Schleier

Nun habe ich mich so weit von meinem Selbst entfernt, dass ich das Weben des Geistes im Licht der Welt, im Schein, fühlen kann. Es erscheint mir nicht in einem klaren Denken, es scheint in einer Verzauberung zu erscheinen. Dieser webende Geist hat einen Schleier gezogen, so dass ich diesen nicht in seinem wahren Wesen erfassen kann. Meine Sinne sind dieser Schleier, sie verdecken mein wahres Wesen. Doch nur durch dieses verschleierte Sein gewinnt mein Selbst an Kraft. Indem das Ich innerhalb der Grenzen gehalten wird, wächst es gerade. Es wäre hierzu nicht von sich aus imstande.

Ich fühle wie verzaubert
Im Weltenschein des Geistes Weben:
Es hat in Sinnesdumpfheit
Gehüllt mein Eigenwesen,
Zu schenken mir die Kraft:
Die, ohnmächtig sich selbst zu geben,
Mein Ich in seinen Schranken ist.

Blog218

Diese Wochensprüche wurden von Rudolf Steiner 1912/13 im Anthroposophischen Seelenkalender gegeben.

Schleier Von Mieke Mosmuller

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Wer ist Mieke Mosmuller?

Mieke Mosmuller ist Ärztin, Schriftstellerin und Philosophin. Sie schreibt über aktuelle Themen, die ihren philosophisch-spirituellen Entwicklungsweg berühren, den sie 1983 begann….

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