Amfortas und Parzival in the Oval Office

Ja, das letzte Mal habe ich über das Gespräch gesprochen, das berüchtigte Gespräch zwischen Trump und Selenskyj im Oval Office. Und später erschien mir vor meinem geistigen Auge ein Urbild. Ich hätte dieses Urbild nicht gekannt, wenn ich nicht bei Rudolf Steiner darüber gelesen hätte. Und zwar in einer Vortragsreihe aus dem Jahr 1913 in Den Haag, in der er über die Wirkung der inneren Entwicklung auf die verschiedenen Wesensglieder des Menschen spricht.
Er spricht dort an einer Stelle über die Seele und erklärt, dass die Seele im Menschen in Wahrheit die große Egoistin ist, die die Tendenz hat, wirklich alles auf sich selbst zu beziehen und sich völlig im persönlichen Interesse zu verlieren. Doch die Aufgabe der Seele ist es, das zu überwinden und sie zu einem Wesensglied zu machen, das ganz und gar aus Liebe besteht.
Man kann sich gut vorstellen, dass das nicht in einem einzigen Leben geschieht. Aber wenn man mit innerer Entwicklung beginnt, fängt man an, daran zu arbeiten.
Die Viergliedrige Menschenwesenheit

I1913 hat Rudolf Steiner den Grundstein zu dem ersten Goetheanum gelegt und bei dieser Grundsteinlegung hat Rudolf Steiner ein paar Zeilen gesprochen, mit denen ich heute anfangen möchte und das ist:
„Versuchen wir uns klarzumachen, wie aus der Menschenseele gewichen ist der Zusammenhang mit dem göttlichen Weltendasein, mit dem Wollen, mit dem Fühlen und mit dem Göttlich-geistigen Erkennen. Versuchen wir in diesem Augenblick tief, tief in unserer Seele nachzubilden, was da draußen in den Ländern im Osten, Norden, Westen und Süden heute die Menschenseelen fühlen, die wir erkennen dürfen als die Besten und die nicht hinauskommen über dasjenige, was wir aussprechen können mit den Worten: ein unbestimmtes, unzulängliches Sehnen und Hoffen auf den Geist.‘
The Oval Office

Vor fünf Jahren, Anfang 2020, kamen die ersten Berichte über eine Virusinfektionskrankheit in China, und so, ich glaube, es war Ende Februar, waren die Infektionen inzwischen nach Europa gekommen, und das ganze Corona-Problem begann immer stärker in den Vordergrund zu treten. Im Sommer bekam ich dann die Frage: Kannst du nicht Videos machen und auch mal etwas dazu sagen? Und das habe ich dann getan. Und was ich mich davon erinnern kann, ist, dass es mir jedenfalls am Anfang überhaupt nicht klar war, was eigentlich genau los war.
Bewusstsein und Sinne

Das letzte Mal habe ich über künstliche Intelligenz und Bewusstsein gesprochen, und danach dachte ich: Natürlich stellt sich die Frage: Was ist eigentlich Bewusstsein? Das ist in der Psychologie, in der Medizin, in der Hirnforschung bekannt, aber es wird klar sein, dass das immer äußere Wahrnehmungen sind, die dann kombiniert werden zu der Schlussfolgerung, dass es Bewusstsein gibt.
Jeder Mensch sucht die Anthroposophie

Ja ich möchte dann noch wenigstens einmal darüber sprechen, welche Widerstände es gibt wodurch nicht Millionen Menschen die Anthroposophie umarmen, obwohl sie es wahrscheinlich eigentlich möchte. Und das ist eine schwierige Problematik. Wir haben gar keine Angst dafür, um als Verschwörungstheoretiker dargestellt zu werden.
Das Antlitz der Anthroposophie

Ja, das vorherige Mal habe ich über innerliche Widerstände gesprochen, die man haben kann gegen so etwas wie Anthroposophie, weil man dort nicht passiv bleiben kann, wenn man Anthroposophie nehmen will als Sinngebung des Lebens. Dann muss man doch zu lesen und zu studieren und zu meditieren anfangen, und da gibt es einiges in der menschliche Seele, was ich dagegen wendet. Das sind innere Gegenkräfte, die wir in uns tragen und ja, das wird der Mensch sich natürlich so einfach nicht bewusst, aber das macht dieses Studium der Menschen Weisheit nicht so attraktiv.
Hat künstliche Intelligenz Bewusstsein?

Diese Woche habe ich wieder zwei Berichte über künstliche Intelligenz gesehen, und dieses Mal war mein Thema: Hat künstliche Intelligenz ein Bewusstsein oder kann sie es jemals entwickeln? Das ist natürlich eine abschreckende Frage, und ich habe zuerst einen Bericht oder ein Interview mit Geoffrey Hinton gesehen, einem Nobelpreisträger 2024, einem Spezialisten für neuronale Netze, und für ihn steht es außer Zweifel: Künstliche Intelligenz hat bereits ein Bewusstsein. Daran hat er keinen Zweifel.
Menschen Weisheit: Anthroposophie

Das vorige Mal hatte ich die Frage: wie ist es nun eigentlich möglich, dass die menschlichste Frage nach dem Menschen, Leben und Tod, dass die Antwort darauf nicht in der Anthroposophie gesucht wird durch Millionen von Menschen. Und es gibt natürlich mehrere Antworten darauf, aber das Wichtigste ist doch, dass wir als Menschen in unserer Zeit eine Art von ‚Theatermodus‘ haben ja, wir verhalten uns am liebsten so, dass wir nichts zu tun brauchen und dass wir nur anschauen müssen. Das anschauen ist das Allerherrlichste, was es gibt.