| Wochenspruch 35, 1. bis 7. Dezember |
Wochenspruch 19, 4. bis 10. Augustus |
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| Kann ich das Sein erkennen, Dass es sich wiederfindet Im Seelenschaffensdrange? Ich fühle, dass mir Macht verlieh’n, Das eigne Selbst dem Weltenselbst Als Glied bescheiden einzuleben. |
Kann ich die Seele weiten, Dass sie sich selbst verbindet Empfangnem Welten-Keimesworte? Ich ahne, dass ich Kraft muss finden, Die Seele würdig zu gestalten, Zum Geistes-Kleide sich zu bilden. |
Das Sein der Welt liegt außerhalb des bewussten Erkennens. Wenn der Mensch sich darin einlebt durch die Bewusstwerdung der Kategorie des Seins, erkennt er es wieder, als sein eigenes Sein, das erst aktuell wird, wenn die Seele schaffen will. Dann lebt das bescheidene eigene Selbst sich in das Weltenselbst ein, bewusst des Selbstes und der Welt.

Diese Wochensprüche wurden von Rudolf Steiner 1912/13 im Anthroposophischen Seelenkalender gegeben.
Seelenschaffensdrang Von Mieke Mosmuller



