{"id":9575,"date":"2025-08-13T09:25:08","date_gmt":"2025-08-13T07:25:08","guid":{"rendered":"https:\/\/miekemosmuller.com\/?p=9575"},"modified":"2025-08-31T11:19:57","modified_gmt":"2025-08-31T09:19:57","slug":"die-anlage-als-zeugnis-der-individualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/miekemosmuller.com\/de\/blog\/die-anlage-als-zeugnis-der-individualitaet\/","title":{"rendered":"Die Anlage als Zeugnis der Individualit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>In dem vorigen Video habe ich versucht, anhand von Rudolf Steiners Theosophie anzugeben, wie die Seele als Mittelglied zwischen Leib und Geist nach unten, zu dem Leib, als Empfindungsseele den astralen Leib durchsetzt, durchdringt und wie von oben das Geistige in Form des Geistselbst die Bewusstseinsseele durchstrahlt mit dem Wahren und Guten und das Sch\u00f6ne ist dann eine Folge. Rudolf Steiner f\u00fchrt dann die Gedankeng\u00e4nge weiter und es bleibt nat\u00fcrlich noch eine Frage: wenn wir so im Leben stehen und wir haben unseren eigenen Menschsein und wir haben auch das Menschsein von anderen, wie unterscheiden wir dann zwischen bestimmten Anlagen, die jemand hat, die aus der erblichen Anlage kommen und den rein geistigen Anlagen? Und in dem n\u00e4chsten Textteil f\u00fchrt Rudolf Steiner das aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen es so versuchen zu sehen, dass das Geistselbst, dass das Wahre und Gute mehr oder weniger an die Seele gibt, dass dieses Geistselbst auch empf\u00e4ngt. Es gibt nicht nur, aber es empf\u00e4ngt auch. Die Seele ist nicht nur wahr und gut, sie hat auch allerlei pers\u00f6nliche Eigenschaften und die sind nicht immer gut, aber die sind oft auch wohl gut. Die Seele wird also durchstrahlt durch die Bewusstseinseele vom Geistselbst und das Wahre und Gute vermischt sich so mehr oder weniger mit dem \u00fcbrigen Teil der Seele. Das k\u00f6nnen wir uns gut vorstellen. Und wenn nun bestimmte Erfahrungen gemacht werden, dann macht die Seele die Erfahrungen und gibt sie mehr oder weniger an das Geistselbst, das damit also befruchtet wird. Die Fr\u00fcchte der Erfahrungen gibt die Seele an das Geistselbst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und das sind dann nicht die Wahrnehmungen und Gedanken selbst, aber das sind die Anlagen, die dadurch entstehen, die Talente. Dasjenige, was man durch Lernen sich erwirbt. Das ist doch ein wunderbares Bild, dass wir als Mensch die M\u00f6glichkeit haben, in unserem Leben, dadurch, dass wir Erfahrungen sammeln, uns so zu entwickeln, dass diese Entwicklung dem Geistselbst als eine Realit\u00e4t mitgeteilt wird, das Geistselbst beh\u00e4lt dann diese Anlage. Und wir m\u00fcssen uns dann vorstellen, dass, wenn wir in einer anderen Lage etwas Gleichartiges erfahren, dass dann das Geistselbst daf\u00fcr sorgt, dass wir wissen, was wir fr\u00fcher gelernt haben. Also durch das Gleichartige wahrzunehmen oder zu erfahren, kommt das Fr\u00fchere wieder auf. Das ist der Prozess des Lernens letztendlich. Und wir haben als Menschen also nicht nur eine Art des Lernens, die technisch ist, aber es ist auch das Wahre und Gute, das aus dem Geistselbst in die Seele hinein wirkt und mitwirkt, wenn wir lernen.<\/p>\n<p>Und diese Fr\u00fcchte bekommt das Geistselbst mehr oder weniger f\u00fcr die Ewigkeit. Und so k\u00f6nnen wir unterscheiden lernen. Wenn der Mensch dann wieder zur\u00fcck kommt, dann tr\u00e4gt er diese Anlage mit sich mit und kommt dann auf Erden und hat Wunderbare Anlagen, die nicht in dieser Inkarnation gelernt worden sind. Und da liegt der Unterschied. Da kann man unterscheiden. Es sind Anlagen, die \u00c4hnlichkeit haben mit anderen Anlagen, die man nur durch Lernen sich erwirbt. Aber man hat sie nicht erworben in dieser Inkarnation. Und man hat sie doch. Rudolf Steiner gibt das Beispiel von Mozart, der mit sechs Jahren schon, wenn er ein kompliziertes Musikst\u00fcck h\u00f6rte, einmal, das nachher ganz aufschreiben konnte. Das kann er nat\u00fcrlich nicht gelernt haben. Das ist eine Anlage, mit der er in die Welt hineingekommen ist und diese Anlage, die beruht darauf, dass er etwas sehr Kompliziertes auf einmal anschauen und durchschauen kann.<\/p>\n<p>Das kann man in einer Inkarnation auch lernen, durch \u00dcbung. Aber wenn ein Kind von sechs diese Anlage bereits hat, ist das etwas ganz anderes. Das ist nat\u00fcrlich ein extremes Beispiel. So werden wir es nicht oft erleben. Aber so k\u00f6nnen wir doch unterscheiden lernen zwischen Anlagen, die aus der Erblichkeit kommen. Und das sind vielmehr Voraussetzungen daf\u00fcr, dass man bestimmte Dinge lernen kann und Anlagen, die man sonst eigentlich nur durch Lernen sich erwirbt, aber die ohne diese Lernprozesse schon da sind. Das ist doch etwas Wunderbares, wenn man sich das, diese feine Unterscheidung sich wieder bewusst wird, denn es gibt einerseits dadurch eine Art von Sicherheit, dass es wohl Reinkarnation und Karma geben muss, weil wie k\u00f6nnte man sonst diese Anlagen, die man nur durch Lernen bekommt und die man ohne etwas gelernt zu haben doch hat, wie k\u00f6nnte man diese erkl\u00e4ren? Da m\u00fcsste man doch wenigstens in Wunder glauben. Das ist das eine, also man hat dadurch eigentlich eine Art von Beweis bekommen, dass es mehrere Erdenleben gibt. Aber das andere ist, dass wir dann in unserem Erdenleben auch eine M\u00f6glichkeit finden zu unterscheiden zwischen Anlagen, die da sind, wodurch das Lernen m\u00f6glich wird und Anlagen, die da sind, weil man es irgendwann einmal schon gelernt hat. Und dann ist es so, dass wenn das Geistselbst bestimmte F\u00e4higkeiten in sich aufnimmt f\u00fcr die Ewigkeit und diese F\u00e4higkeiten werden als Fr\u00fcchte mitgenommen, dann ist es der Lebensgeist, der dann daf\u00fcr sorgt, dass jedes Mal, wenn diese Anlage gefragt wird, dass sie auch sich bet\u00e4tigen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im physischen Dasein es so ist, dass der Aetherleib, der Lebensleib daf\u00fcr sorgt, dass die Art gleich bleibt, dass man als Mensch wiederum ein Mensch hervorbringt. Das tut der Aetherleib. So sorgt der Lebensgeist daf\u00fcr, dass die menschliche geistige Individualit\u00e4t immer wieder sich selbst in eine neue Inkarnation hervorbringt. Ist das nicht etwas wunderbares zu bedenken: die menschliche Individualit\u00e4t, zu der ich ICH sage, dass diese sich selbst anhand von erworbenen Anlagen in n\u00e4chsten Inkarnationen immer wieder hervorbringt, mit diesen Anlagen dazu. Und so wachsen wir von Inkarnation zu Inkarnation immer weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem vorigen Video habe ich versucht, anhand von Rudolf Steiners Theosophie anzugeben, wie die Seele als Mittelglied zwischen Leib und Geist nach unten, zu dem Leib, als Empfindungsseele den astralen Leib durchsetzt, durchdringt und wie von oben das Geistige in Form des Geistselbst die Bewusstseinsseele durchstrahlt mit dem Wahren und Guten und das Sch\u00f6ne ist dann eine Folge. Rudolf Steiner f\u00fchrt dann die Gedankeng\u00e4nge weiter und es bleibt nat\u00fcrlich noch eine Frage: wenn wir so im Leben stehen und wir haben unseren eigenen Menschsein und wir haben auch das Menschsein von anderen, wie unterscheiden wir dann zwischen bestimmten Anlagen, die jemand hat, die aus der erblichen Anlage kommen und den rein geistigen Anlagen? 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