Wochenspruch 1, 1. – 6. April – Frühling – Oster-Stimmung

Zu Ostern fühlen wir uns wie auferstanden aus unseren vagen, leiblichen Gedanken. Im Frühling scheint die Sonne sehr klar und schon warm, und all unsere Sinne scheinen durch die Frühlingssonne erhellt und erwärmt zu werden. Die Sonne scheint aus den Fernen des Kosmos zu all unseren Sinnen zu sprechen, und wir empfinden dadurch eine gewaltige Freude. Diese Freude jubelt in den Tiefen unserer Seele, und wir können fühlen lernen, wie sie an den Strahlen der Sonne aufsteigt und sich damit vereinigt. Ich kann mich selbst fühlen, eingebettet in die warmen Sonnenstrahlen, und ich antworte mit großer Freude, die aus mir, aus meinem Gewahrwerden kommt.

Diese Freude scheint Gedanken zu befreien, aus der Hülle meines Selbst zu befreien. Sie scheinen gleichsam zurück in den Kosmos – von meiner Seele, meinem ätherischen, meinem physischen Leib aus, als wäre es ein Chor, der Halleluja! singt. Von meinem gewöhnlichen Bewusstsein aus höre ich den Chor nicht, doch in der Tiefe kann ich bemerken, wie die Töne in Harmonie erklingen und wie sie das menschliche Wesen mit dem Sein des Geistes verbinden. Es ist der physische Leib, der mit neuen Lebenskräften beschenkt wird.

In anderen Worten…:
Die geistigen höheren Wesen, die die Sonne sind – also nicht das physikalische Objekt Sonne –, vereinigt in dem Auferstandenen Christus, berühren meine Sinne, mein Sehen, mein Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen… Sie durchdringen mein ganzes Sein, meinen physischen Leib, bis ins Mark, bis in die Knochen. Dadurch kommt eine tief innerliche Freude als eine Antwort aus den Tiefen meiner Seele und vereinigt sich mit dem Licht im Schauen. Es ist die Kraft der Auferstehung des Leibes, die dieses tief innerliche Gefühl der Freude hervorruft. Durch die Vereinigung von Freude und der geistigen Sonne gibt es zugleich eine leise erlebte Vereinigung des Menschenwesens und des Seins des Geistes. Dies wird durch die Gedanken verwirklicht, die durch die innere Freude hervorgerufen werden – Gedanken, die zwar nicht auf die gewohnte Weise gedacht werden, die sich aber von der Umhüllung des Selbsts bis in die kosmischen Weltenweiten erstrecken.

Zu Ostern feiern wir die Auferstehung des Leibes aus dem Tod. So, wie in der Natur der Tod dem Leben weicht, wie die Pflanzen wieder zu wachsen und zu blühen beginnen, so machen die Todeskräfte im menschlichen Leib Platz für das Leben.

Im herbst tritt das Umgekehrte auf: Die Natur stirbt, und auf dem Grunde dieser sterbenden, weichenden Naturkraft kann der menschliche Geist erwachen und sich seiner selbst bewusst werden.

Diese Wochensprüche wurden von Rudolf Steiner 1912/13 im Anthroposophischen Seelenkalender gegeben.

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Und Freude aus den Seelentiefen
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