Die Lotusblumen und die Apokalypse

Vor einigen Wochen kam ein neues Buch von mir heraus, dieses, ‘die Lotusblumen und die Apokalypse’. Und ich möchte das dann heute, ja, mit einem Blick darauf präsentieren. Normalerweise kennt man die Apokalypse als die Offenbarung der Endzeit. Und in diesem Sinn scheint ein solches Buch sehr aktuell zu sein, denn das Wort Apokalypse finden wir viel in unserer Zeit, wir hören es viel, wir lesen es viel, denn es hat in dieser wüsten Zeit, in der wir leben, den Anschein, dass es eine Endzeit ist.

Arznei Gegen Die Dekadenz

Ich habe letztes Mal gesagt, alles bleibt immer dasselbe. Es ist natürlich klar, dass sich das nicht auf den Inhalt bezieht, denn inhaltlich gibt es natürlich fortwährend sehr große Unterschiede, aber die Weise, wie der Inhalt zustande kommt, die ist immer dieselbe. Und dann macht es eigentlich überhaupt nichts aus, wer bestimmte Handlungen verrichtet oder Taten initiiert.

Die Quelle, aus der das hervorgeht, ist doch immer dieselbe. Und natürlich gibt es Unterschiede in dem Sinne, dass Menschen verschiedene Charaktere haben und verschiedene Temperamente, und dadurch gibt es scheinbar wohl Unterschiede. Aber wir laufen im Augenblick in eine Falle, könnte man sagen, die überhaupt nicht gesehen wird.

De bron waaruit dat voortkomt is toch altijd hetzelfde. En natuurlijk zijn er verschillen in de zin van dat mensen verschillende karakters hebben en verschillende temperamenten, en daardoor is er schijnbaar wel verschil. Maar we lopen op het ogenblik in een val, zou je kunnen zeggen, die helemaal niet gezien wordt.

Reines Denken

Ja, es ist in dieser unserer Zeit wiederum so deutlich, wie die Welt die Anthroposophie braucht als Kulturfaktor. Nun kann man natürlich sagen, ja, die Anthroposophie ist eigentlich über die ganze Welt schon bekannt geworden und ist in diesem Sinn weltweit in vielen Gegenden doch ein Kulturfaktor durch Waldorfschulen, durch heilpädagogische Institute und so weiter. Aber das ist nicht, was ich meine.

Alles bleibt immer gleich

Ja, nach einiger Zeit habe ich dann wieder den Mut gefasst, mich hierhin zu setzen und das eine und andere in Worte zu fassen. Wenn man der Politik folgt – und damit meine ich nicht nur in den Niederlanden, sondern in der Welt –, dann kann einem der Mut sehr leicht in die Schuhe sinken. Was man sieht, ist, dass es im Grunde genommen immer dasselbe bleibt.

Weihnachten: Die Heilgen Nächte

Heute ist der vierte Sonntag im Advent, und ich möchte versuchen, etwas über den Advent und über Weihnachten zu sagen, und auch über die Zeit direkt danach. Ich habe nachgeschaut, was ich vor einem Jahr aufgenommen hatte. Im Grunde könnte man sagen: Man kann es auch wiederholen. Denn es geschieht genau dasselbe wie im vergangenen Jahr. Dieses Video trug damals den Titel Weihnachten, Frieden auf Erden. Und das war als Gegenpol zu der Botschaft gedacht, die wir erhalten hatten, dass wir uns auf einen Krieg vorbereiten müssten und dass wir allerlei Maßnahmen ergreifen sollten, um gut darauf vorbereitet zu sein. Innerhalb von vier oder fünf Jahren wäre es so weit. Und außerdem müsse der Beitrag für die Verteidigung natürlich erhöht werden. Das war im Grunde die Botschaft.

Einweihung: Der Zuschauer

Ich habe beim letzten Mal über die Einweihung und über die Selbsterziehung gesprochen. Und ich habe dabei gesagt, dass im Altertum die Schüler auserwählt wurden und dass sich in der heutigen Zeit der Mensch selbst auswählt. Nun ist es so, dass ich meine Videos in der Regel auf ungefähr zwanzig Minuten beschränke, weil ich dieses Medium für längere Ausführungen nicht wirklich geeignet finde. Der Nachteil ist allerdings, dass man dann immer nur sehr wenig sagen kann und dass das, was man sagt, leicht etwas extrem wirkt.

Frei Denken

Nach dem Video vom letzten Mal mit dem Titel „Unabhängiges Urteil“ erhielt ich natürlich Reaktionen. Die stehen nicht nur unter dem Video, sondern ich bekomme ab und zu auch E-Mails mit Reaktionen. Und eine davon wies mich auf die Tatsache hin, dass man, wenn man etwas älter ist und in die eigene Jugend zurückblickt, dann doch eigentlich sagen müsste: In jener Zeit waren die Menschen noch viel abhängiger von dem Urteil, in dem sie erzogen wurden, als in der heutigen Zeit. Wir sind in der Tat viel freier geworden, es zu wagen, etwas zu denken, das zum Beispiel einen revolutionären Charakter hat. Und damit meine ich nicht Revolution im großen Sinn. Sondern Revolution im Sinne dessen, dass man wirklich etwas anderes will als das, was geschieht. Das zu denken ist etwas, das in der modernen Zeit doch eigentlich immer mehr möglich wird, wenn man an die fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts denkt.

Die Einweihung: Selbsterziehung!

Das vorige Mal habe ich über die Einweihung gesprochen, und das möchte ich diesmal noch fortsetzen. Darüber ist man natürlich eigentlich nie ausgesprochen. Die Zeit, in der wir leben, ist eine ganz besondere, wenn wir uns auf die Einweihung beziehen, denn wir können in unserer Zeit wirklich selbst entscheiden, ob wir den Weg der Einweihung gehen möchten, und das ist wirklich etwas Besonderes. Denn wir müssen uns vorstellen, wenn wir an alte Zeiten denken, wo es Mysterien gab, wo man eingeweiht werden konnte; da wurden die Schüler wirklich dafür auserwählt, und sie hatten schwere Prüfungen zu bestehen, um auch bleiben zu dürfen. Die Einweihung selbst wurde in der Schule vorbereitet, aber wenn der Schüler oder die Schülerin dann so weit war, dass die Einweihung vollzogen werden konnte, dann wurde das an den Schülern vollzogen.

Unabhängiges Urteil

Ich sitze herrlich in der Herbstsonne zwischen zwei Regenschauern und denke nach über die vergangene Woche, als in den Niederlanden die Wahlen waren. Diese haben eine große Überraschung gebracht, und ja, das führt natürlich dann dazu, dass man sich doch besinnt auf die Frage: wie kann es doch sein, dass ein Ergebnis herauskommt, das so weit von den Umfragen abweicht und das für alle eine  so große Überraschung ist? Was ist da eigentlich geschehen, wodurch sich das in kurzer Zeit in der niederländischen Bevölkerung so verändert hat? Und es geht mir dann nicht so sehr um die Frage in diesem speziellen Fall, sondern mehr um eine allgemeine Frage: wie das denn in unserer Zeit überhaupt wirkt.

Die Engel im Lebensleib

Vor einigen Wochen hatte ich begonnen, über ein erstes mögliches Szenario zu sprechen, das wir uns vorstellen könnten, um ein Gegengewicht zu bieten, möglicherweise, gegen alle anderen Szenarien, die es gibt. Und ich habe damals ein Stück aus einem Vortrag von Rudolf Steiner vorgelesen. Er sagt, dass es wirklich an der Zeit ist, dass der Mensch in seiner Zeit, und dann erst recht in der unseren, einsieht, dass die sinnliche Wirklichkeit nicht die ganze Wirklichkeit ist und dass wir uns bewusst werden müssen, dass eine geistige Wirklichkeit, sagen wir einmal, gestaltend der sinnlichen Wirklichkeit zugrunde liegt und dass man diese Wirklichkeit, diese geistige Wirklichkeit, kennenlernen könnte dadurch, dass man die Geisteswissenschaft studiert. Das ist in unserer Zeit von allergrößter Bedeutung, und das sollte also eigentlich das erste Szenario sein: dass man sich eine Welt vorstellt, in der die Menschen jedenfalls in großer Zahl nicht mehr ausschließlich bei dem stehenbleiben, was das Materielle zu bieten hat, sondern auch wirklich durchdrungen sind von der Tatsache, dass es eine geistige Realität gibt.