Jeder Mensch sucht die Anthroposophie

Ja ich möchte dann noch wenigstens einmal darüber sprechen, welche Widerstände es gibt wodurch nicht Millionen Menschen die Anthroposophie umarmen, obwohl sie es wahrscheinlich eigentlich möchte. Und das ist eine schwierige Problematik. Wir haben gar keine Angst dafür, um als Verschwörungstheoretiker dargestellt zu werden. Ich habe ein Video darüber gemacht, was für Unsinn das eigentlich ist, dass man Menschen, die Gründe für etwas suchen, dass man die in der Ecke der Verschwörungstheorien steckt, denn es ist doch ein Wissenstrieb des Menschen um Gründe für etwas zu suchen und das wird in der Wissenschaft natürlich immer überall gemacht. Aber wenn man das in öffentliche Prozessen, politische Prozessen sucht, dass etwas absichtlich geplant wird, ja, dann darf das nicht, dann ist man ein Verschwörungstheoretiker. Und wenn man gut aufmerksam ist, dann sieht man, dass all diese Menschen, die darauf so stark hinweisen, dass sie eigentlich, wenn es ihnen passt, selbst ganz leicht Gründe dafür angeben, dass etwas geschieht, was sie nicht mögen. Ich hoffe, dass ich mich verständlich mache. Also ich wollte nur sagen, wir haben keine Angst dafür, dass wir so gesehen werden werden. Wir finden es ganz normal, dass man immer überlegt, ob nicht etwas so geht, wie es geht, weil zum Beispiel bestimmte Mächte in der Welt das gar nicht wollen, dass es anders geht. Ud so möchte ich Rudolf Steiner besprechen, der ja im 20. Jahrhundert am Anfang die Anthroposophie in die Welt gebracht hat, als eine Geisteswissenschaft, also nicht aus einer spirituellen oder religiösen Strömung, sondern aus einer Wissenschaft des Geistes. Und wenn diese Geisteswissenschaft, neben der Naturwissenschaft wirklich einen Platz bekommen würde, dann würde die Menschheitsentwicklung eine ganz andere Bahn laufen können. Und ja, man kann ruhig sagen, dass das von gewissen Seiten nicht gewünscht wird. Und das war damals schon so, das hat sich auch gezeigt, zum Beispiel dadurch, dass das Goetheanum in Dornach vollständig abgebrannt ist. Aber das zeigte sich nach dem Tod von Rudolf Steiner noch immer und das zeigt sich bis jetzt, dass bestimmte Mächte diese Geisteswissenschaft nicht wollen, un dann kann man allerlei in die Welt schaffen, wodurch die öffentliche Meinung so beeinflusst wird, dass Rudolf Steiner in ein ganz merkwürdiges Licht gestellt wird. Geisteswissenschaft. Man find et natürlich, wenn etwas Wissenschaft ist, dann muss es mehrere Wissenschaftler geben, die bestimmte Resultate belegen können. Dass einer Untersuchungen anstellt und dann die Wahrheit finden würde, ja, das will man einfach überhaupt nicht annehmen. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts hat sich dann auch immer mehr eine Entwicklung gezeigt, dass der Mensch nicht mehr alleine die Wahrheit haben kann, dass es immer in Gruppen geschehen soll, dass es durch Diskurs festgestellt werden soll, ob Wahrheitet da ist oder nicht. Wahrheit existiert eigentlich nicht mehr in diesem Sinne, dass sie bei einem Menschen sein kann. Und das hat natürlich dazu geführt, dass Geisteswissenschaft beruhend auf Untersuchungen, von einem Menschen, gar nicht seriös genommen wird. Und wir haben das am deutlichsten bemerkt in der Zeit, dass Rudolf Steiner 150 Jahre her geboren wurde. Da haben viele Autoren Biografien geschrieben – ich auch – und da gab es eine Biografie von Helmut Zander und der hat eigentlich die ganze Geisteswissenschaft mehr oder weniger, ja, ich möchte sagen lächerlich gemacht, dadurch auch, dass er die Person Rudolf Steiner in ein fragwürdiges Licht gestellt hat. Geisteswissenschaft beruhend auf Untersuchungen von einer Person wird nicht akzeptiert, das ist das eine. Und das andere ist dann, dass man ja, wie soll ich es sagen, die Moralität von Rudolf Steiner von allerlei Seiten bezweifelt. Und das beste Waffen dafür ist in unserer Zeit, wenn man zeigen kann, dass jemand nicht alle Menschen liebt, sondern dass er bestimmte Menschen liebt und andere hasst. Und wenn das dann bestimmte Rassen sind von Menschen, wovon man mehr oder weniger anzeigen kann, dass das nicht so in der selbe Weise geschätzt wird wie die weisse Rasse, dann kann man ein Urteil fällen: Dieser Mensch ist ein Rassist. Und das hat man mit Rudolf Steiner gemacht in den neunziger Jahren. Das fing an in den Niederlanden und hat sich später auch nach Deutschland verbreitet und ich habe gehört, dass es auch in Amerika sehr stark spielt oder gespielt hat, dass die Moralität von Rudolf Schneider infrage gestellt wird dadurch, dass er bestimmte Aussagen gemacht hat, woraus man nehmen kann, dass er eigentlich ein Rassist war. Für mich ist das damals etwas unmögliches gewesen, als das anfing sich zu zeigen. Denn wenn man die Arbeit von Rudolf Steiner kennt, dann weiß man, dass ein Mensch, der eine solche geistige Wissenschaft empfangen darf aus der geistigen Welt, ja der muss, der muss ganz ganz moralisch sein, das kann gar nicht sein. Man könnte sogar sagen, das muss wohl ein heiliger Mensch sein,der Geschenke aus der geistigen Welt bekommt, dass er sie empfängt, dass er sie weitergeben darf. Und ich habe dann, als das auch noch in Deutschland wieder aktuell wurde, auch ein Buch dagegen geschrieben. Wenn die Anthroposophen selbst nicht mehr annehmen können, dass das eine Unmöglichkeit ist – und so ist es gegangen, es waren nicht nur die äußerliche Mächte, die es notwendig fanden, um Rudolf Schneider als Rassist darzustellen. Es waren Anthroposophen, die das gemacht haben und für mich ist das etwas Unbegreifliches,wenn man sieht, wenn man die Autor kennt, wenn man die Bücher liest, wenn man die Vorträge liest, ja da wird es doch deutlich, dass da ein Mensch spricht, gesprochen hat, geschrieben het, der weit über den Rassismus erhoben haben war? Das ist eine Unmöglichkeit. Er spricht ganz aus dem Christus Bewusstsein und dieses Bewusstsein ist eine Garantie dafür, dass ein Mensch, der das hat, dass der alle Menschen, und nicht nur weiße Menschen oder gelbe Menschen oder rote Menschen, oder was auch immer. Es ist eine Unmöglichkeit. Aber so ist es wohl in die Welt gebracht und seitdem ist es so, dass viele Menschen, wenn sie die den Namen Rudolf Steiner hören, unmittelbar die Reaktion haben: Ja aber das ist ein Rassist! Und ich habe das selbst erlebt als ich in Kreisen Vorträge gehalten habe, die nicht anthroposophisch waren, dass immer, wenn man über Rudolf Steiner spricht, gesagt wird: Ah, das war doch ein Rassist! Lass uns das ernst nehmen. Er ist es nicht gewesen und ich werde das hoffentlich im Verlauf der kleinen Vorträgen auch deutlich machen können. Aber es ist eine gewaltige Gegenkraft geworden, und die Frage ist: Ist das möglich, die Anthroposophie so darzustellen, dass es deutlich wird, dass der Mensch, der sie empfangen hat, dass das ein heiliger Mensch gewesen ist? Es muss doch möglich sein, dass es aus dem Inhalt, aus demjenigen, was in dem Inhalt zusammengestellt ist, durch die Kohärenz, die man in den Büchern und in den Vorträgen findet, dass man dadurch, dass man so beeindruckt wird, durch die Fähigkeit dieses Menschen, dass man dadurch weiß, dasjenige, was man über ihn hinüber geworfen hat, das ist eine gewaltige Lüge. Ich werde das nächste Mal auch nicht mehr weiter sprechen über die Widerstand, die es gibt gegen die Anthroposophie. Das nächste Mal will ich damit anfangen auch wirklich, mehr oder weniger zu zeigen, was sie ist und ich hoffe, dass es möglich werden wird, dass dadurch, dass wir sie auch dann zusammen kennenlernen, oder wenn Sie Anthroposophie bereits gut kennen, dass wir sie zusammen neu erleben dürfen, dass dadurch alle Widerstände wie Schnee für die Sonne schmelzen werden. Das ist meine Hoffnung und ja, es ist natürlich deutlich, dass ich die Anthroposophie liebe und es möge auch deutlich sein, dass ich sie liebe, weil sie eine wissenschaftliche Spiritualität ist, man braucht keine Religion, man braucht nichts mitzubringen, um sie zu verstehen. Der Verstand genügt, wenn diese Verstand nur aufnehmen kann ohne Vorurteile. Ich habe versucht drei große Vorurteile wegzunehmen. Das ist die innerliche Faulheit, das sind die Antipathien gegen Rudolf Steiner selbst und das ist das Antlitz der heutigen Anthroposophie, das meiner Meinung nach nicht wirklich zeigt, was die Wirklichkeit ist. Ich habe also versucht, diese drei Widerstände wegzunehmen oder wenigstens zu besprechen und werde dann das nächste Mal wirklich mit der Anthroposophie anfangen.

 

 

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Wer ist Mieke Mosmuller?

Mieke Mosmuller ist Ärztin, Schriftstellerin und Philosophin. Sie schreibt über aktuelle Themen, die ihren philosophisch-spirituellen Entwicklungsweg berühren, den sie 1983 begann….

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