, dass man f\u00e4hig zu etwas wird, und dass die verschiedenen Tatsachen, die daf\u00fcr notwendig sind, dass diese im Ged\u00e4chtnis da sind, aber dass es darum eigentlich nicht geht, dass es so ist, dass diese F\u00e4higkeiten in das bleibende geistige Wesen des Menschen eingegeben werden. Und daraus folgt dann dasjenige, was ich heute besprechen m\u00f6chte, aber zuerst, hat er dann noch deutlich gemacht, dass der Mensch zwar im physischen Leib auch physische Vorfahren hat, dass der Mensch aber geistig-seelisch, wenn man zur\u00fcckgeht und sich fragt, woher r\u00fchrt meine heutige geistig-seelische Person, dass man dann eigentlich immer wieder sich selbst finden w\u00fcrde, wenn man es k\u00f6nnte, dass also die Vorfahren unserer Pers\u00f6nlichkeit, dass diese immer wieder unsere eigene Individualit\u00e4t sind. Und eigentlich m\u00fcsste man nicht damit zufrieden sein, wenn man das nicht wirklich klar mitdenken kann. Wenn man es einfach so hinnimmt, ja das wird wohl so sein, das ist nicht, was Rudolf Steiner vom Leser erwartet hat. Er hoffte darauf, dass der Leser sich auch M\u00fche machen w\u00fcrde, um so weit zu gehen im Denken, dass es deutlich wird, dass man das nur mit dem Denken schon, mit dem Denken allein schon feststellen kann, dass ich Vorfahren habe, seelisch-geistig, und dass meine Vorfahren Pers\u00f6nlichkeiten sind, die Erscheinungen sind derselben geistig-seelischen Individualit\u00e4t, immer wieder. Und dann kommt Rudolf Steiner dazu, zu beschreiben, dass es wichtig ist, sich bewusst zu werden, dass es im Leben bestimmte F\u00e4higkeiten gibt, wovon man sagen kann, ja die kommen wirklich aus der Erblichkeit. Aber dass es auch F\u00e4higkeiten gibt, die man eigentlich nicht so aus der Erblichkeit verstehen kann und wovon man, wenn man wirklich aufmerksam w\u00e4re, schon selbst eigentlich denken m\u00fcsste: wo kommen die eigentlich her. Und das ist nicht so einfach, um das immer wieder ganz zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Denn wenn ich sage, es kommt ein Kind und dieses Kind bekommt Klavierunterricht und nach einem Jahr kann er noch immer nicht durch das erste B\u00fcchlein hindurch kommen, es geht einfach nicht. Da sagt man, h\u00f6r mal auf, denn du hast \u00fcberhaupt keine Anlage. Dann kommt ein zweites Kind, vielleicht sogar aus derselben Familie, vielleicht mit denselben Eltern sogar und das bekommt von demselben Lehrer auch Klavierunterricht und dieses Kind hat nach einem Jahr sechs B\u00fccher durchgespielt und k\u00f6nnte wahrscheinlich noch viel mehr durchgespielt haben, wenn es mehr Zeit daf\u00fcr genommen oder bekommen h\u00e4tte. Da kann man nat\u00fcrlich sagen, ja, das eine Kind hat dieses Genmaterial genommen und das andere Kind das andere, es gibt in der Familie musikalisch begabte Leute und es gibt auch gar nicht musikalisch begabte Leute. Also da liegt der Grund. Aber dann denkt man eigentlich nicht differenziert und da liegt die Schwierigkeit. Rudolf Steiner sagt dann auch, wenn man das eigentlich nicht mitverfolgen kann, da ist etwas anderes, das als Begabung wirksam wird als nur physische Veranlagung, wenn man das nicht mitdenken kann, ja, da kann, man eigentlich mit der Geisteswissenschaft nichts anfangen. Denn dann fehlt die M\u00f6glichkeit, um innerhalb von den physischen Tatsachen die geistig-seelische Tatsachen differenziert anzuschauen. Aber man muss das immer selbst meditativ versuchen, um sich selbst klarzumachen, dass eine Anlage teilweise aus der Erblichkeit kommen kann, dass darin aber etwas anderes sich \u00e4u\u00dfert, was unm\u00f6glich aus der erblichen Anlage kommt. Und das sieht man dann auch daran, dass in einer Reihe von Musikern in einer Familie es nicht so ist, dass immer das gro\u00dfe Talent des Vaters auch auf die Kinder \u00fcbergeht, dass sie ebenso gro\u00dfe Musiker werden. Es ist auch nicht immer so, dass das nur am Anfang oder am Ende ist, es ist eine Art von \u00dcberraschung eigentlich, dass pl\u00f6tzlich in einer musikalischen Familie, wo die Musiker mehr Durchschnittsmusiker sind, dass da pl\u00f6tzlich ein Genie auftritt. Das muss man anschauen lernen, denn man kann mit der Geisteswissenschaft \u00fcberhaupt nichts selbst gewahr werden, wenn man diese feinen, aber doch deutlichen Unterschiede nicht selbst gewahr werden kann. Also man kann dieses Kapitel lesen in der Theosophie und man kann es nat\u00fcrlich ganz referieren, vielleicht aus der Erinnerung ganz perfekt referieren und dann kann es nat\u00fcrlich doch noch sein, dass man diese Punkte in diesem Kapitel, wo das Geistige unmittelbar beim Leser angesprochen wird, dass man das verfehlt hat. Man kann sehr wohl alles wissen und doch selbst nicht unterscheiden k\u00f6nnen und wenn man \u00fcberhaupt mit Wiederverk\u00f6rperung und Karma weitermachen m\u00f6chte, zum Beispiel dadurch, dass man sich fragt, wer bin ich dann eigentlich selbst? Nicht einmal, dass man einen Namen braucht, sondern dass man einen Eindruck bekommt, wie seine geistig-seelische Individualit\u00e4t sich durch die Zeiten hindurch verwandelt immer wieder in Erscheinung bringt, sodass es der Zeit angepasst ist, wenn man das zum Beispiel entdecken m\u00f6chte f\u00fcr sich selbst dann ja, das geht absolut nicht, wenn man nicht diese Punkte, die Rudolf Steiner dort angibt, im Denken gewahr werden kann. Es ist eine Notwendigkeit, dass wir so weit kommen und das ist nicht so schwierig, um mit dem Denken den Unterschied zu fassen zwischen demjenigen, was im Physischen liegt und demjenigen, was im Geistig-seelischen liegt. Es sind subtile Tatsachen. Und weil wir so grob sind, in unserer Seele, in unserer Zeit, weil wir alles materiell erfassen, das wird uns auch so gelehrt, weil wir so grob sind, dadurch ist es so schwierig, diese subtile Tatsachen zu erfassen und sie nicht doch wiederum mit dem physischen zu vermischen oder einerlei zu machen. Also wenn wir das musikalische Kind zur\u00fcckrufen in der Erinnerung, dann haben wir ein Kind, das aus der physischen Vererbung die Qualit\u00e4ten aufgenommen hat um mit dem physischen Leib so gewandt zu werden, wie man das als Klavierspieler braucht. Das Geh\u00f6r zum Beispiel, dass man vielleicht ein absolutes Geh\u00f6r hat, das kann auch noch aus der physischen Linie kommen, obwohl man da nat\u00fcrlich doch immer bedenken soll, dass das geistig-seelische Wesen sich auch solche Eltern sucht, die solche physische Qualit\u00e4ten liefern k\u00f6nnen. Aber das kommt dann doch aus der physischen Linie. Aber das musikalische selbst, die Auffassungsf\u00e4higkeit f\u00fcr die Musik, das ist etwas ganz anderes. Darum geht es. Das unmusikalische Kind hat vielleicht auch diese Fertigkeit der Glieder, k\u00f6nnte es auch lernen. Aber kann es nicht weil die geistig-seelische F\u00e4higkeit nicht entwickelt ist so, dass das auch in diese physische Anlage mehr oder weniger verk\u00f6rpert werden kann. Wenn man im Leben etwas nicht kann und man \u00fcbt und man kann es nach einiger Zeit wohl und jemand anderes sieht, dass man das wohl kann, dann sieht derjenige nicht, dass ich es auch nicht konnte irgendwann einmal, und dass durch \u00dcbung dieses K\u00f6nnen zustande gekommen ist. Aber ich habe es \u00fcben m\u00fcssen. Und so m\u00fcssen wir uns vorstellen, dass ein talentierter Mensch, ein Mensch mit bestimmten Anlagen, dass dieser Mensch diese Anlagen in einer vorherigen Inkarnation ge\u00fcbt hat, und dass er dadurch mit einer F\u00e4higkeit, mit einer Anlage geboren wird, die ein anderer Mensch nicht hat. Und wenn ein Nicht f\u00e4higer Mensch versucht das Klavierspielen zu lernen, dann geht das nicht. Vielleicht wenn er oder sie durchsetzt kommt durch die \u00dcbung doch etwas zustande, aber genial wird es nicht werden. Das n\u00e4chste Mal aber, wenn dieser Mensch wieder sich inkarniert, wird diese musikalische F\u00e4higkeit durch die hartn\u00e4ckige \u00dcbung sich doch verbessert haben.<\/p>\n<p>Und hierin m\u00fcssen wir ein Gesetz von Wiederverk\u00f6rperung und Karma versuchen zu sp\u00fcren, dass wir bei Menschen, wenn wir eine Anlage sehen, dass wir versuchen gewahr zu werden, dass diese Anlage nicht aus der physische Vererbung kommt, sondern aus der geistig-seelischen Vererbung. Das l\u00e4sst sich wirklich mit dem Denken feststellen. Und Rudolf Steiner sagt, ja, es kommt da nat\u00fcrlich immer Kommentar darauf, dass man sagt, ja, was soll das denken mich \u00fcberzeugen? Das ist doch derjenige, der denkt dies und\u00a0 diejenige denkt, was hat das f\u00fcr Beweiskraft? Und dann sagt er, ja, das Denken ist auf Erden bei Menschen die geistige T\u00e4tigkeit. Und wenn man das Denken nicht vertrauen kann dann h\u00f6r mal auf, dann hat alles Studieren in der Geisteswissenschaft keinen Sinn. Denn wenn man nicht selbst hellsichtig ist, dann ist das Denken als geistige T\u00e4tigkeit doch da, um diese geisteswissenschaftliche Tatsachen mitzudenken Und nicht sie blind mitzudenken, sondern sie mit Einsicht mitzudenken. Und wenn man damit einmal anf\u00e4ngt, dann lernt man die Gl\u00fcckseligkeit des unterscheidenden Geistes wohl kennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir verfolgen das Kapitel Wiederverk\u00f6rperung und Karma in dem Buch Theosophie von Rudolf Steiner, um einen Eindruck zu bekommen, wie man mit dem Denken nur eine ganz gro\u00dfe Gewissheit bekommen kann \u00fcber dieses Ph\u00e4nomen Wiederverk\u00f6rperung und Karma. Zuerst hatte Rudolf Steiner die Frage gestellt, ob es vielleicht so sein k\u00f6nnte, das so, wie wir in uns selbst ein Ged\u00e4chtnis haben, dass auch die Welt ein Ged\u00e4chtnis hat, ein Ged\u00e4chtnis f\u00fcr die Taten, die wir an ihr verrichten.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":9510,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-9516","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-nicht-kategorisiert"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9516","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9516"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9516\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9517,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9516\/revisions\/9517"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9516"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9516"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9516"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}