Die Frage ist: Haben Gedanken Kraft? Wir versuchen natürlich, bei den Weltereignissen mitzudenken. Und die Frage ist, ob das auch etwas am Weltgeschehen verändert, wenn wir das so tun. Ich glaube, dass wenn man mit dem gewöhnlichen, mehr assoziativen Denken mitdenkt, dass das dann nicht viel Effekt hat. Die alltäglichen Gedanken, da greift man sozusagen einfach hindurch, die haben wenig, keine Kraft. Jedenfalls keine Kraft, die im Weltgeschehen etwas zu bedeuten hat. Aber es ist natürlich auf der anderen Seite so, dass es wohl bekannt ist – und das ist auch in nicht unbedingt spirituellen Richtungen bekannt – dass wenn man mit seinen Gedanken etwas will, dass das sehr wohl eine Kraft erzeugt, die dann auch hilft, dass das geschieht, was man will.
Es ist aus dem, ich glaube Anfang des 20. Jahrhunderts, eine Bewegung entstanden von Menschen, die davon überzeugt sind, dass man Glück denken kann. Dass man auch Reichtum denken kann, wenn man nur stark genug davon überzeugt ist und das auch immer wieder in seinen Gedanken unterstreicht. Dass das geschehen wird. Das hat schließlich, glaube ich, zu dem Büchlein – und der ganzen Bewegung darum herum – „The Secret“ geführt, in dem ein konkreter Weg beschrieben wird, wie man durch positive Bestätigung sein Schicksal gewissermaßen in die Hand nimmt.
Ein anderes Beispiel, mehr auf dem Gebiet der Gesundheit, ist die Bewegung, die durch Louise Hay in die Welt gebracht wurde. Die doch eigentlich auch dadurch, dass sie für jedes Leiden bestimmte Ursachen im Seelenleben angibt und bestimmte Affirmationen gibt, die man denken oder notfalls auch zu sich selbst sprechen kann, die dann so umformend wirken, dass man dadurch gesünder werden könnte. Das sind im mehr äußeren Leben doch bekannte Bewegungen, die davon ausgehen, dass Gedanken Kraft haben. Und das wird vielleicht von den – ja, ich will mal sagen – regulären Bewegungen nicht anerkannt. Das scheint zumindest so, aber ich glaube, dass auch in diesen regulären Bewegungen davon ausgegangen wird, dass man mit bestimmten Gedanken doch Ergebnisse erzielen kann. Und das ist natürlich ein gefährliches Gebiet. Denn wenn man das wirklich zu nutzen wüsste und man ist nicht moralisch, was könnte man dann vielleicht mit einer Kultur der Gedankenkraft bewirken?
Ich habe, als ich mich notwendigerweise mit der Corona-Krise beschäftigte, ein Dokument gefunden von der Rockefeller Foundation, die im Jahr 2010 einen Bericht veröffentlicht hat von einer Zusammenkunft, in der bestimmte Szenarien für die Zukunft durchdacht werden. Die werden wirklich durchdacht. Und darin steht ein Szenario für einen gewissen Lockstep. Und das ist ein Szenario von Politik, könnte man sagen, das erdacht ist für eine möglicherweise irgendwann eintretende Pandemie. Aber das wird dann ganz konkret beschrieben, und zwar als stattfindend im Jahr 2018.
Nun ja, dieses ganze Szenario-Geschehen wird eingeleitet durch eine Erklärung dessen, der darüber bestimmt, warum Szenarien? Und es wird natürlich mehr besprochen, was von Bedeutung ist, wobei Menschen sich im Vorhinein mit bestimmten Dingen beschäftigen, die einmal eintreten könnten, und wo dann im Voraus überlegt wird, was man bei einem solchen Szenario, was man für ein Szenario eigentlich schreiben muss – um das gut zu begleiten. Wenn man dann liest, wie das für diese Pandemie beschrieben wird, dann kommt man zu seiner großen Verwunderung zu dem Schluss, dass dort exakt beschrieben steht, was wir dann 2020 und in den Jahren danach erlebt haben. Und dann ist natürlich die Frage – oder zumindest ist es eigentlich keine Frage mehr – für mich ist das dann ein Hinweis, dass man in Anführungszeichen durch das Schreiben von Szenarien doch der Zukunft eine gewisse Form gibt. Weiter würde es gehen, wenn man sagen würde: Dadurch, dass daran so stark gedacht wurde, geschieht es auch. Das könnte man sich auch noch fragen. Aber das wird natürlich so nicht dargestellt. Es wird dargestellt: Wenn es jemals passiert, dann sollten wir dies und das und das alles tun. Dann geschah es. Zwar nicht 2018, aber 2020. Und dann wurde auch tatsächlich dies und das und das alles getan.
Nun, in unserer Zeit, jetzt ein paar Jahre später, sieht man eigentlich etwas Ähnliches entstehen. Vor Weihnachten – ich habe dazu damals auch ein Video gemacht: „Friede auf Erden“ – vor Weihnachten sahen wir, dass der Generalsekretär der NATO auftritt und davor warnt, dass mehr in die Verteidigung, in das militärische Gerät investiert werden muss, weil eine große Bedrohung in naher Zukunft besteht.
Jetzt haben wir das NATO-Treffen in den Niederlanden gehabt. Und ich las einen Artikel über das, was Rutte eigentlich antreibt, jetzt noch immer, um mit so viel Kraft diese Erhöhung des Beitrags zur Verteidigung durchsetzen zu wollen. Und dann liest man, dass er wirklich behauptet, dass in Russland eine enorme Bewegung im Gange sei, um das militärische Gerät auf ein hohes Niveau zu entwickeln. Und dass das blitzschnell voranschreitet. Wenn man dann anschließend andere darüber hört, dann sagen die: Nun ja, das beruht auf Beobachtungen verschiedener Kommissionen. Aber man kann das nicht isoliert betrachten. Man muss doch auch die finanzielle Lage Russlands mit einbeziehen, die im Moment so schlecht ist und immer schlechter wird, dass es fraglich ist, wie das weitergehen soll. Das ist also die andere Seite. Es ist natürlich doch immer wichtig, dass man versucht, das Ganze zu sehen und sich nicht nur auf bestimmte Beobachtungen verlässt, die dann doch relativ sind.
Aber gut. Was ich eigentlich sagen will, ist, dass mit aller Kraft suggeriert wird, dass wir Angst haben müssen vor einem Krieg. Die Frage ist: Diese Angstgedanken haben natürlich auch Kraft. Rufen die schließlich einen solchen Zustand hervor? Ist es so, dass die Kraft der Gedanken einer in Angst versetzten Menschenmasse vor Krieg nicht schließlich auch dazu führt, dass ein solcher Krieg entsteht?
Und dann ist die nächste Frage: Müssen wir, Menschen, die das anders sehen, müssen wir dem nicht andere Gedanken entgegensetzen? Auch vereint.
Es gibt natürlich schon sehr viele Gruppen, die das tun. Ich denke, dass das letztlich mehr Wirkung hat als Demonstrieren. Obwohl das Demonstrieren natürlich besonders ist, weil es sichtbar wird. Diese Gedankenexpeditionen von Menschen werden nicht so sichtbar. Es gibt schon sehr viele Gruppen, die das tun. Wenn ich das so miterlebe, diese Kraftentwicklung in den Angstgedanken, dann wird doch sehr deutlich, dass wir als Menschen, die das anders sehen, uns auch in angstfreien Gedanken vereinen, in Gedanken, die aus der Überzeugung kommen, dass der Mensch im Wesen überhaupt kein kriegslustiges Wesen ist, sondern ein friedliebendes Wesen. Und dass man das ebenso gut hervorrufen kann wie die Kriegslust, die man auch hervorrufen kann. Ich las über Frankreich, über ein Pamphlet, in dem aufgerufen wird, dass junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren sich melden können für eine Art einjährigen Kurs. Um sich auf die militärische Mission Frankreichs zu orientieren, wegen der Stärkung des militärischen Apparates. Das ist im Gange und was wird das nicht in den Seelen dieser jungen Menschen bewirken? Gedanken sind an sich nicht kraftvoll. Aber wenn sie durch Willen vereint werden, in mehreren Menschen, dann werden sie kraftvoll. Und so kann eine Angstkultur im Gedankenleben – das ist eine Art negativer Wille – sehr wohl eine Wirkung haben, eine Wirkung auf den Verlauf der Weltereignisse. Und so müssen wir dem entgegentreten. Unsere Gedanken von Frieden und Liebe, unsere Gedanken des Bittens um Hilfe an die geistigen Wesen, die letztlich darüber bestimmen. Das müssen wir doch in Gang setzen, soweit es nicht schon in Gang ist. Aber ganz bewusst, jeder Mensch für sich, sollte ein Szenario schreiben für die nahe Zukunft. Ein Szenario, das ganz anders verläuft als das, was zum Beispiel der Generalsekretär der NATO uns vorhält.
Das waren so meine Gedanken in den vergangenen zwei Wochen. Und ich werde diese Gedanken in der kommenden Zeit weiterverfolgen.




Een reactie
Sehr verehrte Frau Mosmuller,
Vielen Dank für Ihr Wirken im Allgemeinen (Ihre Bücher …) und insbesondere in Form solcher Artikel, die ich sehr gern lese ! Leider gibt es, wie ich finde, heutzutage in unserer Welt meinem Eindruck nach viel zu wenig solches Wirken, viel zu wenig Menschen, die dazu in der Lage und bereit sind. Hoffentlich führen Sie Ihre Arbeit noch lange fort.
Mit freundlichen Grüßen,
Ulrich Stenzel