Wochenspruch 5, 5. – 11. Mai

Nun hat die Seele in ihrer Empfindung sich mit dem Licht vereinigt. Es ist das äußerliche Sonnenlicht, das aus Geistestiefen kommt, worin sich das Schaffen der Götter offenbart. Dieses Licht webt im Raum und ist fruchtbar. Man kann das in dem Reichtum der Blüten von allerlei Art wahrnehmen, vor allem den Prunus, den anderen Obstbäumen, dem Flieder.

Im Alltagsbewusstsein merkt man nicht, dass das Wesen der Seele sich so weit gemacht hat, so frei von der innerlich abgeschlossenen Selbstheit befreit hat, dass in diesem Licht das Wesen der Seele erscheint. Der erleuchtete Raum scheint für das gewöhnliche Bewusstsein ganz seelenlos zu sein. So, wie man die Luft nicht wahrnimmt, außer wenn sie kräftig zu Wind und Sturm wird, so nimmt man auch die Seele in dem erleuchteten Raum nicht wahr. Doch dies ist die Woche im Jahr, in der ein natürliches ‚Magnificat’ gesungen wird: Weit wird meine Seele, so weit wie das ganze Weltensein. Mai ist der Marienmonat, es ist der Monat, in dem in der katholischen Tradition die Prozessionen durch die blühenden Felder stattfinden. Das ist eine Äußerung dieses ‚Magnificat’ der Seele. In dem Wochenspruch können wir selbst innerlich so weit werden wie das Weltensein und erleben, wie dies eine Auferstehung aus der engen, im Innern sich haltenden Selbstheit ist. Mit dem Wort ‚Götter’ werden alle Wesen der geistigen Welt gemeint, es ist nicht ‚polytheistische’ gemeint. Wir müssen hierbei an die höheren Hierarchien denken, die Engel, Erzengel und an die noch viel höheren Wesen, bis zu den Seraphim, sich vereinend in dem schaffenden Weltenwort, Christus.

 

Diese Wochensprüche wurden von Rudolf Steiner 1912/13 im Anthroposophischen Seelenkalender gegeben.

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