Frühlingsbasar in Breda

In dieser und der nächsten Woche werde ich meine reflektierende Andacht einem Ereignis widmen, das durch einen Kreis von Freunden meiner Arbeit organisiert wird. 2012 entstand dieser Kreis, um der Arbeit, die ich tue, eine finanzielle Stütze zu geben. Vor einundzwanzig Jahren veröffentlichte ich mein erstes Buch ‚Suche das Licht, das im Abendland aufgeht’. Es basiert auf meinen spirituellen Erfahrungen mit der Wissenschaft des heiligen Grals. Der Titel des Buches verweist auf das Suchen nach dem heiligen Gral, nach dem Gefundenwerden durch den heiligen Gral. Dieses Buch betrachte ich noch immer als den Keim meines Werkes, der seitdem in über dreißig Büchern, sowohl in Romanen als auch in spirituell-philosophischen Themen, zu einem weiteren Wachsen und Blühen gefunden hat. Viele Bücher sind ebenso in deutscher Sprache erhältlich, und das dritte Buch in englischer Sprache wird in Kürze erscheinen.
Was ist der Mensch? (2)

Die Ouvertüre dieser Blogtexte war die Frage: Was ist der Mensch? Die ersten Reflexionen hatten die Evolution zum Thema, die leibliche Offenbarung des Menschen. Ich will die Frage nun von neuem stellen, aber mehr in innerlichem Sinne. Martin Buber (1878-1965, jüdisch-österreichischer Religionsphilosoph) hatte besonders schöne Gedanken über diese Frage, kulminierend in dem Buch „Das dialogische Prinzip“ und dessen Teil „Ich und Du“. Er beschreibt da die Begegnung des Ich und des Du, in Worten oder schweigend, als einen wunderbaren mystischen Prozess wahrer Liebe, in dem aller Egoismus überwunden ist. Dies kann auch zwischen Menschen auftreten, die einander zum ersten Mal begegnen. Ein Zitat:
Die öffentliche Meinung

Wenn man einen beeindruckenden Bericht hört, etwa über Hinrichtungen aufgrund von religiösen Überzeugungen, dann fühlt man unmittelbar bestimmte Reaktionen in einem aufsteigen. Doch die erste Reaktion müsste sein, sich zu fragen: Ist dies wirklich wahr, und wenn ja, ist auch dessen Bedeutung, von der mir berichtet wird, ebenfalls wahr? Werde ich durch eine bestimmte Berichterstattung nicht in eine bestimmte Richtung gelenkt, die mir sagt, wie ich denken und fühlen soll? Ich will hier nicht alle Nachrichten bezweifeln oder doppelter Bedeutungen verdächtigen. Ich will nur auf die Tatsache hinweisen, dass unmittelbar ein Urteil aufkommt und dass die notwendige erste Frage übergangen wird: Kann ich allen Informationen aus den Medien vertrauen? Natürlich kann ich das nicht! Doch das bedeutet auch wiederum nicht, dass jede Information unrichtig ist. Ich werde also eine Art neues Sinnesorgan entwickeln müssen, um die Unterscheidung treffen zu können.
Die Walküren

In ‚Die Walküre‘ wird die alte germanische Mythologie gezeigt. Auf berührende Weise wird die Trennung zwischen dem Gott Wotan und seiner liebsten Tochter Brünnhilde gezeigt. In den dramatischen Szenen wird deutlich, das alles Geschehen auf Erden, zwischen Menschen, von den Göttern gelenkt wird. Ein Mann kann glauben, dass er seinen Gegner überwunden habe – doch er vermag dies nur dadurch, dass er während seines tapferen Kampfes die Hilfe der Götter erhält.
Moderne spirituelle Selbsterkenntnis

In der Divina Commedia, dem mittelalterlichen Gedicht von Dante, finden wir eine Form von Selbsterkenntnis, die auf einer gewissen Hellsichtigkeit basiert. Dantes Lehrer war Brunetto Latini. Dante beschreibt seine Begegnung mit seinem Lehrer im Inferno, wo er brennt…
Der Läuterungsberg in der Divina Commedia von Dante

In Dantes Divina Commedia werden die Hauptsünden anschaulich geschildert, indem die Busse imaginiert wird. Die Busse dauert so lange, bis die Seele ganz vom Übel gereinigt ist. Erst dann erlangt sie die Flügel, die sie in das himmlische Paradies, zur Anschauung Gottes tragen.
Das Böse und die alte Sündenlehre bei Dante

Die Selbsterkenntnis nimmt wunderbare Gestalten an, wenn wir uns in die alte Sündenlehre vertiefen. Sie kommt in Dantes Divina Commedia (13. Jahrhundert) in bildhafter Weise in Erscheinung. Dante hat, geführt vom Dichter Vergilius, zuerst die Hölle durchschritten. Dann ersteigt er den Läuterungsberg, wo die Menschen ihre Sünden büssen müssen, bevor sie in das himmlische Paradies entlassen werden können. Hier, im Purgatorio, finden wir die sieben Hauptsünden abgebildet.
Über das Böse

Unmittelbar nach dem 6. Januar wurde das Licht verfinstert durch die Ereignisse in Paris. Diese rufen Fragen über den Ursprung des Bösen auf. Ich zitiere aus den Mysteriendramen von Rudolf Steiner, aus dem zweiten Drama, neuntes Bild.
Guter Wille

In Bezug auf die Gedanken über Frieden und guten Willen empfing ich einige Reaktionen von Menschen, die bezweifeln, dass es noch Menschen von gutem Willen, von einer Intention, die in die Richtung des guten Willens geht, gibt. In der Bibel steht geschrieben, dass Christus die Jünger zurechtweist, als sie ihn ‚gut’ nennen. Nur der Vater ist gut! Es ist auch deutlich, dass ein Mensch nicht in diesem vollkommenen Sinn gut sein kann. Aber der Willensimpuls kann gut sein. Und wenn dies nicht so ist, kann es doch noch so werden. Ich würde also jedem, der an dem guten Willen des Menschen zweifelt, sagen wollen: Es gibt nur eine Person auf der ganzen Welt, die durch deine Versuche gut werden kann – und das bist du selbst. Was hat es für einen Sinn, die Regierung zu kritisieren, die Minister, den Ministerpräsidenten oder wen auch immer? Es hat noch nie etwas geholfen und wird es auch niemals.
…Und Friede auf Erden den Menschen, die eines guten Willens sind

Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen, die eines guten Willens sind.